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Ab wann ist ein Mensch nicht mehr Mensch

Oder ab wann ist ein Mensch eine Maschine, eine künstliche Intelligenz (KI), ein Bio-Roboter?

Die Technologie ist in den letzten Jahrzehnten rasant vorangeschritten. Kaum einer kann sich sein Leben noch ohne Smartphone, Smart- TV, W- Lan oder Computer vorstellen. In
den Autos haben wir Fahrassistenten, Navigatoren und bald Autopiloten. Wir fliegen innerhalb weniger Stunden um die Welt und sogar ins All. Die Wissenschaft hat es uns ermöglicht, kranke Hüftgelenke, Kniegelenke, gebrochene Knochen und ganze
Gliedmaßen zu reparieren oder zu ersetzen.

Es gibt Implantate, die unser Herz antreiben,
Elektroden die im Gehirn Impulse absetzen um die Symptome von Epilepsie oder Morbus Parkinson zu mildern. Es gibt bereits Chips, die das Sehvermögen wiederherstellen
können und das sogenannte Cochlea- Implantat bei Gehörlosigkeit.
Das sind alles hilfreiche technologische Entwicklungen, die betroffenen Menschen wieder ein aktives Leben ermöglichen können. Doch bereits hier gibt es Diskussionen, wann die
Grenze überschritten ist, ethisch, moralisch und menschlich.
Nach der Auffassung einiger Wissenschaftler und Forscher sollten die Grenzen der menschlichen Möglichkeiten durch den Einsatz neuer technologischer Verfahren und Erkenntnisse jedoch noch erweitert werden.

Nach ihren Vorstellungen wäre das Ideal eine Verschmelzung von Mensch und Maschine, von Mensch und KI, ein Cyborg – der Transhumanismus. In Anbetracht der Technologie, die wir heute schon gebrauchen, keine so ferne Vorstellung mehr. Aber wo hört der Nutzen auf und fängt der Schaden an?

Wo hört der Mensch auf, ein Mensch zu sein?
Es gibt Nano- Chips, die unter die Haut gestochen werden, mit denen man Türen öffnen
oder Codes eingeben kann. Microchips in den Händen zur bargeldlosen Zahlung. Das World Economic Forum (WEF) bewirbt implantierte Chips, mit denen man z.B. den Fernseher oder das Licht fernbedienen kann.
Die transhumanistische Wissenschaft ist bereits in der Lage, Elektroden in unsere Gehirne zu implantieren, mittels derer wir uns mit einer KI verbinden können. Durch diese Verbindung können unsere Gedanken in einer Cloud gespeichert werden, die von jedem,
der dort angebunden ist, abrufbar sind, eine Art der Telepathie. Es stellt sich die Frage, ob es möglich wäre, unsere Gedanken nicht nur zu lesen sondern auch zu steuern?

Der Mensch merkt nicht einmal, das es nicht sein eigener, sondern ein fremder, per KI übermittelter Gedanke ist.
Ein Mensch ist individuell, einzigartig in jeder Beziehung. Es macht einen Menschen aus, wie er denkt und handelt. Sollte es möglich sein, die Gedanken eines Menschen zu beeinflussen oder sogar fremde Gedanken in das Gehirn einzuspeisen, ist das spätestens
der Zeitpunkt, wo der Mensch zur KI, zum Bio- Roboter mutiert ist.

Ab dann ist das Gehirn nichts weiter als eine Festplatte, die beliebig beschrieben und wieder gelöscht werden kann. Derjenige, der quasi die Maus in der Hand hält, kann sich seine Gesellschaft nach Wunsch erschaffen, homogen und fremdgesteuert, ohne eigenen Willen und Individualität.
Vielleicht denken die Verfechter des Transhumanismus, dies ist der unabdingbare nächste evolutionäre Schritt, den die Menschheit gehen muss. Eine Weiterentwicklung der
menschlichen Spezies durch Technik, für ein besseres, gesünderes und längeres Leben.
Aber letztendlich bedeutet das das Ende der Menschheit.

Gastbeitrag Silke