27. Januar 2021

Zocken auf Kosten der Ärmsten – die schmutzigen Machenschaften der Konzerne – incl. Manipulation und Ausbeutung

Am Anfang steht der Rohstoff – Die Schweiz ist mittlerweile Europas wichtigste Drehscheibe im Rohstoffhandel. Mehr als 500 Handelshäuser sind hier dank niedriger Steuern und schwacher staatlicher Kontrolle tätig. Während die Rohstoffhändler Milliarden verdienen, bleiben die Menschen der Förderländer arm und haben mit Korruption, Menschenrechtsverletzungen und Umweltschäden zu kämpfen. Zahlreiche Schweizer Unternehmen sind direkt oder über Tochterfirmen im Ausland tätig. Schon lange stehen die Konzerne in der Schweiz von Menschenrechts- und Umweltorganisationen im Visier. Sechs der zehn umsatzstärksten Schweizer Unternehmen sind Rohstoffkonzerne mit reichlich Skandalen auf Kosten der Ärmsten dieser Welt. So brachte eine dreijährigen Recherchen von Public Eye  ein bis dann nur Insidern bekanntes globales Geschäftsmodell ans Licht. Die Rohstoffhandelsfirmen nutzten die laschen afrikanischen Standards systematisch aus. So wurden aus Togo  knapp sieben Tonnen Gold in die Schweiz eingeführt, und das, obwohl Togo kaum Gold produziert. Die Edelmetalle wurden im Nachbarland Burkina Faso abgebaut wurde. Nicht nur, dass die Menschen dort in 12-Stunden-Schichten und einer existenziellen Sicherheits- und Gesundheitsrisiken ausgesetzt sind, etwa 30 bis 50 Prozent dieses Goldes wurde von Kindern gefördert. Durch den Schmuggel entgingen Burkina Faso, einem der ärmsten Länder der Welt, zudem wichtige Einnahmen. Die Tessiner Firma Valcambi, wo das Gold aus Kinderhänden raffiniert wurde, wäre eigentlich durch einen Branchenstandard und ihren eigenen „Code of Conduct“ freiwillig zur Überprüfung ihrer Lieferkette verpflichtet gewesen. Und auch der Schweizer Nahrungsmittelkonzern Nestlé steht immer wieder wegen zahlreichen Menschenrechts- und Umweltverstößen in der Kritik, doch Konzernverantwortung sucht man vergebens, wie aktuelle Recherchen zeigen.

Und auch die vier größten Rohstoffhändler der Welt  mit zusammen mehr als 100 Milliarden Dollar im Jahr, erwirtschaften ihre Umsätze auf Kosten der Ärmsten. Konzerne sollen endlich gezwungen werden ihre Lieferketten besser zu kontrollieren und Verantwortung übernehmen. Immer mehr Verbraucher fordern von Konzernen mehr Transparenz in ihren Lieferketten und eine Haftung bei Menschenrechts- und Umweltverletzungen. In der Schweiz können die Bürger sogar darüber abstimmen, dass die Multis weltweit zur Achtung von Menschenrechts- und Umweltstandards verpflichten werden sollen.

Konzerne sollen zur Rechenschaft gezogen werden können für Kinderarbeit auf Kakakoplantagen in Burkina Faso, verschmutzte Flüsse im Kongo oder vergiftete Bäuerinnen und Bauern auf Baumwollfeldern in Indien.

Wenn wir in unserem echten Leben „Monopoly“ spielen, dann bedeutet das für die Verlierer den sicheren Tod! Wer ist Eigentümer der Lebensgrundlagen der Menschen? – Das ist die wichtigste Frage des Lebens; Denn wer die Lebensgrundlagen der Menschen besitzt, kontrolliert deren gesamtes Leben, entscheidet über Krieg und Frieden, über Leben und Tod.

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