5. März 2021

US-Wahlergebnisse: Was Sie in Deutschland nicht lesen

In der Aufregung um die amerikanischen Präsidentschaftswahlen ist in den Hintergrund gerückt, dass in den USA am selben Tag auch eine Vielzahl anderer Abstimmungen stattfand. In der Gesamtschau zeigt sich, wie erfolgreich die Republikaner unter der Führung von Präsident Donald Trump in diesem Jahr waren. Die Demokraten haben zwar in Detroit, Milwaukee, Philadelphia und Atlanta genug Stimmzettel gefunden, um den nächsten Präsidenten zu stellen; doch ihre selbstgesteckten Ziele bei den Wahlen zum Repräsentantenhaus, zum Senat und auch bei den Kongress- und Gouverneurswahlen in den Bundesstaaten haben sie alle verfehlt. Nun sind Stichwahlen in Georgia entscheidend für die Zukunft der Vereinigten Staaten; dort entscheidet sich am 5. Januar, wer die Mehrheit im Senat bekommt.

Fangen wir bei der Präsidentschaftswahl an. Donald Trump gewann 74 Millionen Stimmen, das waren elf Millionen oder rund 17 Prozent mehr als bei seiner Wahl 2016. Er gewann fünf Millionen Stimmen mehr als Barack Obama 2008 und acht Millionen mehr als Obama 2012 und Hillary Clinton 2016. In Florida, wo er 2016 mit 1,2 Prozentpunkten Vorsprung gewonnen hatte, gewann er diesmal mit einem Abstand von 3,4 Prozentpunkten – für Florida-Verhältnisse ein Erdrutschsieg. Die Krönung war das Ergebnis in Miami-Dade; das ist der Bezirk, wo die Demokraten bei den Wahlen, die sie in der Vergangenheit gewonnen haben, die nötigen Stimmen holten. Hillary Clinton gewann Miami-Dade 2016 mit fast 30 Prozentpunkten Vorsprung. Präsident Trump gelang es bei dieser Wahl, bis auf gut sieben Prozentpunkte an Joe Biden heranzukommen und sein Ergebnis in der von Hispanics dominierten Metropolregion von 34 auf 47 Prozent zu steigern. In Miami-Dade hat Biden die Florida-Wahl verloren, weil Kubaner und andere Latinos in Scharen zu den Republikanern gewechselt sind (wohl unter anderem, weil sie wissen, dass es bei den Demokraten Leute wie Bernie Sanders gibt, die mit Fidel Castro sympathisieren).

In Texas, einem Staat, von dem die Demokraten vor den Wahlen tatsächlich geglaubt hatten, sie könnten ihn dieses Jahr zum ersten Mal seit 1976 gewinnen, gewann Trump mit einem deutlichen Vorsprung von sechs Prozentpunkten. In Ohio siegte Trump – wie schon 2016 – mit acht Prozentpunkten Vorsprung, in Iowa ebenfalls mit acht Prozentpunkten (ein Prozentpunkt weniger als 2016).

 

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