2. März 2021

Anetta Kahane: „Verschwörungsideologien haben immer ein antisemitisches Betriebssystem“

Haben Antisemitismus und Corona-Proteste denselben Kern? Der Antisemitismus-Beauftragte der Bundesregierung Felix Klein, die Vorsitzende der Amadeu Antonio Stiftung Anetta Kahane und der stellvertretende SPD-Vorsitzende Kevin Kühnert sehen dies genau so.
Am Montag gaben Felix Klein, der Antisemitismus-Beauftragte der Bundesregierung, Anetta Kahane, die Vorsitzende der Amadeu Antonio Stiftung, und Kevin Kühnert als Stellvertretender Bundesvorsitzender der SPD eine Pressekonferenz. Thema war die „wachsende Radikalisierung und Gefahr durch Antisemitismus und die Corona-Leugner-Szene“. Die gemeinsame Botschaft: Antisemitismus und Corona-Kritik habe denselben Kern. Insbesondere Kahane betonte dies und formulierte es bereits in ihrer Eingangserklärung so:

„Verschwörungsideologien haben immer – immer – ein antisemitisches Betriebssystem. Weil der Antisemitismus selbst die älteste Verschwörungstheorie überhaupt ist. (…) Das heißt, der Antisemitismus selbst ist die Idee vom bösen Juden, den man beschuldigen kann für alles, was schiefläuft. Und deswegen sind Verschwörungsideologien immer auch antisemitisch. Selbst, wenn sie sich mit Leuten wie Bill Gates beschäftigen, sind sie in ihrer Form und ihrer Struktur genuin antisemitisch. Und das muss man wissen, wenn man sich mit den Corona-Protesten beschäftigt.“

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