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EU-Kommission plant europaweite Krankenakte

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STRAßBURG. Die EU-Kommission hat sich auf die Einführung einer einheitlichen, digitalen Krankenakte für den EU-Raum verständigt. Künftig soll es möglich sein, daß Patienten ihre Krankengeschichte, Testergebnisse oder Verschreibungen mit Gesundheitsdienstleistern in der gesamten EU teilen, sagte EU-Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides laut dem Ärzteblatt.

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Die EU-Kommission erhofft sich Einsparungen im Gesundheitswesen durch unnötig gewordene Mehrfachuntersuchungen. Kyriakides betonte, der neue digitale Standard biete einen hohen Datenschutz. Patienten sollen bestimmen und auch nachvollziehen können, mit wem sie ihre Krankenakte teilen. Der erste Datenaustausch zwischen zwei EU-Staaten fand 2019 statt. Bis 2025 soll die vollständige Umsetzung abgeschlossen sein.

Die erhobenen Daten sollen von Wissenschaft, Industrie und Behörden genutzt werden, um beispielsweise Medikamente zu entwickeln oder Pandemien besser zu bekämpfen. Darüber hinaus können die Daten dazu genutzt werden, die „Handlungsfähigkeit“ von Patienten in einem „Übergang zu einem gesünderen Lebensstil, Umgang mit chronischen Erkrankungen und Rückmeldungen an Gesundheitsdienstleister“ zu stärken, wie es in einem EU-Papier heißt.

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