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Erste Universitäten kündigen Energie-Lockdown an

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In Frankreich hat die erste Universität beschlossen, die Weihnachtsferien zu verlängern und zu den Semesterferien für eine Woche auf Fernunterricht umzustellen. Der Energie-Lockdown wird Realität. 

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Schritt für Schritt kommen die Corona-Restriktionen in neuem Mantel zurück. Die schon eingeübten „Maßnahmen“ werden nun auch in der neuen Energiekrise eingesetzt. Einige französische Universitäten haben nun vor, im Winter mehrere Wochen zu schließen.

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Energie-Lockdown an den Unis

Das berichtet der „Figaro“. So haben bereits erste Universitäten angekündigt, dass man die Kurse anpasse, „um die Präsenzveranstaltungen und damit die Energiekosten zu begrenzen“. Immerhin ein kritischer Ton in der französischen Presse: Studenten würden sich vor dieser Idee fürchten, da sie durch die Covid-Ausgangssperren „traumatisiert“ seien.

Den Anfang macht die Universität Straßburg. Die Weihnachtsferien werden im Jänner um eine Woche verlängert. Im Februar folgt dann eine Woche „Fernunterricht“.

Aus der Studentenschaft kommt Widerstand und Studentengewerkschaften zeigen sich besorgt. So sagt Imane Ouelhadj, ein Gewerkschaftsvorsitzender: „Die Studenten haben in den letzten zwei Jahren enorm gelitten. Zwischen Einsamkeit, Unsicherheit und fehlender Motivation für das Studium hat der Covid sie geprägt und eine Rückkehr zum Fernstudium ist für sie undenkbar.“

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Energieprobleme

Der „Figaro“ stellt überhaupt gleich einen zukünftigen „Marshallplan“ für die Universitäten in den Raum. Die Gustave-Eiffel-Universität in Champs-sur-Marne sagt: „Wir sind gezwungen, darüber nachzudenken, da wir wissen, dass sich unsere Kosten mehr als verdoppeln werden“, so die Leiterin der Uni-Kommunikation.

Mathias Bernard, der Präsident der Universität Clermont Auvergne, sieht eine „nationale Herausforderung“ kommen: „Wir verlieren jedes Jahr Millionen von Euro, weil wir Räume heizen, die die Wärme nicht halten können. Es wird dringend notwendig, mit Investitionen in Wärmeisolierungsarbeiten zu beginnen, mit einer Art Marshallplan für die Universitäten.“

Es ist „Long Covid“ der anderen Art. Gesellschaftliche Eingriffe, die bis zur „Neue Normalität“ absolute Tabubrüche dargestellt haben, sind jetzt möglich. Gerade die Universitäten sind ein gutes Beispiel, waren sie doch all die Jahrhunderte ihres Bestehens – ob Pest oder Krieg – immer geöffnet. Diese Zeit ist vorbei.

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Quelle 

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