21. Januar 2021

Konflikt im Jemen forderte 230.000 Todesopfer

Mindestens 230.000 Menschen sind zwischen 2015 und 2020 bei dem bewaffneten Konflikt im Jemen und anderen damit zusammenhängenden Umständen ums Leben gekommen. Dies geht aus einer Twitter-Mitteilung des Amtes der Vereinten Nationen für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten (UNOCHA) hervor.

„Der Konflikt im Jemen hat bereits 233.000 Menschen das Leben gekostet. Diese erschütternde Zahl ist inakzeptabel“, hieß es in der Erklärung.

Die Organisation ruft zu einem sofortigen Waffenstillstand auf.Im Jemen dauern seit 2014 Kämpfe zwischen den aufständischen Huthis und den Anhängern des Präsidenten Abd Rabbuh Mansur Hadi an, der seit 2015 von der saudisch geführten Militärkoalition unterstützt wird. Seit dieser Einmischung im Jahr 2015 hat sich die Konfrontation deutlich intensiviert. Die Militäroperation gegen die Aufständischen, die weite Teile des Jemen unter ihre Kontrolle gebracht hatten, wurde von Bahrain, Kuwait, Katar und den Vereinigten Arabischen Emiraten unterstützt. Ihnen schlossen sich Ägypten, Jordanien, Marokko, Pakistan und der Sudan an.

Die Huthi-Rebellen hatten das Land überrannt und kontrollieren heute die Hauptstadt Sanaa sowie große Gebiete vor allem im Norden und im Westen. Als Reaktion auf die ständigen Luftangriffe auf Gebiete im Nordjemen beschießen die Huthi-Rebellen saudische Grenzgebiete. Vor allem Flughäfen und Öleinrichtungen werden ins Visier genommen.

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