5. März 2021

Um zu überleben: Immer mehr US-Amerikaner stehlen Lebensmittel

Mann auf Parkbank

Einem Artikel der Washington Post zufolge melden US-amerikanische Einzelhändler, Polizeidienststellen und Forscher für Schadenverhütung einen signifikanten Anstieg der Diebstähle bei lebensnotwendigen Produkten wie Lebensmitteln, Hygieneartikeln und Babynahrung.

Ein ausführlicher Beitrag in der Washington Post zeichnet ein düsteres Bild der USA inmitten der Corona-Krise. Die Rezession, in die die USA gestürzt sind, zeigt sich in erhöhten Arbeitslosenzahlen, die zwar mittlerweile wieder leicht rückläufig sind, doch die wirtschaftliche Unsicherheit bei vielen US-Bürgern bleibt. Die staatlichen Hilfen zur Überbrückung der Krise sind mittlerweile „verpufft“, wie die Washington Post schreibt.

Neue Hilfen seien nach monatelanger Untätigkeit des Kongresses immer noch „ein Punkt am Horizont“. Der Hunger sei chronisch und so groß wie seit Jahrzehnten nicht mehr. Das Ergebnis sei eine wachsende Gruppe von US-Amerikanern, die Lebensmittel stehlen, um zu überleben, so die Zeitung weiter. Interviews mit mehr als einem Dutzend Einzelhändlern, Sicherheitsexperten und Polizeidienststellen in den ganzen USA hätten aufgezeigt, dass der Ladendiebstahl seit Beginn der Krise im Frühjahr dieses Jahres deutlich zugenommen habe und ist höher sei bei vergleichbaren Rezessionen in vergangenen Jahren. Doch was den aktuellen Trend so besonders mache, sei vor allem, was gestohlen werde – überwiegend Grundnahrungsmittel wie Brot, Nudeln und Babynahrung.

Vielen US-Amerikanern stehen harte Zeiten bevor. Mehr als 20 Millionen von ihnen beziehen irgendeine Form von Arbeitslosenhilfe, rund 12 Millionen werden am Tag nach Weihnachten keine Unterstützung mehr erhalten. Es sei denn, es treten neue staatliche Hilfen in Kraft. In Washington wird derzeit um ein Hilfspaket in Höhe von 908 Milliarden US-Dollar gerungen.

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https://de.rt.com/nordamerika/110702-um-zu-ueberleben-immer-mehr-us-amerikaner-stehlen-lebensmittel/