8. März 2021

Superhirn im Gefecht – Die gechippten Gedankenleser des Pentagons

Aus einfachen Soldaten sollen lebende Kampfmaschinen werden, die jeden Stress bewältigen, übernatürliche Belastungen aushalten und sich im Gefecht wortlos verständigen können. Das US Army Research Office erklärt, der Durchbruch in der Cyborg-Technologie sei zum Greifen nah. Welche Upgrades will das Pentagon seinen GIs verpassen?
Amerikanische Forscher haben es unter Einsatz von Algorithmen und höherer Mathematik geschafft, einzelne Hirnsignale, die das Verhalten des Menschen steuern, von jenen zu trennen, die es nicht tun. Es ist nach Angaben des Army Research Office gelungen, die einschlägigen neuronalen Impulse nicht bloß zu messen, sondern auch zu erkennen, welches Signal wofür zuständig ist. Aus dieser Erkenntnis könnte künftig eine Technologie zur zerebralen Steuerung von Soldaten entstehen: Ein Computer würde Befehle, Informationen und Einsatztipps unmittelbar ins Soldatenhirn übertragen.
Welchen Nutzen diese Technologie im konkreten Einsatz haben kann, erklärt Hamid Krim, Programmmanager für Informationsprozesse am Army Research Office: „Das Hirn sendet Stress- oder Ermüdungssignale aus, lange bevor der Mensch wahrnimmt, angespannt oder abgeschlagen zu sein. Mit der neuen Technologie wäre es möglich, dem Soldaten rechtzeitig mitzuteilen, dass er Ruhe, Entspannung oder eine Mahlzeit benötigt. Oder bei Verletzungen: Im Eifer des Gefechts ist nicht immer sofort zu erkennen, wo ein Splitter oder eine Kugel eingeschlagen hat. Das Gehirn kennt die Stelle jedoch genau. Schafft man es, dieses Signal an ein tragbares Gerät zu übermitteln, wird die Verletzungssituation sofort augenfällig. Die Anwendung dieser Technologie kennt eigentlich keine Grenzen, außer die der menschlichen Vorstellungskraft.“
weiterlesen: