17. Januar 2021

Steuerberater: „Wir raten Unternehmen derzeit vom Antrag auf Überbrückungshilfe ab“

Foto: Stephanie Pilick/dpa/dpa

Die Steuerberatungsgesellschaft Ecovis rät Unternehmen in Deutschland dringend davon ab, derzeit einen Antrag auf Überbrückungshilfe zu stellen. Es gäbe zahlreiche Fußangeln und offene Fragen, vor allem, weil eine individuell zu errechnende Obergrenze eingeführt wurde.

Die auf den Mittelstand spezialisierte Steuerberatungsgesellschaft Ecovis Deutschland mahnt Unternehmen zur Vorsicht bei der Beantragung von Überbrückungshilfen.

In einem ausführlichen Beitrag warnen die Ecovis-Experten, die Neufassung des Beihilferechts beinhalte Fallstricke, die nicht nur bürokratischen Aufwand und eine ungewisse Bearbeitungsdauer, sondern auch noch das Risiko beinhalteten, erhaltene Leistungen zurückbezahlen zu müssen.

Dass sich die Bestimmungen für Unternehmen, die im Frühjahr noch gegolten haben, mittlerweile zum Negativen verändert haben, werde vonseiten des Bundesministeriums für Wirtschaft nicht transparent kommuniziert, heißt es vonseiten der Steuerberater.

Betroffene würden im Unklaren gelassen über eine „existenziell veränderte Sachlage“. Auch die Bundessteuerberaterkammer sei nicht in der Lage, auf Anfragen eindeutige Antworten zu geben.

„Fest steht, dass wir unter diesen Umständen allen Mandaten dringend davon abraten, Anträge zu stellen“, sagte Ecovis.

Ecovis bemängelt an der Kommunikationspolitik des Ministeriums insbesondere, dass mit der „Bundesregelung Fixkostenhilfe 2020“ vom 13. Oktober eine zusätzliche einzelfallabhängige Obergrenze bezüglich des Ausmaßes der Hilfeleistungen eingeführt wurde, dies aber kaum Erwähnung finde.

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