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Elektroauto-Boom droht auszubleiben: „Es ist einfach nicht genug Lithium da“

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Allgemeine Begriffserklärung und Richtigstellung der ddbnews-Redaktion:

Deutschland ist nicht die Bundesrepublik. Die Bundesrepublik hat keine Bürger wie ein richtiger Staat und seit 1990 kein eigenes Gebiet (und keine „Soldaten“ nur private Söldner, keine „Beamten“, nur Bedienstete „als“ Beamte), sondern nur unter Kriegsrecht stehende, rechtlose Bewohner, registriert in einer Verwaltung und mit Deutschland ist in allen Artikel die illegale und seit 3. Oktober 1990 unter Vorbehaltsrechten der Alliierten agierende Fremdverwaltung Bundesrepublik gemeint, die natürlich nicht Deutschland ist, jemals war oder sein könnte. Sie hat auch keine Minister im staatlichpolitisch und geschäftlich tätige und orientierte Vereine, unter Ausschluß jeglicher Haftung nach BGB § 54, welche ansonsten für Vereine verpflichtend vorgeschrieben ist. Und noch etwas: Die gesamte Presse und die Medien in der Bundesrepublik sind internationale und globale Organe und keine deutschen Presse- und Medienhäuser. Die EU ist eine private Organisation, wird von den Vereinigten Staaten von Amerika gesteuert und hat mit Staatlichkeit oder einem völkerrechtlichen Staatenbund nichts zu tun.
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Die weltweiten Klimaziele heizen die globale Lithium-Nachfrage an. Das könnte besonders für Deutschlands wichtigste Industrie zu einem großen Problem werden.

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Deutschland hat eine veritable Sonderkonjunktur in der Elektromobilität fest eingeplant. Um die politischen Klimaziele zu erreichen, sollen bis 2030 rund 15 Millionen Elektroautos auf deutschen Straßen fahren.

Dabei gibt es nur ein Problem: Es wird nicht genug Lithium zur Verfügung stehen, um diese Ziele zu erreichen. Das zeigen neueste Berechnungen der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR), die dem Handelsblatt exklusiv vorliegen. Denn auch im Rest der Welt ist der wohl wichtigste Rohstoff für den Bau von Elektroautobatterien äußerst begehrt.

„Selbst wenn alle aktuell geplanten und im Bau befindlichen Projekte im Zeitplan umgesetzt werden und wir von einem mittleren Nachfragewachstum ausgehen, werden wir nicht genug Lithium haben, um die weltweite Nachfrage 2030 zu decken“, erklärt Studienautor Michael Schmidt von der BGR im Gespräch mit dem Handelsblatt. 2020 wurden weltweit 82.000 Tonnen Lithium produziert.

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Elektroautos: Nachfrage nach Lithium steigt weiter

In den nächsten acht Jahren, rechnen die Experten vor, wächst die Nachfrage je nach Szenario auf mindestens 316.000 beziehungsweise mehr als 550.000 Tonnen pro Jahr an. 90 Prozent des verarbeiteten Rohstoffs fließen dann in Lithium-Ionen-Batterien für Elektroautos. Laut den BGR-Experten fehlen 2030 im schlechtesten Fall 300.000 Tonnen Lithium pro Jahr. Im besten Fall immer noch 90.000 Tonnen – so viel wie aktuell pro Jahr produziert wird.

Kommt der von der Europäischen Kommission geplante Bann für Autos mit Verbrennungsmotor bis 2035 hinzu, dürfte die Nachfrage in den nächsten Jahren sogar noch schneller steigen als bisher angenommen. Den Kritikern der Pläne, wie zuletzt Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP), liefert die Prognose neue Argumente, womöglich länger an den herkömmlichen Verbrennungsmotoren festzuhalten.

Auch andere Marktbeobachter teilen die skeptischen Erwartungen. Das „Advanced Propulsion Centre“ (APC), ein wissenschaftliches Beratungsgremium von britischer Regierung und der nationalen Automobilindustrie, geht davon aus, dass im Jahr 2030 nicht die prognostizierten 40 Millionen Elektroautos weltweit produziert werden, sondern aufgrund der Lithium-Lücke nur 25 Millionen. „Es ist einfach nicht genug Lithium da, obgleich es geologisch gesehen keine knappe Ressource ist“, warnt Schmidt.

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Immer wieder Lieferverzögerungen von Lithium für Elektroautos

Über den Globus verteilt gibt es Lithium-Reserven von über 21 Millionen Tonnen. Zu einem großen Teil liegen die Vorkommen in Chile, aber auch in Australien. Immer wieder kommt es zu Verzögerungen, langwierigen Genehmigungsverfahren und Stillstand bei geplanten Projekten. In jedem Land gibt es unterschiedliche und teils komplizierte Rahmenbedingungen.

„In Mexiko wurde die Lithiumindustrie gerade verstaatlicht. Auch in Chile gibt es Überlegungen, die Lithium-Produktion ganz bzw. teilweise zu verstaatlichen, und grundsätzlich wird schlicht zu wenig investiert“, erklärt BGR-Experte Schmidt. Laut Schätzungen von Experten fehlen allein bis 2030 Investitionen zwischen 30 und 50 Milliarden Euro.

Das wirkt sich schon jetzt auf den Lithium-Preis aus. Der hat in den vergangenen 24 Monaten eine beispiellose Rally hingelegt und sich allein seit Jahresbeginn verdoppelt. Im Vergleich zu Januar 2021 notiert der Preis für Lithiumkarbonat sogar siebenmal höher.

Der Branchendienst Fastmarkets hat zuletzt Preise für Lithiumkarbonat in Batteriequalität für den chinesischen Markt zwischen 71.000 und 75.000 Dollar pro Tonne ermittelt. Damit notiert der wichtige asiatische Referenzpreis nur knapp unter dem Rekordhoch von rund 78.000 Dollar pro Tonne.

Die Preise seien stabil und hoch, so die Analysten von Fastmarkets. Sie beobachten „limitierte Handelsaktivität bei einem limitierten Angebot.“ Angesichts der hohen Preise halten sich viele Kathodenhersteller in China derzeit mit Käufen auf dem Spotmarkt zurück. Dass Lithium deswegen auf absehbare Zeit günstiger wird, ist jedoch nicht erwartbar. Die sich anbahnende Lücke dürfte den Preis in den nächsten Jahren sogar noch weiter nach oben treiben.

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Lithium-Preis könnte weiter steigen

Die Bergbauindustrie will zwar mit Hochdruck ihre Produktionskapazitäten erweitern – kämpft aber selbst mit Problemen. Beispiel Chile: Das Unternehmen Sociedad Química y Minera de Chile (SQM) gehört zu den drei größten Produzenten weltweit. In Chiles Atacama-Wüste, wo SQM produziert, lagern rund 27 Prozent der weltweit bekannten Lithium-Reserve.

Im Kongress gibt es aber derzeit eine Gesetzesvorlage, nach der der Lithium-Abbau von SQM zum nationalen Interesse erklärt werden – und der Konzern sofort enteignet werden könnte. Die Industrie soll zum staatlichen Monopol werden. Es ist also gut möglich, dass der weltgrößte Lithium-Produzent trotz des Nachfragebooms bald immer weniger liefern kann.

Weltweit sind derzeit Projekte von bis zu 275.560 Tonnen Lithium bis 2030 in Planung. Hier sind etwas über 27.000 Tonnen Recycling-Rohstoff schon mit eingerechnet. Selbst wenn alles nach Zeitplan läuft, reicht das nicht. Die Entwicklung eines Lithium-Projekts dauert fünf bis zehn Jahre. „Man hätte also schon vor zwei Jahren anfangen müssen, um diese Lücke halbwegs abfedern zu können“, erklärt Schmidt. Genau das ist aber nicht passiert. Es fehlt allerorts Kapital für neue Minenprojekte. Vor allem aus Europa. […]

Europas größter Autohersteller Volkswagen bezieht aktuell noch keine Rohstoffe wie Lithium für die Batterieproduktion. Stattdessen werden die benötigten Materialien von den Zelllieferanten eingekauft. Ein VW-Sprecher sagte auf Anfrage, dass die Kapazitäts- und Bedarfssituation gemeinsam mit den Zulieferern ständig überwacht werde. Der Autokonzern gibt sich zuversichtlich, den Bedarf an Lithium auch künftig decken zu können.

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Lithium: Volkswagen setzt auf Recycling

Mit der geplanten Eigenfertigung von Batteriezellen von 2025 an steht VW in Zukunft aber in direktem Kontakt mit Rohstofflieferanten. Einen ersten Liefervertrag hat der Konzern mit dem deutschen Anbieter Vulcan Energy geschlossen. Aber das Projekt befindet sich noch im Anfangsstadium. Aktuell führe man außerdem Gespräche mit weiteren potenziellen Rohstofflieferanten, ergänzte der Sprecher.

Außerdem setzt Volkswagen vor allem auf das Recycling von Rohstoffen. Perspektivisch sei eine Recyclingquote von mehr als 75 Prozent denkbar, „sodass der Bedarf an Primärmaterial deutlich gesenkt werden kann“, heißt es in Wolfsburg.

Die Wiederverwertung wird allerdings erst dann eine größere Bedeutung bekommen, wenn wirklich Millionen von Elektroautos auf den Straßen unterwegs sind. In der Autobranche wird allgemein erwartet, dass das zum Ende des Jahrzehnts der Fall sein wird. Bis dahin könnte Recycling gerade mal bis zu zehn Prozent der gesamten europäischen Nachfrage decken, rechnet das BGR vor.

„Wir können unseren potenziellen Bedarf aus Europa heraus nicht mal ansatzweise selbst bedienen. Wir sind extrem auf Importe angewiesen und da noch nicht einmal in einer guten Position, wenn man sich den Markt ansieht“, warnt Schmidt. So gerate Europa in eine gefährliche Preisabhängigkeit. Selbst in den optimistischsten Szenarien wäre man zu 56 Prozent auf Importe angewiesen.

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