Vorbestrafte Transperson nimmt als falsche Polizistin an Einsätzen teil: Behörden machtlos?

Der Irrsinn ist kaum zu überbieten!

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Der Fall hört sich an wie eine Komödie, doch es ist eine Realität, die für die Berliner Polizei zu einem großen Problem werden könnte. Seit zwei Jahren ist die Transgender K. als falsche Polizistin in Berlin unterwegs. Sie nimmt an Einsätzen teil, verhaftet Randalierer und trägt eine echte Polizeiuniform. Die Behörde scheint machtlos zu sein.

Wie die „Berliner Morgenpost“ berichtet, wurde die Transgenderfrau K., die sich als Polizistin ausgibt, vor einer Woche an der Prinzenallee in Gesundbrunnen erneut festgenommen.

Es ist nicht das erste Mal – K. saß bereits wegen Amtsanmaßung 14 Monate im Gefängnis. Das scheint sie allerdings nicht zu stören.

„Ich will trotzdem weitermachen“, sagt sie.

Für die Berliner Polizei ist dieser Vorfall extrem schwierig, denn sie scheint gegen K. offensichtlich nichts machen zu können. K. bezieht ihre Kleidung nach eigenen Aussagen zum Teil von echten Polizisten.

Zudem steht sie eigentlich unter Beobachtung des Landeskriminalamtes (LKA) Spree – einem Zentrum für täterorientierte Prävention bei rückfallgefährdeten Sexualstraftätern.

Die 22-Jährige, die als Mann zur Welt kam und jetzt als Frau lebt, saß dreieinhalb Jahre wegen sexueller Nötigung im Gefängnis.

„Das ist auch der Grund, warum ich nicht als Polizistin arbeiten kann. Ich habe nichts Schlechtes im Sinn. Ich will Menschen doch nur helfen“, sagt sie in diesem Zusammenhang.

Und das tut K. auch im eigenen Verständnis, indem sie als falsche Polizistin in Berlin unterwegs ist und echte Fälle bearbeitet.

So war sie laut eigenen Aussagen beispielsweise zur Massenschlägerei zwischen Youtubern auf dem Alexanderplatz im April dieses Jahres mit anderen „echten“ Polizisten ausgerückt.

Sie habe zusammen mit „Kollegen“ Personalien der Randalierer aufgenommen und Leute festgesetzt.

„Wir haben die Situation geklärt“, erklärt K.

Um die neusten Einsätze nicht zu verpassen, informiere sie sich online, was in der Stadt passiere. Manchmal greife sie aber auch ein, wenn sie in der Stadt unterwegs sei und etwas beobachte. Manches soll sie gar direkt von Polizisten erfahren. Zudem behauptet sie, auch schon in Polizeiwagen gefahren zu sein.

Endgültig nachprüfen, ob all ihre Geschichten wahr sind, lässt sich im Moment nicht, fest steht jedoch, daß der Fall für die Polizei ernstzunehmende Konsequenzen nach sich ziehen könnte.

Woher kommt die Original-Uniform?

Laut der „Berliner Morgenpost“ zieht die erneute Festnahme von K. in Wedding weitreichende Ermittlungen nach sich – nicht zuletzt, weil sie bei ihrer neulichen Festnahme vor einer Woche nicht nur echte Uniformteile trug, sondern auch einen Schlagstock, Handschellen, Pfefferspray, eine Waffenattrappe, Hoheitsabzeichen und ein Patch der Direktion 5 (Neukölln und Friedrichshain-Kreuzberg).

Alles original und eigentlich nicht frei verkäuflich. Nun müsste die Polizei intern also der Frage nachgehen, woher K. die Sachen überhaupt bekam und warum sie seit zwei Jahren, trotz Beobachtung durch das LKA und Verurteilung, in Berlin „ermitteln“ kann.

Ihre Täuschung sei so gut gewesen, daß sie auch diesmal nur zufällig erwischt wurde. Laut dem Blatt kam es echten Polizisten komisch vor, daß die falsche Polizistin bei sommerlichen Temperaturen die komplette Dienstkleidung korrekt trug – inklusive Jacke.

„Das war mein Fehler“, räumt auch K. ein.

Gegen die 22-Jährige soll nun jedenfalls wegen Amtsanmaßung sowie wegen Verstoßes gegen das Waffen- und Betäubungsmittelgesetz ermittelt werden.

Quelle Sputnik

 

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