8. März 2021

Wie die Muslimbruderschaft mit Milliarden Dollar Harvard, Yale & Co beeinflusst (Teil 1)

Amerikanische Elite-Universitäten haben über Jahrzehnte Spenden in Milliardenhöhe aus ausländischen Quellen angenommen ohne sie vorschriftsmäßig zu melden. Gelder aus dem Umfeld der Muslimbruderschaft prägen Unterricht und Diskurs über Antisemitismus und „Palästina“.

Wie groß ist der geheime finanzielle Einfluss der Muslimbruderschaft auf Harvard, Yale, Cornell & Co.? Amerikanische Universitäten – vor allem die berühmten unter ihnen, die „Eliteuniversitäten“ – haben über Jahrzehnte Geldgeschenke aus dem Ausland in Milliardenhöhe angenommen und es unterlassen, sie bei der zuständigen Regierungsstelle zu melden, wie es das Gesetz vorschreibt.

Zu einem ihrer größten Geldgeber gehört die Qatar Foundation, die mit der Muslimbruderschaft verflochten ist (sie finanziert auch die Hamas und den bekannten europäischen Islamisten Tariq Ramadan). Eine Untersuchung des U.S. Department of Education, die in Zusammenarbeit mit dem Justizministerium geführt wurde, kam im Oktober zu dem Schluss, dass die führenden US-Universitäten die aus dem Ausland (von Katar, China, Russland anderen im Bericht als „ausländische Gegner“ bezeichneten Akteuren) erhaltenen Geschenke „eklatant zu niedrig angegeben“ hatten – es geht um mindestens sechs Milliarden US-Dollar.

Grundlage des Vorwurfs ist ein Gesetz aus dem Jahr 1986, wonach US-amerikanische Universitäten Geschenke und Verträge im Wert von 250.000 USD und mehr anzeigen müssen, wenn der Spender bzw. Vertragspartners seinen Sitz im Ausland hat. Nachdem dieses Gesetz jahrzehntelang nicht durchgesetzt wurde, hat die Trump-Regierung es zu einer Priorität gemacht. Sie folgte damit einer Anregung von Charles Small, dem Gründer und Direktor des Institute for the Study of Global Antisemitism and Policy.

Antisemitismusforschung war Yale ein Dorn im Auge

In einem Telefongespräch, das ich im November mit Charles Small führte, erläuterte er, wie es dazu kam. Es sei ein „Zufall“ gewesen, der mit der Schließung des von ihm geleiteten Instituts zur Antisemitismusforschung in Yale begann. 2011 beschloss die Universität Yale, die fünf Jahre zuvor gegründete Yale Initiative for the Interdisciplinary Study of Antisemitism (YIISA) zu schließen. YIISA hatte sich ausschließlich durch Spenden finanziert, war der Universität also nicht zur Last gefallen und hätte von Yale eigentlich als Aushängeschild geschätzt werden sollen.

Ein Vorwurf, der damals in der Debatte von Gegnern des Instituts erhoben wurde, lautete: YIISA betreibe advocacy, was man grob mit Parteinahme übersetzen kann. Damit war gemeint, dass Charles Small und seine Kollegen es nicht nur als ihren Auftrag ansahen, den Antisemitismus zu erforschen, sondern ihn auch zu bekämpfen, etwa durch eine große internationale Konferenz über gegenwärtigen Antisemitismus unter dem Titel Global Antisemitism – A Crisis of Modernity, die im August 2010 stattfand. Die führte zu wütenden verbalen Angriffen der PLO, die dem Institut das „Schüren von Hass“ vorwarf.

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https://www.mena-watch.com/wie-gross-ist-der-finanzielle-einfluss-der-muslimbruderschaft-auf-harvard-yale-co-teil-1/