5. März 2021

Norwegen kriminalisiert Hassreden gegen Transsexuellen – In Privatwohnungen oder auch bei Privat-Gesprächen

In dieser Woche verabschiedete die Legislative (ohne auch nur eine Abstimmung) ein neues Strafgesetz, das Menschen dafür bestraft, dass sie in ihrer eigenen Wohnung oder in privaten Gesprächen etwas sagen, was als Hassrede auf Transgender gilt.

Justizministerin und Ministerin für öffentliche Sicherheit Monica Maeland erklärte den Sieg, weil die Sprachregelung “an die auftretenden praktischen Situationen angepasst werden muss”. Die “praktische Situation” umfasst das Sprechen mit dem eigenen Ehepartner oder der eigenen Familie.

Birna Rorslett, Vizepräsidentin der Association of Transgender People in Norwegen, fügte hinzu, dass die Möglichkeit, sich gegen transsexuelle Werte oder Themen auszusprechen, “seit vielen, vielen Jahren ein Schandfleck für transsexuelle Menschen ist”.

Solche Sprachkontrollen in Europa haben zu einem abschreckenden Effekt auf politische und religiöse Äußerungen geführt. In ihren Häusern werden die Menschen oft religiöse und politische Ansichten teilen, die von mehrheitlichen Werten oder Überzeugungen abweichen. Dieses Gesetz würde diese Gespräche regulieren und die Äußerung verbotener Standpunkte kriminalisieren.

Wie wir kürzlich diskutiert haben, ergab eine Umfrage in Deutschland, dass nur 18 Prozent der Deutschen sich frei fühlen, ihre Meinung in der Öffentlichkeit zu äußern. Vor allem über 31 Prozent der Deutschen fühlten sich nicht einmal frei, ihre Meinung privat unter Freunden zu äußern. Nur 17 Prozent fühlten sich frei, sich im Internet zu äußern, und 35 Prozent sagten, dass die Redefreiheit auf die kleinsten privaten Kreise beschränkt sei.

 

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https://uncut-news.ch/2020/11/30/norwegen-kriminalisiert-hassreden-gegen-transsexuelle-in-privatwohnungen-oder-auch-bei-privat-gespraechen/