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Argentinien lässt Bankenelite auflaufen

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Argentinien hat den internationalen Bankern eine deutliche Abfuhr erteilt und erneut seine wirtschaftliche Unabhängigkeit bekräftigt, indem es seine Schulden zurückwies und die Kontrolle über die einheimische Ölproduktion zum Wohle des eigenen Volkes übernahm.

Unter dem Zorn der Vereinigten Staaten, der Europäischen Union und der Weltbank verstaatlichte die argentinische Regierung Anfang Mai ihre Ölgesellschaft Yacimientos Petrolíferos Fiscales (YPF) und befreite damit die Wirtschaft des Landes von den internationalen Ölkartellen. Die Entscheidung ist der jüngste Zusammenstoß zwischen der populistischen Regierung Argentiniens und den globalistischen Kräften, die das Land in ein Modell der Deindustrialisierung und hohen Verschuldung pressen wollen.

Argentinien wurde zu einem der Schreckgespenster der internationalen Finanzmedien, als die Regierung 2002 beschloss, ihre Auslandsschulden in Höhe von 95 Milliarden Dollar beim Internationalen Währungsfonds (IWF) und anderen wucherischen Gläubigern zu begleichen. Bis dahin war Argentinien als „Musterschüler“ des IWF in Lateinamerika gepriesen worden, weil es seine Wirtschaft dollarisiert, strategische Industrien wie YPF an ausländische multinationale Unternehmen verkauft und seine Finanzindustrie dereguliert hatte. Die Auswirkungen dieser Politik erreichten kurz vor der Zahlungsunfähigkeit des Landes ihren Höhepunkt, da die Dollarisierung die argentinischen Exporte verteuerte und weniger wettbewerbsfähig machte, massive Defizite verursachte und eine chronische Abhängigkeit von ausländischem Kapital förderte.

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