8. März 2021

Nach allergischen Reaktionen auf Pfizers Corona-Impfstoff:

US-Behörde geht Ursache nach
Die US-Amerikanische Arzneimittelbehörde FDA hat mehrere Fälle allergischer Reaktionen auf den COVID-Impfstoff von Pfizer gemeldet. Eine Ursache stehe noch nicht fest.

Es sei nicht klar, was hinter den negativen Reaktionen stecke, aber das Polymer Polyäthylenglykol (PEG), das auch der Moderna-Impfstoff beinhaltet, könnte dafür verantwortlich sein.

Richtlinien der US-Bundesbehörden empfehlen derzeit, dass Menschen, die den Impfstoff von Pfizer/BioNTech erhalten, die ersten 15 Minuten nach Verabreichung der Spritze überwacht werden, oder 30 Minuten, wenn sie eine Vorgeschichte von allergischen Reaktionen haben.

Die Sprecherin von Pfizer, Jerica Pitts, sagte, das Unternehmen beobachte „wachsende Berichte über allergische Reaktionen“ und werde die „Angaben bei der Kennzeichnung bei Bedarf aktualisieren“.

Mit einer Notfallzulassung hatte die US-Regierung den von Pfizer und seinem deutschen Partner Biontech entwickelten Impfstoff genehmigt und sich vertraglich die Lieferung von 100 Millionen Impfdosen gesichert. Am Montag begann in den Vereinigten Staaten eine Massen-Impfkampagne

Mehr zum Thema Chef der Arzneimittelkommission: Spahn übte Druck bei der Impfstoff-Zulassung aus

 

Der Chef der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft ist alles andere als zufrieden mit der Schnelligkeit der Impfstoff-Zulassung. Zudem habe die Politik, darunter Bundesgesundheitsminister Jens Spahn, Druck auf das Zulassungsverfahren ausgeübt.

Während Bundespolitiker wie Bildungsministerin Anja Karliczek immer wieder betonen, dass die Impfstoffe sicher seien, sehen das einige Leute an den entscheidenden Stellen offenbar ein wenig anders.

Der Vorsitzende der deutschen Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft, Wolf-Dieter Ludwig, zeigte sich in einem Interview mit ZDF heute wenig begeistert über die Schnelligkeit der Impfstoff-Zulassung.

Er stelle sich die Frage, ob der Impfstoff wirklich ausreichend gut geprüft wurde. Denn nur dann könne man die Menschen, die sich impfen lassen wollen, so informieren, dass sie eine selbstbestimmte Entscheidung treffen können.

 

Sechs Personen sterben während des Testlaufs von Pfizer-Impfstoff in den USA

 

Sechs Personen sterben während des Testlaufs von Pfizer-Impfstoff in den USA

Nun doch… Drosten geht davon aus, dass britische Virusmutation auch in Deutschland ist

„Wir wissen jetzt: Es ist schon in Italien, in Holland, in Belgien, in Dänemark – sogar in Australien. Warum sollte es nicht in Deutschland sein?“

Zur neuen Virusvariante meinte Drosten: „Ich bin darüber nicht so sehr besorgt im Moment. Ich bin allerdings auch – genau wie jeder andere – in einer etwas unklaren Informationslage.“ Die öffentlich bekannten Dokumente seien noch lückenhaft, das würden britische Wissenschaftler genauso sehen. „Die sagen auch, sie müssen zumindest mal noch bis diese Woche warten, bis ein paar vorläufige Datenanalysen abgeschlossen sind, um überhaupt zu sagen, dass der Verdacht, den sie da äußern, stimmt.“ Mit Blick auf die erhöhten Infektionszahlen stelle sich die Frage, ob überhaupt die neue Virusvariante daran Schuld sei, „oder ist das so, dass einfach lokal (…) Übertragungsmechanismen zum Tragen gekommen sind, die auch jedes andere Virus hochgespült hätte.“

Gestern erklärte Drosten auf Twitter hingegen noch, dass die mutierte Form des SARS-CoV-2-Erregers in Deutschland „bisher nicht gesehen“ wurde.

Die B.1.1.7-Linie hat zwei evtl. verstärkende und eine wohl abschwächende Mutation (ORF8). Weitere unklare Mutationen. Ursprungsvirus/Mutante noch nicht im Labor verglichen. Verbreitung kann Zufall sein, nicht zwingend Selektionsvorteil, aber möglich. In D bisher nicht gesehen.

 Quellen rt und twitter