27. Februar 2021

Ostbeauftragter Wanderwitz: Corona-Lage im Osten Folge von Sozialdarwinismus und DDR-Kollektivismus

Quelle: www.globallookpress.com © Jörg Carstensen/dpa

Im Konflikt um die Corona-Maßnahmen stecke auch ein „Streit über unser Wertesystem“. Das meint Marco Wanderwitz, der Beauftragte der Bundesregierung für die neuen Bundesländer. Eine Ursache für die schwierige Corona-Lage im Osten sieht der CDU-Politiker in der DDR-Vergangenheit.

Der Ostbeauftragte der Bundesregierung, Marco Wanderwitz, hat in seinem Interview mit der Springerzeitung Die Welt die geistige Verfasstheit von Ostdeutschen für die schwierige Corona-Lage in Teilen Ostdeutschlands verantwortlich gemacht.

Der CDU-Bundestagsabgeordnete erklärt die vor allem in Sachsen steigenden Zahlen der Corona-Befunde mit Berufspendlern und Einkaufstouristen aus Tschechien, die „auf eine zum Teil sorglose Bevölkerung“ getroffen seien.

Neben Sorglosigkeit beklagt Wanderwitz auch die „Renitenz“ eines anderen Teils der Bevölkerung als Ursache der Ausbreitung:

„Wenn in sächsischen Städten im AfD-Milieu Menschenketten und Demonstrationen ohne Maske und Abstand veranstaltet werden, sind das Superspreader-Events. Die AfD hat mehrfach dazu aufgerufen, die Hygieneregeln zu missachten. Und dieser Aufruf wird von einer nicht kleinen Minderheit auch befolgt. Wenn ich in Supermärkten unterwegs bin, treffe ich auf eine erschreckend hohe Zahl von Menschen, die so tun, als gäbe es keine Pandemie.“

Die Ignoranz dieser Menschen beschreibt der Ostbeauftragte mit den Worten:

„Die Kernklientel der AfD besteht aus Männern im Alter zwischen 45 und 65 Jahren. In Gesprächen sagen die teilweise ganz offen, dass sie ihre wirtschaftliche Existenz oder ihre Bewegungsräume nicht für das Überleben von über 80-Jährigen aufs Spiel setzen wollen. Die würden ja eh bald sterben, heißt es dann. Schlimm.“

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https://de.rt.com/inland/111163-ostbeauftragter-wanderwitz-corona-lage-im/