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Dr. Oetker zieht sich komplett aus Russland zurück – und verkauft sein Werk ans russische Management

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Der Nahrungsmittelkonzern hatte direkt nach Kriegsbeginn die Lieferungen eingestellt. Nun verkauft das Familienunternehmen das russische Nährmittelwerk.

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Der Nahrungsmittelhersteller Dr. Oetker zieht sich vollständig aus Russland zurück. Das Familienunternehmen aus Bielefeld hatte nach eigenen Angaben direkt nach dem Einmarsch russischer Truppen in die Ukraine „alle Exporte nach Russland, alle Investitionen in die russische Schwestergesellschaft sowie sämtliche nationalen Marketingaktivitäten gestoppt“, teilte das Unternehmen am Freitagvormittag mit. Allerdings hatte Dr. Oetker das nicht öffentlich gemacht. Es wurde also zum Beispiel keine Pizza mehr nach Russland geliefert und auch alle Investitionsvorhaben seien direkt gestoppt worden.

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Nun teilt das Bielefelder Unternehmen mit, dass das in der Stadt Belgorod betriebene Nährmittelwerk – das seit Kriegsbeginn nur noch Grundnahrungsmittel wie Hefe und Backpulver für die russische Bevölkerung produziert hat – an das russische Management verkauft wird: „Dr. Oetker verkauft alle Anteile an der russischen Dr. Oetker Organisation an seine bisherigen russischen Geschäftsführer und beendet damit seine sämtlichen Aktivitäten in Russland.“

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Dabei handelt es sich um den ersten Fall, in dem einem Unternehmen der vollständige Rückzug aus Russland gelingt. Seit Ausbruch des Krieges haben sich viele Unternehmen positioniert und verkündet, sich aus Russland zurückziehen zu wollen. Trivial ist das allerdings nicht. Es sind viele rechtliche Hürden zu beachten, zum Beispiel muss mit den Mitarbeitenden eine verantwortungsbewusste Lösung oder ein Käufer für Produktionsbetriebe, Läden oder Immobilien gefunden werden.

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Dr. Oetker fordert von Russland Ende von Ukraine-Krieg

Dr. Oetker war mit der Produktion seit 20 Jahren in Russland tätig und hat dort zuletzt 150 Mitarbeitende beschäftigt. Durch den Verkauf der Produktion an das dortige Management konnte Dr. Oetker das Unternehmen in bewährte Hände geben, heißt es bei dem Unternehmen auf Nachfrage.

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In der Mitteilung des Bielefelder Unternehmens heißt es weiter: „Dr. Oetker verurteilt die russische Invasion der Ukraine scharf und fordert die russische Regierung auf, den Krieg unverzüglich zu beenden und den Frieden wiederherzustellen.“

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Quelle

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