Neuigkeiten / Berichte / Bild + Videoinformationen

Erdogan macht Auslandsagenten für Lira-Absturz verantwortlich

.

Der türkische Präsident, Recep Tayyip Erdogan, hat ausländische Kräfte beschuldigt, den Verfall der türkischen Währung ausgelöst zu haben. Die Lira ist seit Tagen im Sinkflug und hat in diesem Jahr bereits mehr als 40 Prozent ihres Wertes verloren.In einer Ansprache am heutigen Freitag in Izmir sagte der türkische Präsident in Bezug auf den Wertverlust der Lira:„Es gibt ausländische Agenten, sie rücken gegen uns vor. Doch was auch immer sie tun, wir werden unser Wirtschaftsprogramm nicht aufgeben.“Die türkische Währung ist gegenüber dem US-Dollar am vergangenen Dienstag erneut abgesackt. Ein Dollar kostete 13,21 statt wie am Vortag 11,37 Lira. Dies ist der größte Tageskursverlust der letzten 20 Jahre.

Dem war eine Senkung des Leitzinses von 16 auf 15 Prozent durch die türkische Zentralbank vorangegangen. Am Tag vor dem Kurssturz sprach sich Präsident Erdogan für weitere Zinssenkungen aus. Diesen wirtschaftspolitischen Kurs hat er auch in seiner heutigen Ansprache in Izmir bekräftigt:„Der Zins wird fallen, er wird fallen! Wir werden unser Volk, unsere Bauern dem Zins nicht preisgeben.“Größte Oppositionsparteien in der Türkei werfen Erdogan wirtschaftliche Inkompetenz vor und fordern vorzeitige Neuwahlen. Der türkische Präsident erklärte jedoch, die Präsidentschaftswahlen in der Türkei würden wie geplant im Juni 2023 stattfinden.

.

Quelle

.

.