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Der Spiegel und seine Gas-Lügen

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Allgemeine Begriffserklärung und Richtigstellung der ddbnews-Redaktion:

Deutschland ist nicht die Bundesrepublik. Die Bundesrepublik hat keine Bürger wie ein richtiger Staat und seit 1990 kein eigenes Gebiet (und keine „Soldaten“ nur private Söldner, keine „Beamten“, nur Bedienstete „als“ Beamte), sondern nur unter Kriegsrecht stehende, rechtlose Bewohner, registriert in einer Verwaltung und mit Deutschland ist in allen Artikel die illegale und seit 3. Oktober 1990 unter Vorbehaltsrechten der Alliierten agierende Fremdverwaltung Bundesrepublik gemeint, die natürlich nicht Deutschland ist, jemals war oder sein könnte. Sie hat auch keine Minister im staatlichen Sinne, sondern nur Abteilungsleiter einer Geschäftszentrale und einer Geschäftsführung, die sich Kanzleramt und/oder Bundespräsidialamt „nennen“. Übrigens: Parteien sind politisch und geschäftlich tätige und orientierte Vereine, unter Ausschluß jeglicher Haftung nach BGB § 54, welche ansonsten für Vereine verpflichtend vorgeschrieben ist. Und noch etwas: Die gesamte Presse und die Medien in der Bundesrepublik sind internationale und globale Organe und keine deutschen Presse- und Medienhäuser. Die EU ist eine private Organisation, wird von den Vereinigten Staaten von Amerika gesteuert und hat mit Staatlichkeit oder einem völkerrechtlichen Staatenbund nichts zu tun.

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Seit der Durchfluss von russischem Erdgas durch Nord Stream 1 auf 40 Prozent gesunken ist, ist der Spiegel im Panikmodus und verbreitet täglich Lügen über die Gründe dafür.

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Dass der Gasdurchfluss durch Nord Stream 1 auf 40 Prozent gesunken ist, ist für Deutschland ein existenzielles Problem, denn nun gerät die Gasversorgung Deutschlands im nächsten Winter in ernsthafte Gefahr. Mehr noch: Nach einem Brand in der wichtigsten Verflüssigungsanlage für amerikanisches Flüssiggas ist es praktisch unmöglich, die deutschen Gasspeicher bis zum Beginn der Heizperiode ausreichend zu befüllen.

Dass „Qualitätsmedien“ wie der Spiegel ihre Aufgabe nicht darin sehen, ihre Leser zu informieren, sondern darin, ihren Lesern die westliche Politik schmackhaft zu machen und Russland zu verteufeln, zeigt die Berichterstattung des Spiegel über dieses Thema. Um das zu verstehen, ist wieder die Chronologie entscheidend.

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Der Grund für das Problem mit Nord Stream 1

Die Verringerung des Gasdurchflusses durch Nord Stream begann am 14. Juni. An dem Tag hat Gazprom erklärt, es müsse den Gasdurchfluss reduzieren, weil eine Turbine, die das Gas durch die Pipeline pumpt, nicht planmäßig aus der Überholung zurückgekehrt ist. Der Spiegel hat zwar bereits in seinem ersten Artikel darüber mit seinen Formulierungen suggeriert, dass das nur eine Ausrede von Gazprom sein könnte, um der EU den Gashahn zuzudrehen, aber in dem Spiegel-Artikel vom 14. Juni konnte man trotzdem noch die Wahrheit erfahren:

„Siemens Energy teilte am Abend mit, eine Gasturbine für einen Verdichter zur Druckerhöhung des Erdgases in der Ostseepipeline werde derzeit in Kanada überholt. »Aus technischen Gründen kann die Überholung dieser aeroderivativen Gasturbinen nur in Montreal durchgeführt werden«, hieß es in der Presseerklärung. »Aufgrund der von Kanada verhängten Sanktionen ist es für Siemens Energy derzeit nicht möglich, überholte Gasturbinen an den Kunden zu liefern. Vor diesem Hintergrund hatten wir die kanadische und deutsche Regierung informiert und arbeiten an einer tragfähigen Lösung.«“

Wir können also festhalten, dass das Problem hausgemacht ist und dass der Grund für die geringeren Gaslieferungen nicht bei Gazprom zu suchen ist, sondern dass der Grund die anti-russischen Sanktionen sind, die Kanada eingeführt hat. Kanada hat damit der EU – und vor allem Deutschland, das am meisten von dem Gas aus Nord Stream 1 abhängig ist – ein existenzielles Problem geschaffen.

Und ganz wichtig: Der Spiegel weiß das, er hat darüber am 14. Juni ja noch selbst berichtet.

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Propaganda anstatt Information im Spiegel

Der Spiegel sieht es jedoch nicht als seine Aufgabe an, seine Leser zu informieren. Der Spiegel sieht seine heiligsten Aufgaben stattdessen darin, Russland zu verteufeln und alle Maßnahmen des Westens schönzureden.

Das erleben wir seit dem 14. Juni besonders eindrücklich, denn in fast allen Artikeln, die der Spiegel danach zu dem Thema veröffentlicht hat, ist von dem „kanadischen Problem“ keine Rede mehr. Stattdessen zitiert der Spiegel pflichtschuldig den Kinderbauchautoren Robert Habeck, der derzeit den deutschen Wirtschaftsminister spielen darf und in dieser Position seinem alten Beruf treu bleibt, und Geschichten erfindet. Habeck rennt seitdem durch die Gegend und behauptet, das wäre alles Russlands Schuld.

Am 21. Juni hat der Spiegel wieder einen dieser täglichen Artikel aus der Reihe „Der Spiegel zitiert die Lügen von Robert Habeck“ veröffentlicht, in dem der Spiegel Habeck zum Beispiel so zitiert hat:

„Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) hat die Drosselung der Gaslieferungen durch Russland in der vergangenen Woche als ökonomischen Angriff bezeichnet. Die Reduktion der Gaslieferungen durch die Pipeline Nord Stream 1 sei »ein ökonomischer Angriff auf uns«, sagte Habeck am Dienstag bei der Tagung des Bundesverbandes der Industrie (BDI) in Berlin.“

Obwohl der Spiegel weiß, dass Habeck lügt, um die Menschen in Deutschland vom Versagen der westlichen (und der eigenen) Politik abzulenken, hält der Spiegel es nicht für nötig, seinen Lesern das mitzuteilen.

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Habecks Problem

Habeck hat nämlich ein echtes Problem. Nicht nur, dass nun die Gasversorgung Deutschlands im nächsten Winter in den Sternen steht, nein, auch alles, was den Grünen mal heilig war, wirft Habeck nun über Bord. Der Spiegel hat dazu keine kritischen Fragen, sondern sieht seine Aufgabe darin, Habeck zu unterstützen.

Habeck hat das Ziel ausgegeben, dass die Gasspeicher bis zum Beginn der Heizsaison zu 90 Prozent gefüllt sein müssen. Das dürfte unerreichbar sein, wenn die Ersatzteile für Nord Stream 1 nicht geliefert werden. Nachdem der Gasfluss durch die Pipeline verringert wurde, wurden die deutschen Gasspeicher nicht weiter befüllt, sondern es wurde im Gegenteil Gas aus ihnen abgepumpt, um Strom zu erzeugen.

Nun hat Habeck beschlossen, dass Putin noch gefährlicher ist, als der drohende Weltuntergang durch CO2 und hat die Anweisung gegeben, alte Kohlekraftwerke wieder einzuschalten, um Gas zu sparen. Das hat der Spiegel zwar in einem langen Artikel erwähnt und sich gefragt, wie man denn so das Klima retten will, aber auch in dem Artikel hat der Spiegel akzeptiert, dass der Weltuntergang durch mehr Kohle das kleinere Übel ist. Das habe ich ironisch formuliert, denn natürlich war der Artikel wieder ein Appell, endlich schneller mit der Energiewende voranzugehen, die aber eine der Ursachen für die aktuellen Probleme ist, dazu mehr am Ende dieses Artikels.

Wir können festhalten, dass der Spiegel an Habecks Vorgehen nichts zu kritisieren hat und dass er seine Leser zur Unterstützung Habecks offen desinformiert, wenn er ihnen nicht mitteilt, dass Habeck die Deutschen belügt.

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Desinformation im Spiegel

Um seinen Lesern zu erklären, dass Russland an der vom Westen hausgemachten Misere schuld sein soll, hat der Spiegel seit dem 14. Juni viele Artikel veröffentlicht. Beispielhaft will ich hier den Artikel mit der Überschrift „Russlands Lieferpolitik und Habecks Sparplan – Darum wird Gas wohl noch teurer“ aufzeigen, den der Spiegel am 20. Juni veröffentlicht hat.

Schon die Überschrift signalisiert dem Spiegel-Leser, dass Russland schuld ist und dass Habeck die Deutschen mit seinem „Sparplan“ retten will. In dem Artikel stellt die Spiegel folgende Frage:

„Warum liefert Russland derzeit weniger Gas nach Europa?“

Die Antwort des Spiegel werde ich komplett zeigen, denn sie belegt ein weiteres Mal, wie der Spiegel seine Leser desinformiert. Der Spiegel schreibt dazu:

„Russlands Staatsmonopolist Gazprom begründet die aktuellen Lieferkürzungen damit, dass Gasturbinen für die Pipeline Nord Stream 1 in Kanada wegen der Sanktionen feststecken. Das stimmt zwar; der Hersteller Siemens Energy hat bestätigt, dass eine Turbine aus Montreal nicht an den Kunden zurückgeschickt werden kann. Allerdings hätte Gazprom die Möglichkeit, das Erdgas über zwei alternative Leitungen nach Europa zu befördern.“

Es ist nett vom Spiegel, dass er das wahre Problem, nämlich die kanadischen Sanktionen, immerhin erwähnt. Aber er relativiert das sofort und behauptet, Gazprom könnte sein Gas auf anderen Wegen nach Europa liefern. Das stimmt, allerdings haben EU-Staaten selbst diese Möglichkeiten verhindert. Aber schauen wir uns erst einmal an, was der Spiegel-Leser darüber erfährt:

– Da ist zum einen die Jamal-Pipeline, die durch Belarus und Polen nach Mallnow in Brandenburg verläuft. Dort aber kommt schon seit Monaten kaum noch Gas aus Russland an.

– Zum anderen gibt es die Transgas-Pipeline, die durch die Ukraine und die Slowakei führt. Hier sind die von Gazprom eingespeisten Mengen zuletzt nicht gestiegen, sondern ebenfalls gesunken.

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Andere Pipelines

Wieder desinformiert der Spiegel seine Leser, denn dass durch die Jamal-Pipeline kein Gas mehr kommt, ist nicht neu. Der Grund ist, dass Polen die Gazprom gehörende Infrastruktur in Polen unter Zwangsverwaltung gestellt und die Bestellungen bei Gazprom eingestellt hat. Was kann Russland dafür?

Die vom Spiegel erwähnte Pipeline durch die Ukraine ist auch keine Lösung für Deutschland, denn sie versorgt Südosteuropa und Österreich, aber nicht Deutschland. Und dass durch diese Pipeline zu wenig Gas kommt, ist ebenfalls nicht Russlands schuld, denn es war die Ukraine, die den Gasfluss durch diese Pipeline schon Mitte Mai begrenzt hat.

Außerdem muss man wissen, wie der Gasmarkt funktioniert: Ein europäischer Importeur gibt bei Gazprom eine Bestellung auf und Gapzrom bucht dann die Transitkapazitäten der ukrainischen Pipeline. Es ist aber kein Fall bekannt, in dem Gazprom eine Bestellung trotz freier Transitkapazitäten abgelehnt hätte, darauf hätten sich Medien sofort gestürzt, um Gazprom zu beschuldigen. Dass die ukrainische Pipeline nicht ausgelastet ist, liegt an der Ukraine und an mangelnden Bestellungen durch diese Pipeline.

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Wer das Gas bewusst verknappt

Was der Spiegel in seiner Aufstellung der möglichen Lösungen nicht erwähnt, ist die einfachste Lösung für die deutsche Gasversorgung: Man könnte Nord Stream 2 freigeben, die Pipeline steht bereit und könnte morgen Gas liefern. Aber anscheinend ist es Habeck wichtiger, diese Pipeline nicht einzuschalten, als den Zusammenbruch der deutschen Wirtschaft zu verhindern. Nach Habecks Ansicht sollen die Deutschen stattdessen im Winter frieren.

Auch Spiegel-Redakteure scheinen im Winter lieber frieren zu wollen und einen totalen Zusammenbruch der deutschen Wirtschaft zu riskieren, als ihren Leser zu verraten, dass es ja auch noch Nord Stream 2 als Lösung gibt.

Der Spiegel – ich sagte es schon – sieht seine Aufgabe nicht darin, seine Leser zu informieren, sondern darin, sie weiter auf die anti-russische Linie einzuschwören. Daher folgt auf die unvollständige Liste anderer Pipelines dann folgendes in dem Spiegel-Artikel:

„Dass die Alternativen zu Nord Stream 1 nicht genutzt werden, deutet auf eine bewusste Verknappung hin – gerade angesichts der relativ hohen Preise, die derzeit auf Europas Gasmärkten gezahlt werden. Insgesamt liefert Russland nach Berechnungen des Energieinformationsdienstes ICIS zurzeit fast zwei Drittel weniger Gas nach Europa als vor Jahresfrist.“

Der Spiegel hat absolut recht, wenn er schreibt, „dass die Alternativen zu Nord Stream 1 nicht genutzt werden, deutet auf eine bewusste Verknappung hin“ – allerdings ist es nicht Russland, das das Gas bewusst verknappt, sondern die EU (siehe Nord Stream 2) und ihre Mitgliedsstaaten wie Polen (siehe Jamal-Pipeline). Aber das erfährt der Spiegel-Leser nicht.

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Propaganda auf allen Kanälen

Der Spiegel veröffentlicht derzeit mehrere Artikel täglich über das Thema und sie alle haben eines gemeinsam: Sie desinformieren die Leser über die wahren Gründe für die Probleme. Zu wirkungsvoller Propaganda gehören aber auch Emotionen, denn Propaganda soll die Emotionen des Lesers ansprechen, ihn entweder wütend oder euphorisch machen.

Auch das Feld bedient der Spiegel und hat am 18. Juni zum Beispiel einen Artikel mit der Überschrift „Neues Enthüllungsvideo von Nawalny-Team – So wohnt der Mann, der Deutschland das Gas kürzt“ veröffentlicht. Was wir von Nawalny-Videos zu halten haben, ist längst bekannt, darum soll es hier nicht gehen.

In dem Artikel geht es um Villen, die angeblich dem Chef von Gazprom gehören. Der Spiegel-Artikel appelliert also an zwei emotionale Komponenten: Neid, weil der Mann in Luxus lebt, und Hass, weil dieser im Luxus schwelgende Mann den Deutschen angeblich den Gashahn abdreht.

Der Artikel selbst hat rein gar keinen Informationsgehalt, denn dass der Chef eines Milliardenkonzerns wie Gazprom hunderte Millionen an Vermögen hat, ist auch im Westen vollkommen normal. Wenn das in Russland passiert, weckt der Spiegel jedoch den Neid-Modus bei seinen Lesern, den er nie wecken würde, wenn es zum Beispiel um die Villen der Chefs von Mercedes, Siemens oder gar amerikanischer Konzerne geht. Der Artikel soll beim Spiegel-Leser, ganz nach dem Lehrbuch für Propaganda, nur negative Emotionen für den „Feind“ wecken, um Berichterstattung geht es nicht.

Um das zu erreichen platziert auch dieser Artikel, quasi nebenbei, die vom Spiegel gewollte Desinformation über die Probleme bei der Gasversorgung:

„Gazprom hatte Deutschland in dieser Woche – angeblich wegen Reparaturarbeiten – erneut die Gaslieferungen gekürzt, was die Preise stark anstiegen ließ.“

Die kanadischen Sanktionen und die Erklärung von Siemens dazu werden, wie in den allermeisten Spiegel-Artikeln zu dem Thema, nicht erwähnt. Aber es gibt immer noch Menschen, die den Spiegel kaufen oder abonnieren und Geld dafür bezahlen, sich belügen zu lassen…

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Die Gründe für die Energiekrise in Europa

Über die Gründe für die Energiekrise in Europa habe ich oft berichtet, aber zum Verständnis fasse ich sie hier noch einmal kurz zusammen.

Erstens: Der Winter 2020/2021 war kalt, weshalb viel Gas verbraucht wurde. Pipelines und Tanker reichen nicht aus, um im Winter genug Gas nach Europa zu bringen, weshalb die Gasspeicher normalerweise im Sommer aufgefüllt werden. Das ist in diesem Jahr ausgeblieben und während die Gasspeicher normalerweise zu Beginn der Heizsaison zu fast 100 Prozent gefüllt sind, waren es in diesem Jahr nur knapp 75 Prozent.

Zweitens: Die Energiewende hat zu einem zu großen Anteil von Windenergie am Strommix geführt. Da der Sommer 2021 aber außergewöhnlich windstill war, fehlte die Windkraft und es wurde unter anderem Gas zur Stromerzeugung genutzt, das eigentlich in die Speicher hätte geleitet werden müssen.

Drittens: Der Wunsch vieler europäischer Politiker, russisches Gas durch vor allem amerikanisches Flüssiggas zu ersetzen, hat dazu geführt, dass in Europa nun Gas fehlt. Der Grund: In Asien waren die Gaspreise im letzten Sommer noch höher als in Europa und die fest eingeplanten amerikanischen Tanker sind nach Asien gefahren, anstatt nach Europa.

Viertens: Die Reform des Gasmarktes der letzten EU-Kommission hat den Handel mit Gas an den Börsen freigegeben. Dadurch wurde Gas zu einem Spekulationsobjekt. Während Gazprom sein Gas gemäß langfristiger Verträge für 230 bis 300 Dollar nach Europa liefert, ist es für die Importeure ein gutes Geschäft, das Gas an der Börse für 1.000 und mehr Euro weiterzuverkaufen und diese Spekulationsgewinne in Höhe von mehreren hundert Prozent in die eigene Tasche zu stecken.

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Quelle

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