27. Februar 2021

Bremer Epidemiologen: Mangelnde Datenerfassung erschwert Erforschung von Impfnebenwirkungen

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Die Impfverordnung sieht vor, dass Daten zu Corona-Impfungen direkt dem Robert Koch-Institut übermittelt werden. Sie sollen nicht auf der Gesundheitskarte gespeichert werden. Epidemiologen aus Bremen kritisieren, dass damit Studien zu Nebenwirkungen behindert werden.

Die Datenerfassung der Corona-Impfungen, wie sie vom Bundesgesundheitsministerium unter Jens Spahn (CDU) in der aktuellen Impfverordnung vorgesehen ist, erschwert die Kontrollmöglichkeit von Impfnebenwirkungen. Nach Angaben von Radio Bremen kritisieren die Deutsche Gesellschaft für Epidemiologie und andere Fachgesellschaften, dass „wichtige Daten vor allem für Langzeitbeobachtungen und Studien zu Nebenwirkungen verloren gehen“.

Die Impfverordnung sieht vor, dass von den geimpften Personen folgende Daten erhoben werden:

  • Alter
  • Geschlecht
  • Land-/Stadtkreis
  • Impfindikation
  • Ort der Impfung
  • Impfdatum
  • Impfstoffprodukt
  • verabreichte Dosis

Die Daten werden über ein elektronisches Meldesystem direkt an das Robert Koch-Institut (RKI) gemeldet. Sie werden nicht auf der Gesundheitskarte gespeichert.

Ulrike Haug, Epidemiologin und Leiterin des Instituts für Klinische Epidemiologie am Bremer Leibniz-Institut für Präventionsforschung und Epidemiologie, hat zusammen mit anderen Ärztekollegen einen Offenen Brief an das Bundesgesundheitsministerium geschrieben. Darin formuliert sie die Befürchtung eines „großen Verlusts“ von Daten.

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https://de.rt.com/inland/111150-bremer-epidemiologen-mangelnde-datenerfassung-erschwert-erforschung-von-impfnebenwirkungen/