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Cherson und Saporoschje vor dem Wechsel zu Russland – scheitert die Ukraine nun als Staat?

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Mit der Ratifizierung der Verträge über die Aufnahme von insgesamt vierer abtrünnigen Gebieten in die Russische Föderation würde die weltweit größte Grenzverschiebung seit dem Zerfall der Sowjetunion im Jahre 1991 stattfinden. Welche Folgen hätte das für die Ukraine und ihre Staatlichkeit?

Im Jahre 2014, als in vielen Großstädten im Südosten der Ukraine Tausende Bürger auf die Straße gingen, um gegen die nationalistische Putschregierung und für die Föderalisierung des Landes zu demonstrieren, fiel in russisch-patriotischen Kreisen das Codewort „Noworossija“. Noworossija, also Neurussland – so hieß zu Zaren-Zeit dieses weiträumige Gebiet, das fast die Hälfte des heutigen Territoriums der Ukraine umfasst. Es war in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts ins Russische Reich eingegliedert worden und galt seitdem bis in die Sowjetzeit hinein als am schnellsten wachsende Vorzeigeregion. Der Zentralukraine wurde es von Wladimir Iljitsch Lenin als proletarische „Keimzelle“ zugeschlagen.

Der Funke des Krim-Referendums sprang auf die benachbarte Südukraine über, und es gab in Russland die Hoffnung, dass der Kreml auch auf diesem Territorium aktiv wird und die Sezession der historisch russischen Gebiete von der Ukraine im Namen der historischen Gerechtigkeit unterstützt. Doch die Sezession hat sich vorerst nur auf die Krim beschränkt. Eine Föderalisierung der Ukraine mit Autonomierechten für die russische Bevölkerung dieses Teils des Landes wäre aber sowohl für die Ukraine als auch für Russland ein akzeptabler Kompromiss gewesen.

Doch die Machthaber in Kiew hatten einen anderen Plan und machten im Jahre 2014 endgültig den Weg frei für die Errichtung einer strammen Ethnokratie nach dem Vorbild des Baltikums, wo Russen sich entweder komplett assimilieren oder ausreisen müssten. Russlands Einmischung beschränkte sich auf die Unterstützung der Donbass-Rebellen, die prorussische Bevölkerung im ganzen Südosten der Restukraine musste sich dem repressiven ukrainischen Staat fügen.

Diese hat all die acht Jahre nach dem Staatsstreich an den Wahlen teilgenommen und Steuern gezahlt. Proteste gegen die immer aggressiver geführte Entrussifizierung blieben wegen Gewalt und Repression aus. Am 24. Februar begann die spezielle Militäroperation zur Entmilitarisierung und Entnazifizierung der Ukraine, die im Westen sofort als Russlands „verbrecherischer Vernichtungskrieg gegen die Ukraine“ gebrandmarkt wurde.

Doch zumindest in „Noworossija“ sehen viele das Vorgehen Russlands als Befreiung, und je länger russische Truppen in diesen Gebieten stationiert sind, desto mehr wächst diese Erkenntnis. Innerhalb weniger Wochen konnten die russischen Truppen von der Halbinsel Krim kommend die Gebiete Cherson und Saporoschje zum überwiegenden Teil unter ihre Kontrolle bringen. Die von der Ukraine gekappte Wasserversorgung der Krim wurde schnell wiederhergestellt.

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Quelle: Russische Neuigkeiten

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