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Ende der Globalisierung

Zu früh gefreut. Spekulanten frohlockten schon, dass die Notenbanken – allen voran die US-Zentralbank als Schöpferin der Dollar-Weltwährung – behende die Leitzinsen anheben werde. Doch der Westen kommt nicht aus dem Knick. Steigende Preise im Zuge des Wiederanlaufens der Industrie treffen auf einen Kapitalismus in der Stagnation. »Stagflation« heißt das Phänomen, das zur Dauererscheinung zu werden droht.

Vernunftbegabte Ökonomen warnen schon seit Jahren vor einer lange währenden Depression. Nun ist auch bei Bankern der Groschen gefallen. In der bundesrepublikanischen Wirtschaft mische sich ein »toxisches Gebräu«, hieß es aus der Landesbank Baden-Württemberg Ende vergangener Woche. Commerzbank-Chefvolkswirt Jörg Krämer sah seine Erwartungen bestätigt, dass die Produktion nach einer kräftigen Erholung im Sommerhalbjahr im vierten Quartal kaum noch wachsen werde.

Bevor große Teile der Wirtschaft und des öffentlichen Lebens im Frühjahr 2020 heruntergefahren wurden, waren die USA, Japan und die EU bereits mit ihrem Latein am Ende. Billionen schwere staatliche Rettungspakete und ein weiteres Absenken des Lohnniveaus hatte den Imperialisten zwar etwas Luft verschafft, doch nun bringt die Heilung von der Pandemie erneutes Hyperventilieren hervor. Die bundesrepublikanische Wirtschaft ist im August Branchen übergreifend eingebrochen: Die Gesamtproduktion im August lag neun Prozent unter dem Vorkrisenniveau von Februar 2020.

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