5. März 2021

Vereinbarung für Bekämpfung illegaler Migration über den Ärmelkanal unterzeichnet

Großbritannien und Frankreich haben ein Abkommen über Maßnahmen zur verstärkten Bekämpfung der illegalen Migration über den Ärmelkanal unterzeichnet, teilte das britische Innenministerium in einer Pressemitteilung am Samstag mit.

Das Abkommen wurde von der britischen Innenministerin Priti Patel und dem französischen Innenminister Gerald Darmanin signiert.

„Gemäß dem neuen Abkommen (…) wird sich die Zahl der Beamten, die französische Strände patrouillieren, verdoppeln. (Patel und Darmanin) bekräftigten ihr Engagement, diese Route undurchführbar zu machen”, hieß es.

Die Zahl der französischen Offiziere soll ab dem 1. Dezember erhöht werden.

Laut der Pressemitteilung basiert das Abkommen auf einem Kooperationsrahmen, der sich bereits als wirksam erwiesen hat, um den Anteil der erfolgreich unterbundenen und verhinderten Überquerungsversuche von 41 Prozent im Jahr 2019 auf 60 Prozent in den letzten Wochen zu erhöhen.

Nicht nur die Zahl der französischen Offiziere wird gemäß dem Abkommen erhöht – sie sollten auch ein „verbessertes Paket modernster Überwachungstechnologie” erhalten – einschließlich Drohnen, Radargeräte, optronische Ferngläser und Kameras. Auch der verbesserte Informationsaustausch soll den französischen Beamten helfen, „Migranten davon abzuhalten, französische Strände zu verlassen”.

„Zusätzlich zu diesen neuen operativen Plänen werden wir ein neues Asylsystem einführen, das streng und fair ist, und ich werde nächstes Jahr neue Gesetze vorlegen, um dieser Verpflichtung nachzukommen”, so Patel der Pressemitteilung zufolge.

Insbesondere wollen London und Paris sicherstellen, dass Migranten, die Asyl benötigen, es auf legale und sichere Wege bekommen, und dass die Menschen, die aus „sicheren EU-Ländern” kommen, um das Asylsystem zu missbrauchen, abgeschoben werden.

https://de.sputniknews.com/ausland/20201129328452863-illegale-migration-aermelkanal/