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Das überlebenswichtige Gedächtnis

Auch das ist Bildung:

Teil 1:

Ohne das Gedächtnis wäre unser Leben unvorstellbar.

Unsere Erkenntnisse und Erfahrungen hinterlassen Eindrücke der Erinnerung im Nervensystem, die uns helfen, den Alltag zu bewältigen, aus unsere Fehlern zu lernen und unser zukünftiges Verhalten besser an die alltäglichen Situationen anupassen.

Das Gedächtnis speichert Erfahrungen und Gelerntes ab und erlaubt uns, diese Informationen bei zukünftigen Entscheidungen einzubeziehen. Ohne Gedächtnis wäre die menschliche Rasse vermutlich ausgestorben. Unsere Vorfahren hätten sich verirrt, Gefahren (Feinde, gefährliche Tiere, giftige Früchte) nicht wiedererkannt, obsttragende Bäume und lebenswichtige Wasserquellen nicht mehr gefunden.

Auch eine Verständigung ist ohne Gedächtnis undenkbar: Wir könnten uns keine Wörter merken, geschweige denn einen Satz bilden.

Leben heißt Lernen, und ohne unser Gedächtnis, wären wir alle hilflose Kreaturen die herum irren würden, ohne zu Wissen wofür wir auf dieser Welt sind.

Das Gedächtnis trennt wichtige von unwichtigen Informationen, speichert sie an unterschiedlichen Orten im Gehirn und ruft sie wieder auf, wenn wir sie dringend benötigen. So sollte es im normal Fall sein. Fehler sind nicht auszuschließen, in diesem komplexen System. Es ist so leicht uns falsche Erinnerungen einzuflüstern. Ein Gedächtnisforscher wurde sogar eines Verbrechens beschuldigt, das er nicht begangen hatte.

Unser Gedächtnis macht meist einen guten Job.

Nachfolgend erklären wir, wie das Gehirn unsere Erinnerungen codiert, warum wir unterschiedliche Arten des Gedächtnisses brauchen und wie Emotionen oder Stress unsere Lernfähigkeit beeinflussen.

Nehmen wir uns mal einen Tag vor und schlüsseln ihn auf:
Ein Tag hat genau 86.400 Sekunden, und in jeder Sekunde muss unser Gedächtnis unzählige viele Sinneseindrücke verarbeiten. Unsere Sinnesorgane bestehen aus sehen, riechen, hören, fühlen und schmecken, wir schütteln Hände, reden mit Nachbarn, Kollegen, Familie oder Freunden, reagieren mit Emotionen und beurteilen das Erlebte. Also machen wir ständig neue Erfahrungen und lernen Neues hinzu. Auch wenn wir schlafen, nehmen wir unbewusst Eindrücke auf.

Wie wichtig das Gedächtnis ist, müssen Menschen mit einer Amnesie auf eine Art und Weise erfahren, die sich als sehr bitter herausstellt. Patienten, die ihr Erinnerungsvermögen ganz oder teilweise verloren haben, eröffnen der Wissenschaft Einblicke in die Neurobiologie der Gedächtnisbildung.

Auch bei Gesunden ist das Erinnerungsvermögen nicht perfekt. Vieles des erlebten vergessen wir schnell wieder. Permanent filtert Das Gehirn die Eindrücke und Erfahrungen und Informationen die es bekommt. Speichert vor allem jene, die für uns in Zukunft von Bedeutung sein könnten. So passt es sich unseres Lebens an die Anforderungen der Umwelt an und beeinflusst durch die Verarbeitung früherer Erfahrungen unsere heutigen Entscheidungen. Der Sinn einer Erinnerung besteht primär darin, Informationen zu liefern, die dem Handeln in Gegenwart und Zukunft dienen.

weiter geht es in Folge 2

Redaktion: ddbnews