Zinkmangel beseitigen – Zink lebenswichtiges Element

Zink ein lebenswichtiges Element

Zinkmangel beseitigen
– Zink ein

lebenswichtiges Element

Stressempfindlich? Haarausfall? Infektanfällig? Müde? Leistungsschwach? Schlechte Haut? Unerfüllter Kinderwunsch? Vielleicht ist es ein Zinkmangel! Zink ist ein essentielles Spurenelement. Verständlich, dass ein Zinkmangel viele Gesundheitsprobleme verstärkt oder sogar auslöst. Umgekehrt bringt eine umfassende Zinkversorgung viele gesundheitliche Vorteile mit sich – von denen wir Ihnen die zehn bedeutendsten vorstellen.

Zink – Ein essentielles Spurenelement

Zink ist ein es­sen­ti­el­les Spu­ren­ele­ment, auf das der mensch­li­che Or­ga­nis­mus – wenn auch nur in klei­nen Men­gen – an­ge­wie­sen ist.

Der Zink-Be­darf wird fol­gen­der­mas­sen an­ge­ge­ben:
(Anmerkung der Red.: Der tägliche Bedarf/Menge pro Tag ist sehr schwankend und weicht von diesen Werten hier ab!) 

  • Kin­der (je nach Alter): 3 – 7 mg Zink pro Tag
  • Män­ner: 10 mg Zink pro Tag
  • Frau­en: 7 mg Zink pro Tag
  • Schwan­ge­re und Stil­len­de: 11 mg Zink pro Tag

Säug­lin­ge sind über die Mut­ter­milch per­fekt mit Zink ver­sorgt.

Zinkmangel kann jeden treffen

Oft wird be­haup­tet, Ve­ge­ta­ri­er und ganz be­son­ders Ve­ga­ner könn­ten sich mit ihrer Er­näh­rungs­wei­se nicht mit aus­rei­chend Zink ver­sor­gen, so dass bei ve­ga­ner und oft auch bei ve­ge­ta­ri­scher Er­näh­rung au­to­ma­tisch ein Zink­man­gel drohe.

Ja, Zink wird gar als ein „Pro­ble­m­ele­ment“ für Ve­ge­ta­ri­er be­zeich­net.

Zink aus tie­ri­schen Le­bens­mit­teln sei näm­lich viel bes­ser re­sor­bier­bar und ver­wert­bar als Zink aus pflanz­li­chen Quel­len – so heisst es.

Letz­te­res mag sein. Wir zei­gen, dass man mit einer ve­ga­nen und ve­ge­ta­ri­schen Er­näh­rungs­wei­se trotz­dem kei­nen Zink­man­gel ris­kiert. Im Ge­gen­teil. Zink­man­gel kann jeden tref­fen – ob er sich nun vegan, ve­ge­ta­risch oder ge­mischt er­nährt.

Zink­man­gel ist näm­lich nicht das Er­geb­nis einer be­stimm­ten Er­näh­rungs­rich­tung, son­dern das Er­geb­nis einer ins­ge­samt un­güns­ti­gen und un­ge­sun­den Er­näh­rungs­QUA­LI­TÄT.

Bevor wir je­doch er­klä­ren, wie man sich – auch rein vegan – pro­blem­los mit aus­rei­chend Zink ver­sor­gen kann, schau­en wir uns die Wir­kun­gen und Funk­tio­nen des Zinks ein­mal näher an, um einen mög­li­chen Man­gel an sei­nen ein­schlä­gi­gen Sym­pto­men rasch er­ken­nen zu kön­nen.

 

Welche Zinkformen haben die höchste Verfügbarkeit

Zink – Die 10 wichtigsten Eigenschaften des Spurenelements

Zink hat viele wich­ti­ge Auf­ga­ben im mensch­li­chen Kör­per, was man schon al­lein daran sieht, dess es Be­stand­teil von bis zu 300 En­zy­men ist.

1. Zink belebt den Stoffwechsel

Ein Teil die­ser En­zy­me ist bei­spiels­wei­se an der Ver­wer­tung der Nähr­stof­fe ( Koh­len­hy­dra­te, Pro­te­ine, Fette) be­tei­ligt. Würde Zink feh­len, dann müss­te der Stoff­wech­sel stark ge­dros­selt wer­den.

Den­ken Sie daher bei lang­sa­mem Stoff­wech­sel immer auch an Zink (z. B. wenn eine er­wünsch­te Ge­wichts­ab­nah­me trotz ge­rin­ger Ka­lo­ri­en­auf­nah­me ein­fach nicht ein­tref­fen will).

2. Zink fördert Muskelaufbau, Hautgesundheit und Heilprozesse aller Art

Ein an­de­rer Teil der zink­ab­hän­gi­gen En­zy­me ar­bei­tet an der Zell­tei­lung sowie am Pro­te­in­auf­bau mit. Das be­deu­tet, dass ohne Zink weder Mus­kel­auf­bau noch Heil­pro­zes­se statt­fin­den kön­nen.

Lei­det man an Zink­man­gel, so merkt man dies be­son­ders an Haut- und Schleim­haut­pro­ble­men sowie an einer schwa­chen Ab­wehr­kraft.

Das liegt daran, dass Haut, Schleim­häu­te und das Im­mun­sys­tem zu den Zell­sys­te­men mit hoher Zell­tei­lungs­ra­te ge­hö­ren. Bei Zink­man­gel kann aber genau diese schnel­le Zell­tei­lung nicht mehr so ra­sant ab­lau­fen, wie es für diese Zell­sys­te­me nötig wäre.

Rasch kommt es nun zu den fol­gen­den Sym­pto­men:

  • Ge­schmacks­stö­run­gen (Mund­schleim­haut)
  • Durch­fall (Darm­schleim­haut)
  • Der­ma­ti­tis und Akne (Haut): For­scher konn­ten bei jun­gen Män­nern di­rekt eine Akne aus­lö­sen, wenn diese nur 12 Tage lang eine zink­ar­me Er­näh­rung er­hiel­ten. In ähn­li­chen Stu­di­en konn­ten mit einer zink­ar­men Er­näh­rung Aph­then, Ge­sichts­aus­schlä­ge und Fuss­pilz aus­ge­löst wer­den. Wurde an­schlies­send wie­der Zink ver­ab­reicht, ver­schwan­den die Sym­pto­me so schnell wie­der, wie sie ge­kom­men waren.
  • er­höh­te In­fekt­an­fäl­lig­keit (Im­mun­sys­tem)
  • ver­zö­ger­te Heil­pro­zes­se und Wund­hei­lungs­stö­run­gen (äus­ser­lich Haut/in­ner­lich Schleim­häu­te)
  • ver­zö­ger­te Ge­ne­sung: Zink er­höht die Selbst­hei­lungs­kraft des Or­ga­nis­mus gar so stark, dass eine Stu­die aus dem Jahr 2004 zei­gen konn­te, wie hö­he­re Zink­spie­gel bei Pa­ti­en­ten, die an einer Lun­gen­ent­zün­dung lit­ten, die Ge­ne­sung be­schleu­nig­ten und Kran­ken­haus­auf­ent­hal­te ver­kürz­ten. Selbst bei Ma­gen­ge­schwü­ren kann Zink den Heil­pro­zess för­dern und zu einer früh­zei­ti­ge­ren Ge­ne­sung füh­ren.
  • bei Kin­dern über­dies zu Wachs­tums­stö­run­gen

 

3. Zink gegen Haarausfall

Da auch die Haar­fol­li­kel zu den Be­rei­chen mit schnel­ler Zell­tei­lungs­ra­te ge­hö­ren, macht sich ein Zink­man­gel nicht sel­ten auch durch Haar­aus­fall be­merk­bar.

Wird der Zink­man­gel be­ho­ben und war er der al­lei­ni­ge Grund des Haar­aus­falls, setzt rasch wie­der (spä­tes­tens nach drei Mo­na­ten) neuer Haar­wuchs ein.

4. Zink steigert die Abwehrkraft

Zink ist be­son­ders für seine ab­wehr­stei­gern­de Wir­kung be­kannt, wes­halb es in Grip­pe­zei­ten oft als Be­stand­teil von Brau­se­ta­blet­ten gegen In­fek­te bzw. zur Stei­ge­rung der Ab­wehr­kraft ver­kauft wird.

Folg­lich wird Zink häu­fig be­glei­tend bei In­fek­tio­nen aller Art, wie z. B. grip­pa­len In­fek­ten, aber auch Magen-Darm-In­fek­ten ein­ge­setzt.

Zink wirkt näm­lich an­ti­vi­ral und stei­gert merk­lich die Im­m­unfunk­tio­nen. Bei Zink­man­gel hin­ge­gen nimmt die Ak­ti­vi­tät der ver­schie­de­nen Ab­wehr­zel­len (T-Hel­fer-, T-Kil­ler- und der na­tür­li­chen Kil­ler­zel­len) dras­tisch ab.

5. Zink hilft bei der Entgiftung

Auch in Sa­chen Ent­gif­tung und Ent­schla­ckung gilt Zink als we­sent­li­che Kom­po­nen­te des kör­per­ei­ge­nen Schutz­sys­tems. Denn Zink ist ein wich­ti­ger Bau­stoff von En­zy­men, die der Kör­per zur Ent­gif­tung ein­setzt.

Als Be­stand­teil der Al­ko­hol­de­hy­dro­ge­na­se hilft Zink bei­spiels­wei­se bei der Al­ko­ho­lent­gif­tung, als Be­stand­teil des Me­tal­lo­thionein bei der Schwer­me­tal­lent­gif­tung und als Be­stand­teil der Su­per­oxid­dis­mu­ta­se (SOD) bei der Be­kämp­fung frei­er Ra­di­ka­le – um nur drei Be­spie­le zu nen­nen.

6. Zink hebt die Stimmung

Stu­di­en haben fer­ner ge­zeigt, dass Zink – wenn ein Zink­man­gel vor­lag – wie ein An­ti­de­pres­si­vum wir­ken kann. Zink­man­gel kann also schwer­mü­tig ma­chen. Wird dann wie­der aus­rei­chend Zink auf­ge­nom­men, steigt die Stim­mung wie­der.

Die Er­klä­rung dafür ist, dass Zink ein wich­ti­ger Be­stand­teil eines En­zyms ist (der Aro­ma­ti­schen L-Ami­no­säu­re-De­c­ar­boxy­la­se), das wie­der­um beim Auf­bau von Se­ro­to­nin mit­hilft. Und Se­ro­to­nin ist be­kannt­lich jener Bo­ten­stoff, der für ein aus­ge­gli­che­nes See­len­le­ben zu­stän­dig ist.

Lesen Sie dazu auch: Se­ro­to­nin – Wer­den Sie zum Meis­ter Ihres See­len­le­bens

7. Zink wichtig im Alter

Auch für die geis­ti­ge und neu­ro­lo­gi­sche Fit­ness bis ins hohe Alter ist Zink un­ent­behr­lich. So weiss man, dass Pa­ti­en­ten, die an Alz­hei­mer oder Par­kin­son lei­den, häu­fig viel zu nied­ri­ge Zink­wer­te auf­wei­sen.

Hier würde also eine Be­he­bung der vor­lie­gen­den Nähr­stoff­män­gel oft schon zu einer Bes­se­rung der Sym­pto­me füh­ren – zumal bei den ge­nann­ten Krank­hei­ten sel­ten nur Zink fehlt. Meist feh­len auch Vit­amin D, Omega-3-Fett­säu­ren, Ma­gne­si­um etc.

Im Alter lässt über­dies oft das Au­gen­licht nach. Auch hier kann Zink be­hilf­lich sein, da es ge­mein­sam mit Vit­amin A – dem Augen-Vit­amin – agiert.

Zwar weiss man noch nicht si­cher, in­wie­fern ein mög­li­cher Zink­man­gel ur­säch­lich an al­ters­be­ding­ter Seh­schwä­che be­tei­ligt ist. Doch lässt sich re­gel­mäs­sig fest­stel­len, dass der Zink­spie­gel der Netz­haut par­al­lel zum Sicht­ver­lust sinkt.

8. Zink gegen Diabetes

Zink ist über­dies Be­stand­teil der Spei­ch­er­form des In­su­lins, so dass es auch ganz be­son­ders für Dia­be­ti­ker ent­schei­dend ist, den ei­ge­nen Zink­sta­tus zu über­prü­fen.

Dia­be­ti­ker mit nied­ri­gen Zink­wer­ten lei­den über­dies unter viel stär­ke­ren Be­gleit­erschei­nun­gen wie Blut­hoch­druck, ko­ro­na­ren Ar­te­ri­en­er­kran­kun­gen und er­höh­ten Trigly­ce­rid-Wer­ten.

Wenn man dann noch be­denkt, wie häu­fig Dia­be­ti­ker über schlecht hei­len­de Wun­den kla­gen, Zink aber genau diese Heil­pro­zes­se för­dern kann, wird schnell klar, dass Zink für Dia­be­ti­ker aus­ser­or­dent­lich wich­tig ist.

9. Zink in der Schwangerschaft

Selbst ein bloss ge­rin­ger Zink­man­gel wird mit mas­si­ven ge­sund­heit­li­chen Aus­wir­kun­gen wäh­rend der Schwan­ger­schaft in Ver­bin­dung ge­bracht.

Hier­zu zäh­len unter an­de­rem ato­ni­sche Blu­tun­gen nach der Ge­burt (Blu­tun­gen, die sich selbst nicht mehr stil­len), un­zu­rei­chen­de Wehen, eine über­lan­ge Schwan­ger­schaft sowie ein un­ge­wöhn­li­ches Ge­schmacks­emp­fin­den.

Da in der Schwan­ger­schaft und Still­zeit der Zink­be­darf steigt, ist hier be­son­ders dar­auf zu ach­ten, dass auch wirk­lich ge­nü­gend Zink auf­ge­nom­men wird.

Nicht sel­ten ist es je­doch so, dass eine Schwan­ger­schaft gar nicht erst ein­tre­ten will. Auch an die­sem Pro­blem könn­te Zink be­tei­ligt sein – wird es doch oft als „Frucht­bar­keits­ele­ment“ be­zeich­net.

10. Zink – Das Fruchtbarkeitselement

Im mensch­li­chen Kör­per gibt es man­che Re­gio­nen, die be­son­ders zin­k­reich sind. Dazu ge­hö­ren die Sper­mi­en­flüs­sig­keit, die Pro­sta­ta, die Ne­benho­den sowie die Ei­er­stö­cke.

Bei Zink­man­gel sind alle diese Zonen un­ter­ver­sorgt. Beim Mann kommt es zu einer Ver­min­de­rung der Sper­mi­en­an­zahl. Die noch üb­ri­gen Sper­mi­en ver­lie­ren an Be­weg­lich­keit.

Erst wenn wie­der mit aus­rei­chend Zink ver­sorgt wird, steigt die Frucht­bar­keit von Mann und Frau wie­der an.

Auch wenn also vom Zink täg­lich nur we­ni­ge Mil­li­gramm von­nö­ten sind, wäre es un­güns­tig, das Spu­ren­ele­ment nicht ernst genug zu neh­men.

Über­prü­fen Sie daher, ob Sie mög­li­cher­wei­se das eine oder an­de­re Zink­man­gel­sym­ptom an sich be­ob­ach­ten kön­nen, che­cken Sie dar­auf­hin, ob Ihre Er­näh­rungs- und Le­bens­wei­se Sie mit ge­nü­gend Zink ver­sor­gen kann und ob Sie even­tu­ell Me­di­ka­men­te ein­neh­men, die Ihren Zink­spie­gel sen­ken.

 

Versucht man die Bevölkerung umzupolen!

 

Fragen der Redaktion:

Hypogonadismus
Wird ein Zinkmangel bei der Bevölkerung bewußt erzeugt????

 

Medikamente senken Zinkspiegel

Zu den Me­di­ka­men­ten, die den Zink­spie­gel sen­ken kön­nen, z. B. indem sie eine über­mäs­si­ge Zink­aus­schei­dung mit dem Urin for­cie­ren, ge­hö­ren die fol­gen­den:

Et­li­che die­ser Me­di­ka­men­te wer­den über lange Zeit­räu­me ein­ge­nom­men, man­che sogar über Jahr­zehn­te hin­weg, z. B. Mit­tel gegen Blut­hoch­druck, die Pille, Cor­ti­son, Li­pid­sen­ker etc. und kön­nen auf diese Weise zu einem chro­ni­schen und merk­li­chen Zink­man­gel füh­ren.

Zur ur­sprüng­li­chen Krank­heit, gegen die man die Me­di­ka­men­te ein­nimmt, ge­sel­len sich dann noch die Sym­pto­me des Zink­man­gels.

Und da Zink – wie Sie wis­sen – an Heil­pro­zes­sen be­tei­ligt ist, sinkt die Chan­ce, dass die Krank­heit je ge­lin­dert oder gar aus­ge­heilt wer­den könn­te, immer wei­ter.

Doch nicht al­lein Me­di­ka­men­te kön­nen einen Zink­man­gel ent­ste­hen las­sen. Es gibt noch wei­te­re Ri­si­ko­fak­to­ren, die zu einem Zink­man­gel füh­ren kön­nen:

Risikofaktoren für Zinkmangel

Wer gerne Al­ko­hol trinkt, soll­te wis­sen, dass Al­ko­hol die Zink­aus­schei­dung mit dem Urin er­höht (und auch die Aus­schei­dung an­de­rer Mi­ne­ral­stof­fe und Spu­ren­ele­men­te).

Wer sich in einer Le­bens­la­ge mit einem er­höh­ten Zink­be­darf be­fin­det, soll­te dar­auf ach­ten, den er­höh­ten Be­darf auch tat­säch­lich ent­we­der mit der Nah­rung oder mit einem Nah­rungs­er­gän­zungs­mit­tel zu de­cken.

Mehr Zink als ge­wöhn­lich be­nö­ti­gen bei­spiels­wei­se Schwan­ge­re, Stil­len­de, Leis­tungs­sport­ler (auf­grund hoher Zink­ver­lus­te mit dem Schweiss – 1 mg/Liter Schweiss) und äl­te­re Men­schen.

Wer an einer chro­ni­schen Krank­heit lei­det, soll­te in jedem Fall re­gel­mäs­sig seine Zink­wer­te (und die Werte an­de­rer Nähr- und Vi­tal­stof­fe) über­prü­fen las­sen, da viele Krank­hei­ten ent­we­der die Vi­tal­stoff-Aus­schei­dung er­hö­hen oder die Vi­tal­stoff-Re­sorp­ti­on ver­schlech­tern, was bei­des den Be­darf na­tür­lich stark stei­gen lässt.

Zu die­sen Krank­hei­ten ge­hö­ren:

  • All­er­gi­en
  • Ar­thri­tis
  • Dia­be­tes
  • akute und chro­ni­sche In­fek­tio­nen
  • Alle Er­kran­kun­gen, die mit Durch­fall ein­her­ge­hen kön­nen, z. B. Reiz­darm-Syn­drom oder chro­nisch ent­zünd­li­che Darm­er­kran­kun­gen
  • Krebs
  • Ma­ger­sucht
  • Nie­ren­krank­hei­ten oder auch
  • die Kryp­to­pyr­rolu­rie (KPU), die lange Zeit in Ver­ges­sen­heit ge­ra­ten war, in letz­ter Zeit aber von immer mehr The­ra­peu­ten wie­der be­rück­sich­tigt wird.

Zinkmangel bei Kryptopyrrolurie

Bei der Kryp­to­pyr­rolu­rie (KPU) han­delt es sich um eine Stoff­wech­sel­stö­rung, die 10 Pro­zent der Be­völ­ke­rung be­trifft und die mit einem hohen Ver­lust drei­er Vi­tal­stof­fe ein­her­geht: Zink, Man­gan und Vit­amin B6

Viele Men­schen wis­sen nicht, dass sie KPU-Be­trof­fe­ne sind. Über einen ein­fa­chen Urin­test kann dies je­doch beim Arzt über­prüft wer­den.

KPU-Be­trof­fe­ne lei­den nicht an einem spe­zi­el­len Sym­ptom, son­dern an einer re­gel­rech­ten Sym­ptom­viel­falt, was un­schwer vor­zu­stel­len ist, wenn man weiss, dass die­sen Men­schen min­des­tens drei Vi­tal­stof­fe feh­len.

Sie feh­len dazu noch in so hohen Dosen, dass der er­höh­te Be­darf mit der Nah­rung nicht mehr auf­ge­füllt wer­den kann. Hoch­do­sier­te Nah­rungs­er­gän­zungs­mit­tel müs­sen in die­sem Fall ein­ge­nom­men wer­den, was dann je­doch oft zu einer schnel­len Bes­se­rung der be­las­ten­den Sym­pto­me füh­ren kann.

Zur KPU-Sym­pto­ma­tik ge­hö­ren z. B. die fol­gen­den Be­schwer­den:

Und viele wei­te­re mehr…

Bei KPU wer­den ab­ge­se­hen von Man­gan und Vit­amin B6 zwei Mal täg­lich je 15 mg Zink ein­ge­nom­men. Meist feh­len bei KPU auch die Vit­ami­ne D und B12 sowie Ma­gne­si­um und Chrom.

KPU ist je­doch eine Aus­nah­me-Si­tua­ti­on. Unter nor­ma­len Um­stän­den lässt sich der Zink­be­darf wun­der­bar mit der Er­näh­rung de­cken.

 

Lebensmittel mit hohem Zinkanteil

Nehmen Sie genug Zink zu sich?

Zink be­fin­det sich nor­ma­ler­wei­se in Le­bens­mit­teln, die reich an Pro­te­inen sind. Und die Pro­te­ine sind es auch, die für eine leich­te Auf­nah­me des Spu­ren­ele­ments sor­gen.

Hohe Zink­wer­te fin­den sich daher in Fleisch­pro­duk­ten und Käse (2 bis 5 mg/100g), aber auch in Ge­trei­de­pro­duk­ten (2 bis 4 mg/100g).

Hül­sen­früch­te lie­fern 2 bis 3,5 mg Zink pro 100g.

Spit­zen­rei­ter in Sa­chen Zink sind je­doch – gleich nach den Aus­tern mit 8 bis 9 mg pro Aus­ter – die Öl­saa­ten, wie z. B. Kür­bis­ker­ne (7 mg pro 100 g), Lein­saat und Mohn.

Da man je­doch leich­ter 100 g Fleisch, Lin­sen oder Brot essen kann als etwa 100 g Lein­saat oder gar Mohn, re­la­ti­vie­ren sich hier die hohen Zink­men­gen wie­der.

Früch­te und Ge­mü­se hin­ge­gen lie­fern recht ge­rin­ge Zink­men­gen (0,1 bis 1 mg pro 100 g). Doch kön­nen von Obst und Ge­mü­se leicht grös­se­re Men­gen und dann auch grös­se­re Zink­men­gen ver­zehrt wer­den, so dass auch diese Le­bens­mit­tel­grup­pe eine sehr wich­ti­ge Zin­k­quel­le dar­stellt, die lei­der viel zu oft un­ter­schätzt wird.

Schon al­lein diese Über­sicht zeigt, dass nicht nur Fleisch und Aus­tern Zink lie­fern, son­dern pflanz­li­che Le­bens­mit­tel eben­falls.

Was die Zinkaufnahme hemmt

Dar­über hin­aus kommt es nicht nur auf die Zink­men­ge an, die in einem Le­bens­mit­tel steckt, son­dern auch auf die üb­ri­gen Stof­fe, die es in die­sem Le­bens­mit­tel sonst noch gibt und die die Zin­k­re­sorp­ti­on be­hin­dern oder auch för­dern kön­nen.

In Milch­pro­duk­ten bei­spiels­wei­se be­hin­dern das Ca­sein (Milch­pro­te­in) und auch die hohen Cal­ci­um- und Phos­ph­at­men­gen die Zin­k­auf­nah­me.

In Hül­sen­früch­ten, Öl­saa­ten und Ge­trei­de wie­der­um ist es ins­be­son­de­re die Phytin­säu­re, die sich an Zink bin­den und damit des­sen Ver­wert­bar­keit re­du­zie­ren kön­nen soll.

Daher heisst es oft, Ve­ge­ta­ri­er und Ve­ga­ner näh­men zwar ein Drit­tel mehr Zink mit der Nah­rung auf, doch könn­te das Zink auf­grund der Phytin­säu­re ja nicht ver­wer­tet wer­den.

Das aber ist zu kurz ge­dacht. Denn be­ach­tet man bei der Zu­be­rei­tung die­ser Le­bens­mit­tel ei­ni­ge Klei­nig­kei­ten (die in einer ge­sun­den Küche so­wie­so gang und gäbe sind), dann kann die Phytin­säu­re ab­ge­baut und die vor­han­de­ne Zink­men­ge zu einem hö­he­ren An­teil re­sor­biert wer­den.

Viel­leicht ist das der Grund, warum sich Wis­sen­schaft­ler immer wie­der wun­dern, wie es sein kann, dass Ve­ga­ner trotz Phytin­säu­re ein­fach kei­nen Zink­man­gel auf­wei­sen, ja, deren Zink­blut­wer­te mit denen der Al­le­ses­ser völ­lig iden­tisch sind.

Wie also be­rei­tet man Hül­sen­früch­te, Öl­saa­ten und Ge­trei­de zu, um in den Ge­nuss des darin ent­hal­te­nen Zinks zu ge­lan­gen?

 

Zinkverluste durch Kochen, Lagerung und Verarbeitung

Wie viele an­de­re Mi­ne­ral­stof­fe und Spu­ren­ele­men­te ist auch Zink sehr sta­bil wäh­rend der La­ge­rung eines Le­bens­mit­tels. Ja, das Le­bens­mit­tel wird eher ver­der­ben, bevor der Zink­ge­halt sin­ken wird.

Auch wäh­rend des Ko­chens min­dert sich der Zink­ge­halt nur dann, wenn Koch­was­ser weg­ge­schüt­tet wird, aber nicht etwa beim Düns­ten oder Bra­ten.

Wäh­rend der in­dus­tri­el­len Ver­ar­bei­tung von Le­bens­mit­teln gehen hin­ge­gen grös­se­re Zink­men­gen ver­lo­ren, ins­be­son­de­re dann, wenn bei­spiels­wei­se aus Voll­korn­mehl Weiss­mehl her­ge­stellt wird, das nur noch wenig Zink lie­fert, aber in der Vi­tal­kost­kü­che ja so­wie­so kei­nen Platz ein­nimmt.

Eine Er­näh­rung aus reich­lich Fer­tig­pro­duk­ten, iso­lier­ten Koh­len­hy­dra­ten (Weiss­mehl, Stär­ke, po­lier­ter Reis) und zu vie­len Milch­pro­duk­ten kann daher viel eher zu einem Zink­man­gel füh­ren als eine ve­ga­ne Er­näh­rung, die aus hoch­wer­ti­gen und vi­tal­stoff­rei­chen Zu­ta­ten stets frisch zu­be­rei­tet und ab­wechs­lungs­reich ge­stal­tet wird.

Anmerkung der Redaktion:

Die Wirksamkeit einer Zink Supplementation bei Kindern mit einer schweren Lungenentzündung

Eine randomisierte, Placebo-kontrollierte, klinische Doppelblindstudie mit 128 Kindern im Alter zwischen 3 und 60 Monaten zeigt, dass eine Zink Nahrungsergänzung den Heilungsprozess verschiedener schwerer Lungenentzündungen reduzieren konnte. Die Dauer des Krankenhausaufenthalts hat sich signifikant reduziert.

Kurz: Eine Zink Substitution könnte die Behandlung schwerer Lungenentzündungen unterstützen.

 

 

Vielen Dank für den sehr guten Beitrag:

https://www.zentrum-der-gesundheit.de/zinkmangel-beheben-ia.html

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