Magnesiumöl selbst herstellen – Das universelle Heilmittel?

Magnesiumöl als Spray selbst herstellen

Folge 3

Dosierung und
Anwendung

Magnesiumöl – ein beinahe universelles Gesundheitsmittel?

Orale und transdermale (durch die Haut) Magnesiumaufnahme

Ein einfaches, hochwirksames, preiswertes Mittel gegen Magnesiummangelfolgen

Empfohlene Magnesiummenge pro Tag

Die ‚Dt. Gesellschaft für Ernährung‘ (DGE) gibt u.a. für Säuglinge, Kinder, Jugendliche und Erwachsene in verschiedenen Altersstufen Referenzwerte für Mineralienaufnahme. Daran orientieren sich viele Ärzte, Gesundheitsberater etc.
Als Referenzwerte für Magnesium empfiehlt die DGE ab 10. Lj. 0,2 bis 0,4 g / Tag. Für Erwachsene betragen die dt. Referenzwerte zwischen 300 und 400 mg = 0,3 und 0,4 g/Tag.

Nach Dr. Mark Sircus (amerik. Magnesium-Forscher), der sehr viel Erfahrung mit Magnesiumtherapie hat, sind die genannten deutschen Magnesiumreferenzwerte aber deutlich (um die Hälfte bei jeder Altersstufe!) zu niedrig angegeben.
Als Dosis für den Normalbedarf empfiehlt er 700 mg = 0,7 g Magnesium.
Erhöhte Magnesium-Dosierungen sind nötig bei Krankheit, Schwangerschaft, Stress, starkem Schwitzen, schwerer Arbeit, Sport, in Wachstumsphasen, im Alter, bei Rauchern und bei Alkohol-Aufnahme. Dann sind nach Dr. Sircus bis 1500 mg = 1,5 g pures Magnesium pro Tag angebracht.
Oral sind diese Werte durch Ernährung, Tabletten oder Getränke kaum zu decken, weil nur 30-40% davon aufgenommen werden und höhere Dosierungen dünnen Stuhlgang oder Durchfall erzeugen. Durch die Haut (transdermal) sind dagegen nahezu 100% des Magnesiums aufnehmbar und verwertbar.

 

 

Warum Magnesiumchlorid wählen?

Magnesium kommt fast immer nur als chemische Verbindung mit anderen Elementen vor. Von allen Magnesiumverbindungen kann Magnesiumchlorid Hexahydrat (MgCl2 = E 511) vom menschlichen Körper am schnellsten erkannt und am effektivsten aufgenommen werden.
Magnesiumchlorid wird durch Verdampfen von Meerwasser oder aus Solequellen gewonnen. Anschließend wird das Natriumchlorid (Kochsalz) entfernt und Magnesiumchlorid bleibt übrig. Im rezeptfreien Handel ist es meist mit 11,95% Prozent Magnesium, das an 34,87% Chlorid und 53,17% Kristallwasser gebunden ist, sehr preiswert (ab 5.- € / kg) erhältlich.

Kauftipps bzgl. Qualität, Preis und Verpackung

Magnesiumchlorid Hexahydrat‚ (MgCl2, Lebensmittelzusatz E 511) ist in feiner Kristallform oder als Flocken (Flakes) z.B. in Apotheken, Drogerien und im Internet erhältlich. Wenn lediglich ‚Magnesiumchlorid‘ erwähnt wird, ist immer ‚Magnesiumchlorid Hexahydrat‘ gemeint.
Es sollte für Gesundheitsanwendungen Arzneimittelqualität aufweisen. Der Magnesiumchloridgehalt soll gemäß pharm. Eu-Richtlinien mindestens 99% betragen. Es ist in Arzneimittelqualität schon ab 8.- €/kg bzw. in größeren Mengen ab 5 € erhältlich.

Es ist lange haltbar. Es sollte vakuumverpackt entweder im Plastikbeutel oder in luftdichten Behältern aufbewahrt werden, da es Feuchtigkeit anzieht und dadurch verklumpen kann. Verklumpung verringert zwar nicht die Wirkung, macht aber eine exakte Dosierung schwieriger.

Umrechnungstabelle Magnesiumchlorid in pures Magnesium

Um zu wissen, wieviel pures Magnesium im Magnesiumchlorid enthalten ist, Hinweise zu genauen Berechnung: In 99%igem Magnesiumchlorid Hexahydrat sind 11,95% reines Magnesium, 34,87% Chlorid und 53,17% Kristallwasser enthalten.
Ein Gramm Magnesiumchlorid enthält 0,119 g = 119,5mg reines Magnesium.

Um die tatsächliche reine Menge Magnesium im Magnesiumchlorid zu ermitteln, muss man die Magnesiumchloridmenge durch den Faktor 8,368 teilen (100/11,95 = 8,368) .
Aus folgender Tabelle sind die Umrechnungswerte von Magnesiumchlorid in reines Magnesium ablesbar: (MgCl2 / 8.368)

 

Bei dieser Menge Magnesiumchlorid ergibt sich pures Magnesium

Berechnung der Tagesbedarfmenge an purem Magnesium

Wenn man weiß, wieviel pures Magnesium man dem Körper pro Tag zuführen will (z.B. 700 mg), muss man diese Menge mit 8.368 vervielfältigen, um die nötige Magnesiumchlorid-menge zu erhalten.

Tabellarische Beispiele dafür:

Für pures Magnesium wird wieviel Magnesiumchlorid benötigt?

 

Zwei Arten der Aufnahme von Magnesium in den Körper

Magnesium kann entweder durch den Mund (oral) über Nahrung, Tabletten, Pulver, als Getränk oder durch Vernebelung zu sich genommen werden. Oder es kann durch die Haut (transdermal) zugeführt werden.

Orale Einnahme von Magnesiumchlorid in Wasser

Die Verwendung von Magnesiumchlorid als Heilmittel geht maßgeblich zurück auch einen Selbstheilungsbericht von Pater Benno Josef Schorr. (s. Anwendungstipps )

Es werden verschieden starke Magnesiumchloridlösungen für therapeutische Zwecke vorgeschlagen:

  • Dr. A. Neveu: MgCl2-Lösungsstärke: 20 Gramm getrocknetes Magnesiumchlorid (ca. 2,4 g pures Magnesium bei 11,95%igem MgCl) mit 1 Liter gewöhnlichen Quellwasser oder leicht mineralisiertem Wasser mischen. (2%ige Lösung.)
    Er berichtet über die Behandlung verschiedener Infektionskrankheiten (Kinderkrankheiten) mit oral eingenommenem Magnesiumchlorid, u.a.

Dr. Delbet verwendete 12,1%iges Magnesiumchlorid oral u.a. gegen Wundinfektion, Avitaminose (Vitaminmangelkrankheit), Anaphylaxie (Eiweißallergie), Altersschwäche und Krebsentwicklung und zur Erhöhung der Widerstandskraft des Organismus.

 

 

Begrenzte Verwertung von oral aufgenommenem Magnesium (Bioverfügbarkeit)

Von oral aufgenommenen Magnesiumtabletten oder in Wasser gelöstem Magnesiumchlorid verwertet der Körper nur ca. 30%, oft sogar noch weniger, wenn Darmstörungen, Parasitenbefall oder eine Darmpilzinfektion vorliegen.
Die Fähigkeit des Körpers, neues Magnesium über den Darm zu resorbieren, sinkt paradoxerweise ausgerechnet dann, wenn der bestehende Magnesiummangel eine bestimmte Grenze überschritten hat und bereits beginnt, Symptome zu zeigen.

Wer z.B. die von Dr. Sircus empfohlene Tagesdosis von 700 mg reinem Magnesium (= 5,86 g Magnesiumchlorid bzw. 19 ml 31%iges Magensiumöl) in Wasser aufgelöst trinkt, nimmt in Wirklichkeit nur 490 ml oder gar nur 420 ml Magnesium auf. Den unverwerteten Teil scheidet die Niere über den Urin aus.
[mehr über die begrenzte Resorption von Magnesium]

Insofern ist orale Aufnahme von Magnesium nicht sehr ökonomisch – es sei denn, man trinkt durch Elektrolyse ionisiertes basisches Wasser, dem Magnesiumchlorid zugefügt wurde. Aufgrund der Ionisierung kann das Magnesium besser, leichter und rascher für den Körper verfügbar werden und der Wirkungsgrad gesteigert werden.

Wenn man die Tagesration auf mehrere kleinere Mengen aufteilt, ist die Aufnahme-fähigkeit deutlich größer als bei einmaliger Aufnahme der ganzen Dosis. Je höher die orale Dosis ausfällt, umso geringer wird der resorbierte Magnesiumanteil.
Bei zu hoher oraler Magnesiumaufnahme ist mit dünnem Stuhl oder auch mit Durchfall zu rechnen. Dann ist die Konzentration einfach zu senken. [mehr … ]

Nachteile der oralen Magnesiumaufnahme: es schmeckt bitter, ist ziemlich unwirt-schaftlich und therapeutisch nur mäßig effektiv, zumal das oral zugeführte Magnesium nicht unbedingt dort ankommt, wo der größte Magnesiummangel im Körper herrscht. Langjähriger Magnesiummangel ist daher bei oraler Aufnahme kaum oder erst nach vielen Monaten zu beheben.

Äußerliche (‚transdermale‘) Anwendungen von Magnesiumchlorid/Magnesiumöl

Durch die Haut (= transdermal) kann bis zu 100% des in Wasser gelösten Magnesiums aufgenommen werden. Die ‚transdermale‘ Magnesiumaufnahme kann z.B. durch besprühen oder befeuchten einzelner Körperpartien oder des ganzen Körpers, durch befeuchtete Umschläge, Handbad, Fußbad oder Ganzkörperbad geschehen. Über die Haut kann Magnesiummangel wieder so weit behoben werden, dass der Organis-mus sich wieder selbständig mit Magnesium über das Verdauungssystem versorgen kann. Das erfordert allerdings regelmäßige, mehrwöchige oder mehrmonatige Anwendungen. […mehr]

Auch Magnesiuminhalationen zählen genau genommen zu den äußeren Anwendungen, weil dadurch die Schleimhäute und die Lungenbläschen des Atemtraktes Magnesium von außen erhalten.
Weil bei äußeren Anwendungen die Bitterkeit einer Mg-Lösung keine Rolle spielt, kann für Anwendungen durch die Haut die Magnesiumkonzentration bedeutend höher sein. Das erhöht und beschleunigt auch die Wirkungen.

 

 

Vorteile der transdermalen Anwendung von Magnesiumöl

Bringt man Magnesiumöl durch Einreiben oder Sprühen auf die Haut (ganzkörperlich oder auf Körperteile), hat dies verschiedene Vorteile im Vergleich zur oralen Aufnahme:

  • es hat eine höhere Absorption und Bioverfügbarkeit (100%) als bei oraler Anwendung (ca. 30%). Es wird auch aufgenommen bei bestehendem Magensäuremangel oder anderen Resorptionsproblemen (z. B. bei chronischen Darmerkrankungen), da der gesamte Verdauungs- und Entgiftungsapparat umgangen wird, wo die Wirkung durch die Reaktion mit Enzymen und Säuren beeinträchtigt werden kann
  • Bei Parasiten- oder Bakterienbefall wie z. B. Borreliose sinkt der Magnesiumspiegel, weil Borrelien oral zugeführtes Magnesium verbrauchen. Auf transdermal zugeführtes Magnesiumchlorid haben sie keinen Zugriff
  • es vermeidet Durchfall, wie er bei oraler Einnahme anfangs häufig auftritt.
  • es kann direkt, rascher, in höherer Konzentration und daher wirksamer in Lymphe und Blut und so über deren Verteilsysteme rasch in Gewebe, Organe, Knochen bzw. in alle Zellen gelangen.
  • es kann die Magnesiumhauptspeicher in Knochen, Muskeln, weichem Bindegewebe, roten Blutzellen und Serum besser und rascher wieder auffüllen.
  • es kann örtlich gezielt eingesetzt werden, und gelangt unmittelbar und rasch in verspannte oder schmerzhafte Gewebe, Muskeln, Gelenke und Knochen, selbst wenn darin aufgrund der Verspannung/Krämpfe nur wenig Blut und Lymphe zirkulieren. Für oral aufgenommenes Magnesium ist es dagegen schwierig, die Gewebe- und Gelenkverkalkungen aufzuspüren und die Knochen zu versorgen.
  • bei äußerer Wundbehandlung, z.B. Sportverletzungen bewirkt es eine bedeutend stärkere Bildung von Leukozyten (Leukozytose), was den Infektionsschutz und die Heilwirkung sehr beschleunigt.
  • es führt zu rascher Krampf- und Schmerzreduktion, beugt Muskelkater durch Gewebeübersäuerung vor und baut ihn rascher ab.
  • es entgiftet gut, z.B. bei giftigen Stichen, Bissen oder gegen giftige Schwermetalle
  • Bei Wunden, Hauterkrankungen, etc. kann direkt und konzentriert örtlich eingewirkt werden
  • es hat hohe infektionsverhütende (cytoplastische, antibiotische) Wirkungen; Magnesiumchlorid ist darin anderen Magnesium-Salzen überlegen.
  • es vitalisiert die Zellen und Gewebe
  • fördert die Durchblutung
  • es ist unbedenklich für das Gewebe
  • ein Verjüngungseffekt erfolgt rascher als bei oraler Magnesiumaufnahme, weil bei letzterer die aufnehmbare Magnesiummenge, sowohl durch die abführende Wirkung als auch durch die Notwendigkeit begrenzt ist, ein vernünftiges Gleichgewicht mit der Calcium- und Phosphoraufnahme zu bewahren.

[s. Uses of Magnesium-Oil]

Vor allem durch die 100%ige Aufnahmemöglichkeit und die örtlich-gezielte, konzentrierte, raschere Einwirkungsmöglichkeit erweist sich die transdermale Anwendungsart der oralen nicht nur weit überlegen, sondern sie ist auch deutlich preiswerter.

31%iges Magnesiumöl selbst herstellen

Meist wird für direkte Hauteinreibungen eine Magnesiumchlorid-Konzentration von 30-34% verwendet, im kommerziellen Handel wird es meist in 31%iger Konzen-tration angeboten. In dieser Konzentration wirkt in Wasser gelöstes Magnesium-chlorid auf der Haut ölig. Daher wird es oft ‚Magnesiumöl‘ genannt. Es wird auch ‚Magnesiumsole‘ genannt, weil eine klebrig-kristallene, dünne Mineralschicht auf der Haut bleibt, wenn die Haut die Flüssigkeit aufgesaugt hat.
Je konzentrierter Magnesiumöl ist, desto bitterer im Geschmack und ölig-klebriger wird es auf der Haut.

Man kann 31%iges Magnesiumöl aus Magnesiumchlorid leicht und sehr preiswert selbst so herstellen:

  • 100 ml (0,1 Ltr.) Magnesiumöl: 31 g Magnesiumchlorid in Flasche einfüllen und mit abgekochtem und abgekühlem Wasser bis zur 100ml-Marke auffüllen. (= 3,7 g reines Magnesium)
  • 500 ml (0,5 Ltr.) Magnesiumöl: 155 g Magnesiumchlorid in Flasche einfüllen und mit abgekochtem und abgekühlem Wasser bis zur 500ml-Marke auffüllen. (= 18,5 g pures Magnesium)
  • 1000 ml (1 Ltr.) Magnesiumöl: 310 g Magnesiumchlorid in Flasche einfüllen und mit abgekochtem und abgekühlem Wasser bis zur 1000ml-Marke auffüllen. (= 37,05 g pures Magnesium) i

Am einfachsten ist es, 500 ml (1/2 l) oder 1000 ml (1 l) herzustellen und eine Teilmenge daraus in eine 100 ml oder 50 ml (Glas)Flasche abzufüllen. Damit kann man die gewünschte Tagesdosis unverdünnt auf die Haut sprühen oder es mit einer Pipette, einem Tropfer oder einer Roll-on-Flasche auf die Haut bringen und mit der Hand verteilen. Die Verträglichkeit auf der Haut und der spürbare Nutzen ist m.E. maßgeblicher als eine total exakte Konzentrations- und Dosierung.

  • Umrechnungstabelle Magnesiumanteil in 31%igem Magnesiumöl

Wenn klar ist, wieviel Magnesium man pro Tag aufnehmen will, kann man errechnen, wieviel Magnesiumöl dafür durch die Haut aufgenommen werden muss.

Folgende Tabelle hilft dabei:

 

31% Magnesiumöl enthält diese Menge an purem Magnesium

 

1 ml 31%iges Magnesiumöl enthält 37,05 mg reines Magnesium. 1 g Magnesiumchlorid enthält 119,5 mg reines Magnesium.
Gemäß den von Dr. Mark Sircus empfohlenen täglichen Magnesiummengen von 0,7 g wären 19 ml des 31%igen Magnesiumöls für die normale Tagesdosis erforderlich. 40 ml ergeben die ‚Anti-Stress-Dosis‘ von 1,5 g reinem Magnesium auf die Haut.

Wenn man als normale Erwachsenen-Tagesdosis 20 ml Magnesiumöl (= 0,741 mg) – am besten verteilt auf 2 x 10 ml morgens und abends – verbraucht, reichen 100 ml für 5 Tage, 1 Liter mit 310 g Magnesiumchlorid für 50 Tage.

Tipp: Wenn man eine 100 ml Flasche mit 31%igem Magnesiumöl bei 20 und 40 ml markiert, kann man aus der Tabelle leicht sehen, wieviel Magnesium dem Körper zugeführt werden. Verteilt man die normale Tagesmenge auf 2 malige Anwendung (empfehlenswert morgens und vor dem zu Bett gehen), sind jeweils 10 ml auf die Haut zu bringen, um insgesamt 0,7 g reines Magnesium aufzunehmen.

Preiswerter geht’s kaum noch

Da ‚Magnesiumöl‘ meist als 31%ige Magnesiumchlorid-Konzentration in 100 ml-Flaschen angeboten wird, basieren nachfolgende Berechnungen auch auf dieser Konzentration und Menge.

Ca. 8 € ist für 1 kg Magnesiumchlord Hexahydrat (nach ph. Eu-Richtlinien) zu bezahlen. 31 g für nur nur 0,25 € sind nötig, um damit 100 ml 31%iges Magnesiumöl selbst herzustellen.
Folgende Tabelle zeigt den Preis für eine bestimmte Menge 31%iges Magnesiumöl (bei Preis von 8 € pro Kg)

 

 

100 ml selbst hergestelltes Magnesiumöl kosten 25 Cent. Apotheken und Internethändler verlangen für 31%iges Magnesiumöl in 100ml-Flaschen zwischen 5,50 und 19.- € (Fläschchen meist mit Sprühkopf)

Eine Erwachsenentagesdosis von 20 ml Magnesiumöl (= 741 mg pures Magnesium) kostet nur 5 Ct./Tag bei Selbstherstellung.

Sofern im Haushalt noch kein 50ml- oder 100ml-Fläschchen und ein Tropfer, Pipette oder Sprühaufsatz vorhanden sein sollte, sind sie in der nächsten Apotheke oder im Internet preiswert zu erhalten.
Eine Pipette ist m.E. praktischer als ein Sprühaufsatz, weil beim Sprühen fast immer irgendwelche klebrigen Sprühnebel auf Kleidung oder Boden landen und dann Reinigungsaufwand mit sich bringen.

Aus 1 kg Magnesiumchlorid (kg-Preis ca. 8.- €) kann man 3,23 Liter 31%iges Magnesiumöl herstellen. Damit kann man bei 20 ml Tagesmenge für 161 Tage = fünfeinhalb Monate bei Erwachsenen den Magnesiumbedarf voll decken, Magnesiummangelkrankheiten vorbeugen bzw. damit Magnesiumdefizite wieder ausgleichen!

Besprühen bzw. Einreiben der Haut bzw. von Problemzonen

Einsprühen / Einreiben mit 31%igem Magnesiumöl ist wohl die rascheste, effektivste und ressourcen- und kostensparendste Anwendungsart, reines Magnesium aufzunehmen.

Bei 31%igem Magnesiumöl genügen 19-20 ml pro Tag, um 700-741 mg reines Magnesium dem erwachsenen Körper zuzuführen. Bei Kindern sollte man diese Konzentration um so mehr verringern, je jünger ein Kind ist.

 

 

Anwendungstipps

    • duscht man oder massiert und reinigt man mit einer Hautbürste die Hautporen vor dem Auftragen von Magnesiumöl, ist die Haut aufnahmefähiger.
    • mittels einer Pipette, eines Tropf- oder Sprühaufsatzes lässt sich die gewünschte Menge Magnesiumöl gut auf die Haut bringen, wo man es dann mit der Hand verreibt und optimalerweise einmassiert.
    • es ist angebracht, anfangs maßvoll und naturnah vorzugehen, d.h. mit schwächeren Konzentrationen zu beginnen und sich an die persönlich wirksame Konzentration und Dosierung anzunähern.
    • Problemzonen, z.B. verspannte, verkrampfte, schmerzende Haut, Gelenke, Muskeln, Verdauungsbereich, Kopf etc. direkt damit einsprühen, einreiben oder einmassieren.
    • Auf empfindlichen Stellen des Körpers (offenen Wunden, Schleimhäuten, frisch rasierten Hautstellen, Augenpartie, Brustwarzen, Genitalbereich) brennt oder sticht es. Das schadet zwar nicht, aber dann ist eine Verdünnung angebracht. Nach mehrtägigen Anwendungen verschwindet die Empfindlichkeit solcher Stellen meist ganz.
    • es sanft einzumassieren bis das ‚ölige‘ Gefühl auf der Haut verschwindet, ist am wirksamsten.
    • es ist wirksamer, Arme und Beine bzw. behandlungsbedürftige Hautzonen häufiger am Tag einzureiben bzw. einzumassieren als die Tagesmenge auf einmal einzureiben.
    • wo Haare sind (bzw. waren) kann Magnesiumöl über die Haarfollikel besonders rasch und intensiv ins darunter liegende Gewebe, in Lymphe und Blut eindringen.
    • Magnesiumöl hinterlässt auf der Haut einen leicht klebrig-kristallinen Belag.
    • es ungefähr 10-20 Minuten einwirken lassen, bevor es abgewaschen wird. Wo klebriger Magnesiumkristall-Belag nicht störend wirkt, muss er nicht abgewaschen werden.
    • Längere Einwirkzeiten können erreicht werden, indem man z.B. Socken, Handschuhe, Kopftücher, Auflagen, Binden, runde Pads o.ä. befeuchtet oder tränkt und sie mehrstündig oder über Nacht mit Folie abgedeckt einwirken lässt.

Spezielle Verwendungsarten von Magnesium-Öl

    • kalte oder warme/heiße Magnesiumöl-Packungen kann man für bestimmte Zwecke einsetzen, z.B. kalt bei Arthritis oder warm/heiß auf Krampfbereiche oder bei Steifheits- und Schmerzstellen.
    • als Deodorant hemmt Magnesium-Öl die Bakterien im Schweißdrüsenbereich und sorgt so für einen verbesserten Körpergeruch. Magnesium wird dabei zusätzlich in den Körper gebracht.
    • bei Nebenhöhlenproblemen Magnesiumöl in die Nase einträufeln oder einsprühen, evtl. Konzentration etwas verdünnen.
    • bei Mund- / Zahnfleisch- /Rachenproblemen Mg-Öl in den Mund sprühen oder träufeln und einige Minuten umwälzen.
    • als Mundwasser kann es auch die Zähne härten. Dazu 1-2 ml MgÖl in 15 bis 20 ml Wasser mischen, damit für 60 Sekunden gurgeln und danach die Mischung ausspucken.

Einatmen von vernebeltem Magnesiumchlorid

In Wasser aufgelöstes Magnesiumchlorid bzw. 31%iges Magnesiumöl kann mit einem dafür geeigneten Gerät auch vernebelt und durch den Mund oder die Nase eingeatmet werden. Das wirkt besonders bei akutem Asthma oder anderen Lungen- und Atemtrakt-Problemen.
Es eignet sich zur Vorbeugung bzw. Behandlung von Atemtrakterkrankungen, Lungen-krebs, Lungenentzündung, Tuberkulose, Grippe, chemische Vergiftungen etc.
Diese Methode empfiehlt sich vor allem bei Babys und Kleinkindern, wenn Tabletten, Spritzen etc. problematisch sind.
Dr. Sircus empfiehlt, es als ionisierte Lösung zu verwenden: 7,5 g Magnesiumchlorid oder 24 ml 31%iges Magnesiumöl (900 mg Magnesium pur) in 100ml destilliertem Wasser. (mehr hier… (engl.))

Welche Art von Vernebler (z.B. Jet-Vernebler, Ultraschall-V., Inhalationsgerät, Dampfbad etc.) man benutzt, ist unwesentlich.

Inhalationsdauer: 10-30 Minuten, optimal bis zu 5 mal am Tag.
Vorteile:

  • Einbringen von Magnesium (bzw. anderen Medikamenten) direkt in den Atemtrakt.
  • es sind höhere Konzentrationen verwendbar
  • antibakterielle Wirkstoffe können direkt in die Bronchien eingebracht werden.
  • es verdünnt die Sekrete und den Schleim, was das Ausstoßen von Lungensekreten erleichtert
  • es erleichtert Husten und verringert den Hustenreiz
  • hält die Luftröhre und Trachea sauber und die Brust feucht und gesund
  • es befeuchtet die Luft, die in die Lungen kommt
  • es befeuchtet die Nasengänge, Mund und Kehle.

 

 

Fußbad

Von vielen Anwendern werden auch Fußbäder mit Magnesiumchlorid zur Entspannung geschätzt. Dafür werden meist beträchtlich größere Magnesiumchloridmengen als für bloße Hauteinreibungen verwendet. Die Dosierungsangaben hierzu schwanken allerdings beträchtlich, weil verlässliche Daten über eine dafür günstige Konzentration fehlen. Wie rasch das Magnesium bei einem Fußbad oder Vollbad durch die Haut aufgenommen wird, hängt von der Konzentration der Magnesiumgabe, der Größe der Körperoberfläche und der Verweildauer des Magnesiums auf der Haut ab.

Einigermaßen stimmen die Angaben darin überein, dass ein Fußbad

  • körperwarme Temperatur bis 40 Grad C. aufweisen soll
  • die Wassermenge die Knöchel überdecken soll
  • 20-40 Minuten dauern kann/soll, am besten vor dem Schlafengehen, da es gut entspannen hilft.

Die Fußsohlen nehmen Magnesium sehr gut auf. Körperwarmes Wasser öffnet die Poren und so kann Magnesium schneller und effektiver in die Haut eindringen. Wärme regt den Blutkreislauf an, wodurch es noch schneller transportiert werden kann.

Zur Dosierung: Die Mengenangaben variieren stark, weil eine stärkere Magnesium-konzentration bessere Effekte bringt. Wenn aber z.B. empfohlen wird, 2-3 Esslöffel voll oder eine Tasse voll zu verwenden – ohne zu sagen, ob gestrichene oder gehäufte Esslöffel gemeint sind und wieviel Gramm ein Löffel aufnimmt oder welches Fassungsvermögen die Tasse hat – sind solche Angaben sehr ungenau.
In der medizinischen Literatur werden 3 bis 5%ige Magnesiumchloridlösungen empfohlen, d.h. für eine 3%ige Lösung sind 250 g Magnesiumchlorid in 4 Liter Wasser nötig, für eine 5%ige Lösung 425 g in 4 Litern Wasser.
Da es sinnvoll ist, mit niedrigen Dosierungen zu beginnen und je nach Verträglichkeit die Magnesiumkonzentration bis zum gewünschten Effekt zu steigern, muß die individuell passende Dosis selbst ausprobiert werden.

Generelle Nachteile dieser Methode: Die Haut weicht auf, wird ’schrumpelig‘; relativ großer Zeitaufwand; unklar, wie viel vom angebotenen Magnesium tatsächlich in dieser Zeit in den Körper gelangt; höherer MgCl2-Verbrauch als bei Ganzkörpereinreibung.

Vollbad

Von Anwendern mit empfindlicher Haut werden auch Vollbbäder mit Magnesiumchlorid geschätzt. Die Dosierungsangaben hierzu schwanken noch mehr als für die Fußbäder. Verlässliche Daten über eine dafür günstige Konzentration fehlen. Einigermaßen stimmen die Angaben darin überein

  • Am besten nur so viel Wasser benutzen, dass der Körper gerade damit bedeckt ist. Eine normale handelsübliche Einbau-Badewanne hat etwa ein Fassungsvermögen von 140 Litern. Zur bloßen Körperbedeckung sind wohl 50 oder mehr Liter nötig.
  • Badedauer ca. 15 – 30 Min.
  • Wassertemperatur nicht unter 37 Grad.

Die Dosierungsangaben der Verkäufer variieren gewaltig und sind teils sehr vage: z.B. von „1 Tasse voll“, oder „ca. 200-250 g MgCl2„, 700 g bis zu „1000 g Magnesiumchlorid“.
Medizinisch-wissenschaftl. Literatur empfiehlt für therapeutische Zwecke eine ca. 1%ige Lösung: 1000 g Magnesiumchlorid in 50 Liter Wasser.
1000 g Magnesiumchlorid enthalten 120 g pures Magnesium!

Nachteile dieser Methode wie beim Fußbad: Haut weicht auf, wird ’schrumpelig‘; relativ großer Zeitaufwand; unklar, wie viel vom z.T. extrem hohen angebotenen Magnesium tatsächlich in dieser Zeit in den Körper gelangt; extrem höherer MgCl2-Verbrauch und Kosten als bei Ganzkörpereinreibung.

Mengen- und Kostenvergleich zwischen oraler und transdermaler Magnesiumzufuhr

0,7 g pures Magnesium (ca. 6 g Magnesiumchlorid) empfiehlt Dr. Sircus als ausreichende Magnesium-Dosis pro Tag. Je nach innerer oder äußerlicher Anwendungsart ist unterschiedlich viel Magnesium nötig, um diesen Tageswert aufzunehmen.

  1. für die Hauteinreibung genügen 5,86 g Magnesiumchloridpulver (= ca. 20 ml 31%iges Magnesiumöl) als Tagesdosis, da über die Haut 100% aufgenommen werden kann.
  2. für die orale Aufnahme ist die 3,3 fache Tagestrinkdosis nötig, d.h. 19,5 g Magnesiumchloridpulver (= ca. 66 ml 31%iges Magnesiumöl), da der Körper nur ca. 30% des Magnesiums aufnehmen kann.
  3. für ein 4-Liter Fußbad werden 250 g Magnesiumchlorid (= ca. 30 g Magnesium bei 3%iger MgCl2-Lösung) empfohlen.
  4. für ein 50-Liter-Vollbad werden 1000 g Magnesiumchlorid (= ca. 120 g Magnesium bei 1%iger MgCl2-Lösung) empfohlen.

Wieviel Magnesium bei einem Fuß- oder Vollbad tatsächlich vom Körper aufgenommen werden, ist m.W. nicht bekannt.

Üblicherweise verweigert ein gesunder Körper die Aufnahme eines Stoffes, sobald er eine gewisse Grenze überschreitet. Bei Magnesiumüberschuss scheiden die Nieren den Überschuss aus. In erwähnten Dosierungsfall landet der unaufgenommene Rest (vermutlich das meiste Magnesium) im Abfluss oder in der Toilette.

Kostenvergleich:

Beim Preis von 8,00 € für 1000 g Magnesiumchlorid kostet 1 g Magnesiumchlorid 0,8 Cent.

  1. Hauteinreibung: der Tagesbedarf von 0,7 g Magnesium (= ca. 6 g Magnesiumchlorid ) ist mit knapp 5 Cent zu erreichen.
  2. orale Aufnahme: der Tagesbedarf von 0,7 g Magnesium (= ca. 19,5 g Magnesiumchlorid ) ist mit ca. 16 Cent zu erreichen.
  3. Fußbad: bei 250 g Magnesiumchlorid betragen die Kosten 2,00 €.
  4. Vollbad: bei 1000 g Magnesiumchlorid betragen die Kosten 8,00 €

Ein Vollbad ist zweifellos angenehm und nützlich – aber mit Sicherheit auch die unwirtschaftlichste und zugleich teuerste Form der Magnesiumzuführung. Manche Magnesiumverkäufer empfehlen dann (zu ihrem finanziellen Wohl) wöchentlich 1-3 Bäder zu nehmen…

 

Wer benötigt Magnesium?

Beseitigungsdauer eines Magnesiummangels

Höhere Mg-Dosen können bei transdermaler Anwendung innerhalb von Minuten oder Stunden schon helfen, z.B. bei Schmerzen, Krämpfen oder besserer Schlaf nach einem abendlichen Fußbad.
Bei allg. Magnesiumdefizit sind jedoch für einen Ausgleich mehrere Wochen oder Monate stetiger Anwendung nötig. [mehr …]
In einer Studie zeigte sich, dass 75 Prozent der Teilnehmer nach nur vier Wochen mit täglichen Anwendung durch die Haut und Magnesiumöl-Fußbädern ihren intrazellulären Magnesiumlevel so anheben konnten, dass sie sich im empfohlenen Referenzbereich befanden.
Ausschließlich als Getränk oder Tablette zugeführtes Magnesium benötigte dagegen etwa 6 bis 12 Monate, um ein stärkeres intrazelluläres Magnesiumdefizit wieder ganz aufzufüllen.

Zur Erhaltung eines (schon erreichten) gesunden Magnesiumspiegels genügte es dann, täglich 1x die Gliedmaßen mit 20 ml Magnesiumöl einsprühen/massieren und 1-2 x monatlich ein Fußbad nehmen.

Geringe Nachteile der äußeren Anwendung; Warnhinweis

Echte Probleme oder wirklich negative Nebenwirkungen sind nicht bekannt. Allerdings können folgende unproblematische Erscheinungen auftreten:

  • leicht brennendes Gefühl, wenn die Magnesiumöl-Konzentration zu stark ist z.B. für empfindliche Schleimhäute, neu geheilte Haut, frisch rasierte oder radioaktiv bestrahlte Stellen. Dann das Magnesiumöl auf ein zuträglicheres Maß verdünnen.
  • falls die Haut zu trocken wird, kann man sie an den entsprechenden Stellen mit Öl oder Hautlotion einreiben.
  • empfindliche Haut bei diabetischen Wunden kann sich durch zu stark dosiertes Magnesiumchlorid abschälen. Dann das Magnesiumöl auf ein zuträglicheres Maß verdünnen.

Warnhinweis: im Zweifelsfall sollte ein Arzt konsultiert werden, wer schwerwiegende Nierenprobleme hat (Dialysepatient, schwere Niereninsuffizienz), bei Myasthenia gravis (Muskelleiden, bei dem die Muskeln so ermüdet sind, dass sie zeitweise gelähmt sein können) und sehr niedrigem Blutdruck hat.
Falls viel Magnesium Muskelschwäche hervorruft, vorübergehend mehr Calcium einnehmen.

 

Links zur Anwendung von Magnesiumchlorid

Vielen Dank und unseren Respekt über das gesammelte Wissen!

http://www.j-lorber.de/gesund/magnesium/magnesiumoel.htm

 

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