21. Januar 2021

Der „Bezos Earth Fund” und die Wohltätigkeit der Oligarchen

Geldbörse

Foto: Lino Mirgeler/dpa/dpa

Amazon-Gründer Jeff Bezos (AP Photo/Charles Krupa)

Amazon-Gründer Jeff Bezos (AP Photo/Charles Krupa)

Inmitten eines beispiellosen Transfers von Reichtum in diesem Jahr von der Arbeiterklasse zu den Milliardären haben Teile der Bourgeoisie beschlossen, einen kleinen Teil dieser unrechtmäßig erworbenen Gewinne für wohltätige Zwecke zu „spenden“.

Über diese Spendenfreudigkeit berichten die amerikanischen Medien gern und viel, gerade so, als sei den Milliardären der Geist der Weihnacht erschienen, wie weiland dem herzlosen Geschäftemacher Ebenezer Scrooge in Charles Dickens‘ „Weihnachtsgeschichte“, und als hätte er sie veranlasst, fortan ihr Leben der universellen Liebe und dem Wohlergehen ihrer ärmeren Brüder zu widmen.

In Wirklichkeit sind beide Phänomene – die wachsende soziale Ungleichheit und die immer größere Rolle „wohltätiger“ Almosen für die Gesellschaft – eng verbunden. Ohne ein extremes Maß an sozialer Ungleichheit, bei dem wenige Superreiche riesige Vermögen anhäufen, während zig Millionen in Armut versinken, wäre es gar nicht nötig, dass lebensnotwendige gesellschaftliche Aufgaben von der Spendenbereitschaft der Milliardäre abhängig sind.

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https://www.wsws.org/de/articles/2020/12/31/bezo-d31.html