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1953, 1989, 2021… wenn der Kessel explodiert

Bild: Jena Kultur

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Nein, das sind nicht etwa die Traummaße die sächsischen Männern für deren Frauen im Kopf herumgeistern, sondern Jahreszahlen die deutlich machen, dass sich die Deutschen nicht alles bieten lassen, was den jeweiligen Machthabern gerade so in den Sinn kommt, um die Agenda der hinter den Politmarionetten Agierenden umzusetzen. Auch wenn die Teilnehmerzahlen bei den Demonstrationen im Verhältnis zur Gesamtbevölkerung noch sehr überschaubar sind, zeigt sich die wachsende Unzufriedenheit der BRD-Insassen mit der Okkupationsverwaltung BRD.

Die „bösen“ und auch noch „rechtsradikalen“ Sachsen befinden sich im Widerstand gegen die Corona-Diktatur. So könnte man man die Meldungen der Systemmedien der letzten Tage übersetzen. In dutzenden Städten und Dörfern Sachsens formiert sich Widerstand gegen die Corona-Maßnahmen, mit dem Ziel diese zu beenden. Die Demonstranten wollen die Grundrechte zurück, die sie sich einfach so haben nehmen lassen oder hatten diese überhaupt jemals Bedeutung? Wenn man Grundrechte so einfach entfernen kann, wie wir es seit 2020 erleben, dann sind sie nicht das Papier wert auf dem sie geschrieben stehen. Das sollte auch der letzte Demonstrant langsam aber sicher verstanden haben.

Wieder endete ein Montag in Sachsen mit kesseln, knüppeln und hunderten Straf- bzw. Ordnungswidrigkeitenanzeigen durch die auch aus anderen Bundesländern zusammengezogenen Söldner in schwarzen Uniformen, Helmen ohne Inhalt, Knüppeln, Pfefferspray und Wasserwerfern. Man könnte zu dem Schluss kommen, Sachsens Regierungsdarsteller bekommen so langsam Angst vor den widerspenstigen Sachsen, die sich in allen Landesteilen auf die Straßen begeben. Es tauchen Menschen, manche mit Transparenten oder Schildchen, andere mit Fackeln, keine mit Mistgabeln, vor den Häusern von Politikern auf, versuchen dort ihrem Unmut Luft zu machen und bleiben aber friedlich. Diese Politiker fühlen sich dann in ihrer Privatsphäre gestört, während die gleichen Politiker dafür sorgten, dass es für die Bewohner des Irrenhauses BRD keine Privatsphäre mehr gibt. Da scheint ja wohl etwas mit der Wahrnehmung der Realitäten durch die Politikdarsteller völlig aus dem Ruder gelaufen und dringend behandlungsbedürftig zu sein.

Nun sollte man aber genau überlegen, wie weit man als Demonstrant gehen sollte. Ein Szenario wie 1953 darf sich auf gar keinen Fall wiederholen. Zur Erinnerung: um den 17. Juni 1953 gingen die Mitteldeutschen gegen das damalige SED-Regime auf die Straßen. Am Ende wurde der Aufstand in der damaligen sowjetischen Besatzungszone mit Hilfe von Panzern blutig niedergemetzelt. 55 Menschen überlebten diesen Aufstand nicht. 19 Todesopfer waren durch Standgerichte zu beklagen und da fordert tatsächlich eine BRD-Politikdarstellerin in den vergangenen Tagen schnelle Strafen gegen die, die sich gegen den Corona-Terror zur Wehr setzen. Vielleicht wird demnächst von einem anderen Politdarsteller die sofortige Erschießung von Demonstranten gefordert? Der Lissabonvertrag sieht das gezielte Töten von Menschen zum Niederschlagen von Aufständen ausdrücklich vor. Die Munition für ein solches Szenario sollte man also ganz sicher nicht liefern.

Manche fragen vielleicht, wieso 1989 als friedliche Revolution in die Geschichtsbücher einging. Weil diese „Revolution“ so geplant war. Es fuhren keine Panzer. Nur ein paar SED-Knüppelknechte in Uniformen oder Stasilumpen in Zivil prügelten bis der Gummi quietschte. Zu sehen sind solche Aufnahmen z.B. in den Archiven oder bei youtube. Es wäre für das Regime ein Leichtes gewesen auch diese Demonstrationen nach dem Vorbild von 1953 oder Pekings zu beenden, Stichwort Massaker am Platz des himmlischen Friedens im Juni 1989, und somit das SED-Regime zu retten. Das passierte aber nicht, weil das Ende der DDR und des gesamten Ostblocks längst beschlossene Sache war. So bleibt den Menschen wenigstens die Illusion, man könnte mit friedlichen Mitteln ein Regime zu Fall bringen. Pustekuchen oder korrekter gesagt, es käme darauf an welche friedlichen Mittel man einzusetzen gedenkt oder einsetzt.

 

Die jetzige Situation ist mit 1953 und 1989 nur sehr schwer vergleichbar. 1953 sollte das SED-Regime die neu gesetzten Normen zurücknehmen oder auch gleich verschwinden, nur die Mächtigen hatten etwas dagegen. 1989 war das Verschwinden des SED-Regimes und die Übergabe der Beute an den Westen von den selben Gestalten erwünscht. Die allmächtige Partei gibt es nicht mehr, dafür aber die Allmacht aller Parteien, die sich die Gesellschaft unter den Nagel gerissen haben. Ein paar Demonstrationen hier und da, auch Großdemonstrationen spielen überhaupt keine Rolle, solange Rundfunk und Fernsehen für die große Mehrheit der Menschen die wichtigsten Informationsquellen sind.

1989 berichtete die damalige Hauptnachrichtensendung des DDR-Fernsehens, Aktuelle Kamera, von den Demonstrationen zuerst gar nicht, später, als es da nichts mehr zum Vertuschen gab, sprach man von Ewiggestrigen, reaktionären Kräften und subversiven Elementen, Staatsfeinden, auch von Rowdys und Randalierern, die sich da auf den Straßen tummelten. Mehr als 30 Jahre später nennt man die Demonstranten dann Rechtsradikale, Querdenker, Coronaleugner, Impfgegner, Covidioten, ja sogar Nazis, während das Schild und Schwert der Parteien, die sogenannte Antifa sich durch schwerste Straftaten auszeichnet, als Aktivisten bezeichnet und finanziell gepampert werden. Ein wichtiger Schlüssel liegt also bei den Medien und natürlich auch bei deren Konsumenten.

Es brodelt überall im Land und nicht nur in Sachsen. Mittlerweile finden auch Proteste in Sachsen-Anhalt, in Thüringen und sogar in der zwar wunderschönen aber bis zum Erbrechen dunkelroten thüringischen Landeshauptstadt Erfurt statt.

Ich werde jetzt einen Blick in die Glaskugel werfen. Der Widerstand wird weiter wachsen. In spätestens 2 Wochen stehen auch die Brandenburger, wo gerade ganze Regionen ihrer wirtschaftlichen Zukunft beraubt werden. lautstark auf der Matte und spätestens Anfang kommenden Jahres kommen die von Sachsen und Österreichern eingekesselten Franken und Bayern.

Jetzt ist an der Zeit noch einmal gründlich zu überlegen, wohin die Reise gehen soll. Man kann natürlich weiterhin mit erhobenem Grundgesetz herumlaufen und auf die dort stehenden Rechte pochen, auch wenn sie da stehen und nichts bedeuten. Man kann die Rückkehr zur Demokratie fordern, auch wenn es diese niemals wirklich gab. Man kann neue Parteien fordern bzw. gründen, Könige und Kaiser wieder einsetzen, um später festzustellen, dass war wohl wieder nichts.

Man kann aber auch über völlig neue Wege, neue Gesellschaftsmodelle nachdenken, den Art. 146 GG umsetzen und vor allem an der Einigung des Volkes arbeiten, denn nichts fürchten sie mehr als ein Volk, eine Nation, welche kraftvoll mit einer Stimme sprechen kann.

 

Andreas für ddbnews