Ingwer überrascht Wissenschaftler

 

 Teil 1

 

Die Kraft von Ingwer

Ingwer ist das Hausmittel, das vielleicht am meisten unterschätzt wird. Das könnte auch daran liegen, dass die asiatische Heilpflanze oft nicht richtig zubereitet wird.

Ingwer kann eure Gesundheit und euer Wohlbefinden nachhaltig stärken, wenn ihr bei der Einnahme alles richtig macht.

Die Wurzel des Ingwers enthält nämlich ätherische Öle und Scharfstoffe, die sogenannten Gingerole und Shoagole. Sie geben dem Ingwer seinen typischen scharfen Geschmack. Diese Bestandteile kannst du erzeugen indem du die Wurzel kochst oder sie trocknest.

Eine Studie, die in Georgia State University gemacht wurde ergab, dass Ingwer-Extrakt in der Lage war die Größe eines Prostatatumors von 56 % bei Mäusen zu reduzieren. Neben der positiven Wirkung auf Krebs, wurde bei Ingwer auch beobachtet, dass man damit auch Entzündungen behandeln konnte und sie versorgte die Mäuse, mit lebensfördernden Antioxidantien.

Eine weitere bekannte Studie PLoS ergab, dass eine bestimmte Komponente im Ingwer, die als 6-Shogaol bekannt ist herkömmliche Krebsmedikamente, nämlich die Chemotherapie um weiten bei der Bekämpfung gegen Brustkrebs schlagen kann.

Viele Krebsstammzellen sind in der Lage sich selbst zu erneuern, sie sind meistens resistent gegenüber konventionellen Chemotherapeutika und dadurch spalten und bilden sie so neue Tumorzellen. Das Einzige was dir bleibt um den Körper von Krebs zu befreien, du musst die Krebsstammzellen in einem Tumor zerstören.

Die Forscher haben aber noch etwas Gutes entdeckt. Der Ingwer funktionierte nicht nur bei der Krebs Bekämpfung, sondern ließ die gesunden Zellen in Ruhe! Das ist etwas ganz anderes als die herkömmliche Krebsbehandlung, die nicht diese selektiven Eigenschaften hat, was bedeutet dass die Chemotherapie den Patienten schadet, denn sie greift ja auch die gesunden Zellen an.

Die Scharfstoffe sorgen auch für seine heilende Wirkung:

1. Ingwer wirkt antibakteriell

Die Scharfstoffe im Ingwer haben eine antibakterielle Wirkung und unterstützen den Kampf unseres Immunsystems gegen Pilze oder Bakterien.

Darüber hinaus ist Ingwer ist reich an Antioxidantien, die die freien Radikale im Körper neutralisieren. Freie Radikale werden unter anderem für die Entstehung von Krebs verantwortlich gemacht.

2. Er wirkt schmerzstillend

Außerdem entfaltet Ingwer in unserem Körper eine ähnliche Wirkung wie Aspirin: Genauso wie die in Aspirin enthaltene Acetylsalicylsäure blocken die Stoffe in der Heilpflanze das Enzym Cyclooxygenase, das dann weniger schmerz- und entzündungsauslösende Prostaglandine freisetzen kann.

►  Auf diese Weise hilft Ingwer bei Schmerzen durch Rheuma oder bei Erkältungsbeschwerden.

3. Er fördert die Verdauung und lindert Übelkeit

Ingwer regt die Darmtätigkeit an. Er hilft ebenso bei Übelkeit, denn das im Ingwer enthaltene Gingerol absorbiert die Säure im Magen und unterdrückt den Brechreiz.

Die verdauungsfördernde Wirkung ist auch hilfreich, wenn man abnehmen will, da der Körper dann mehr Kalorien verbrennen kann.

Wer von all diesen positiven Wirkungen des Ingwers profitieren möchte, sollte am besten morgens auf nüchternen Magen ein großes Glas Ingwer-Tee trinken.

Folgendes Rezept hat sich für Ingwer-Tee bewährt:

  1. Am besten in einem Topf zwei Liter Wasser zum Kochen bringen.
  2. Dann etwa vier Zentimeter frischen Ingwer in Scheiben schneiden und zugeben.
  3. Diese Mischung 20 Minuten köcheln lassen.
  4. Trinkt den Tee, wenn er noch warm ist. Das restliche Ingwerwasser kann man über den Tag verteilt trinken.

►  Durch das Kochen wird nämlich die Konzentration der Wirkstoffe stärker – und der Geschmack damit natürlich schärfer.

Wer das nicht mag, kann auch einfach stattdessen Ingwerwasser selbst machen und trinken.

Ingwerwasser selbst machen – so geht’s

Einfach 1,5 Zentimeter frischen Ingwer reiben und mit einem Liter heißem Wasser aufgießen und etwa eine Viertelstunde ziehen lassen.

Dieser Aufguss ist milder im Geschmack, hat aber auch eine gesundheitsfördernde Wirkung. Ein Vorteil an dieser Variante ist, dass du den Ingwer dabei mittrinkst und du ihn so genau dosieren kannst.

Die Frauen in Saudi Arabien setzen auf Ingwer

Ingwer kommt in Saudi Arabien nicht nur ins Essen, sondern auch in die Haarpflege. Denn wenn man die Kopfhaut jeden Tag mit Ingweröl einreibt, regt man das Haarwachstum an und bekämpft gleichzeitig Haarprobleme wie Schuppen und Haarausfall. Das liegt vor allem an gesunden Inhaltsstoffen wie Kalium, Vitamin C, Phosphor sowie an den sekundären Pflanzenstoffen Gingerol und Zingiberol.

Ingweröl selber machen:
So gelingt die Zubereitung

Ingweröl – äußerlich aufgetragen – weckt nicht nur die Lebensgeister, sondern fördert dank der enthaltenen Gingerole auch die Durchblutung, wärmt und hilft die Muskeln zu entspannen. Und das beste ist: Du kannst Ingweröl einfach selber machen.

Ingweröl lässt sich äußerlich auf unterschiedliche Weise anwenden, z. B. als Kompresse, als Aromabad oder auch mit anderen Ölen verdünnt als Massageöl. Wir zeigen dir, worauf du dabei achten musst, wenn du Ingweröl selber machen willst, um Muskelverspannungen und Rückenschmerzen natürlich zu behandeln.

Zutaten und Rezept:

  • 250 Milliliter Bio-Olivenöl
  • 100 Gramm frischen Ingwer (hier erfährst du, wie du ökologisch-korrekten Ingwer selbst anpflanzt)
  • Käsereibe
  • ofenfeste Form
  • Glasflasche
  • engmaschiges Sieb

So einfach geht’s:

  1. Du nimmst zunächst die Ingwerwurzel und schälst sie gründlich.
  2. Anschließend hobelst du mit einer Käsereibe das Stück Ingwer in einen Topf.
  3. Fülle das Olivenöl hinzu und vermische beides gründlich miteinander.
  4. Stelle nun die Form in den Herd und lasse das Gemisch für zwei Stunden bei niedriger Temperatur – ca. 60 Grad) vor sich hin „köcheln“.
  5. Danach fülle das durch ein Sieb in die saubere Flasche.
  6. Lasse es für zwei Wochen „reifen“, damit es sein volles Aroma entwickeln kann. Dann ist es bereit für den Einsatz.

Das Öl ist nach dem Abfüllen ca. ein halbes Jahr haltbar!

Ingweröl: Äußerliche Anwendungsbereiche

Viele von uns trinken im Winter eine Tasse Ingwertee, wenn sich eine Verkühlung ankündigt oder sie sich einfach aufwärmen wollen. Nicht umsonst stellt diese vielseitig einsetzbare Wurzel in der asiatischen Küche schon seit Jahrtausenden eine unverzichtbare Zutat dar. Das liegt an den unzähligen gesundheitsfördernden Inhaltsstoffen des altbewährten Gewürzes.

Vor allem die darin enthaltenen Scharfstoffe – auch Gingerole genannt – sind für die heilende Wirkung von Ingwer ausschlaggebend. Sie sind anregend, schweißtreibend und fördern die Bildung von Körpersäften. Auch seine antibakterielle, entzündungshemmende und schmerzlindernde Wirkung konnte mittlerweile medizinisch nachgewiesen werden. Zudem regt es den Stoffwechsel an.

Dennoch solltest du beachten, dass auch Hausmittel nicht zwangsläufig für jeden geeignet sind. So kann beispielsweise Ingweröl als Massage-Öl zu Hautreizungen führen, wenn es nicht ausreichend verdünnt ist.

Vorteile von Ingwer sind im Netz massenhaft auffindbar und laden auch ein diese zu recherchieren.

Die Fortsetzung dieses Beitrag hier
Ingwer ein natürliches Antibiotikum – selber herstellen


Verwandter Beitrag

Teilen erwünscht! Gebt das Wissen weiter!
  • 8
  •  
  •  
  •  
  • 13
  •  
  •  
  •  
  •  
  • 2
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
    23
    Shares