4. März 2021

Pflegeheimmitarbeiter erhalten aus Versehen fünffache Impfstoffdosis

In Stralsund erhielten acht Pflegeheimmitarbeiter durch Fehler bei der Impfstoffaufbereitung die fünffache Dosis des Impfstoffs. Vier der Betroffenen haben sich wegen grippeähnlicher Symptome vorsorglich in ein Krankenhaus aufnehmen lassen.

Wegen individueller Fehler bei der Aufbereitung ist acht Mitarbeitern eines Pflegeheims in Stralsund die fünffache Dosis des Impfstoffs verabreicht worden. Die sieben Frauen und ein Mann seien nach dem Vorfall am Sonntag nach Hause geschickt worden. Stefan Kerth (SPD), der Landrat des Kreises Vorpommern-Rügen, teilte  heute mit, dass sich vier der acht betroffenen Personen vorsorglich in ein Krankenhaus aufnehmen ließen. Sie hätten grippeähnliche Symptome gezeigt.

 

Weiter heißt es in der Mitteilung des Landkreises, dass nach Informationen des Herstellers BioNTech in Phase-I-Studien bereits größere Dosen an Probanden getestet worden sein sollen. Dabei seien keine bleibenden, unerwünschten Ereignisse gemeldet worden. Lokale Reaktionen an der Injektionsstelle träten dosisabhängig auf und sollen „im Allgemeinen“ leicht bis mittelmäßig und vorübergehend sein.

Eine Sprecherin von BioNTech bestätigte diese Information und erklärte, dass in den Versuchen bis zu 100 Mikrogramm Impfstoff ohne schwerwiegende Folgen verabreicht worden sein sollen. Sie verwies auch auf die ausführliche Produktinformation des Impfstoffs. Der erste Satz soll lauten:

„Dies ist eine Mehrdosendurchstechflasche, deren Inhalt vor der Verwendung verdünnt werden muss.“

Eine Sprecherin des Bundesgesundheitsministeriums erklärte am Montag außerdem, dass mit den ausgelieferten Fläschchen des Impfstoffs fünf statt sechs Personen geimpft werden können, da diese eine „leichte Überfüllung“ aufweisen, damit die vom Hersteller garantierte Menge sicher mit dem Impfbesteck aufgenommen werden könnte. Sichergestellt werden müsse aber immer, „dass die vorgeschriebene Menge an 0,3 Milliliter Impfstoff gespritzt wird“. (rt/dpa)

 

Mehr zum Impfwahnsinn:

 

 

 

Wer das Impfen ablehne, ist Menschenfeind und eine dunkle Gestalt. Das findet der CDU-Politiker Peter Tauber. Ein entsprechender Tweet des Staatssekretärs im Verteidigungsministerium erntete neben sehr kritischen Reaktionen allerdings auch Lob.

Der parlamentarische Staatssekretär im Bundesverteidigungsministerium und frühere CDU-Generalsekretär Peter Tauber hat Kritiker der Impfungen gegen das Coronavirus scharf kritisiert und als „dunkle Gestalten“ bezeichnet. Am Sonntag, dem Tag des Beginns der bundesweiten Impfungen, schrieb der Politiker auf Twitter:

„Das Impfen abzulehnen und gar zu verteufeln ist menschenfeindlich. Es wird Zeit, die Fackel der Aufklärung wieder höher zu halten, um das Licht so hell strahlen zu lassen, dass die dunklen Gestalten wieder in die Löcher verschwinden aus den (sic!) sie gekrochen kamen.“

Neben Felgentreu bezeichneten auch andere Nutzer die sogenannten Impfverweigerer als verantwortungslos und unsolidarisch. Ein kritischer Kommentator verwies dagegen darauf, dass Tauber vor Jahren selbst noch dafür geworben hatte, die Sorgen und Ängste anderer ernst zu nehmen.

(rt…)