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Gasspeicher in der EU zu unter 40% gefüllt, Zulassung von Nord Stream 2 erst im 2. Halbjahr 2022

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Allgemeine Begriffserklärung und Richtigstellung der ddbnews-Redaktion:

Deutschland ist nicht die Bundesrepublik. Die Bundesrepublik hat keine Bürger wie ein richtiger Staat und seit 1990 kein eigenes Gebiet (und keine „Soldaten“ nur private Söldner, keine „Beamten“, nur Bedienstete „als“ Beamte), sondern nur unter Kriegsrecht stehende, rechtlose Bewohner, registriert in einer Verwaltung und mit Deutschland ist in allen Artikel die illegale und seit 3. Oktober 1990 unter Vorbehaltsrechten der Alliierten agierende Fremdverwaltung Bundesrepublik gemeint, die natürlich nicht Deutschland ist, jemals war oder sein könnte. Sie hat auch keine Minister im staatlichen Sinne, sondern nur Abteilungsleiter einer Geschäftszentrale und einer Geschäftsführung, die sich Kanzleramt und/oder Bundespräsidialamt „nennen“. Übrigens: Parteien sind politisch und geschäftlich tätige und orientierte Vereine, unter Ausschluß jeglicher Haftung nach BGB § 54, welche ansonsten für Vereine verpflichtend vorgeschrieben ist. Und noch etwas: Die gesamte Presse und die Medien in der Bundesrepublik sind internationale und globale Organe und keine deutschen Presse- und Medienhäuser. Die EU ist eine private Organisation, wird von den Vereinigten Staaten von Amerika gesteuert und hat mit Staatlichkeit oder einem völkerrechtlichen Staatenbund nichts zu tun. 

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Das Gas dürfte in der EU kaum über den Winter reichen, aber neue Großbestellungen aus Russland bleiben aus und die Zulassung von Nord Stream 2 wird weiter verzögert.

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Am Ende der letzten Heizsaison waren die Gasspeicher in der EU noch zu etwa 30 Prozent gefüllt. Heute, mitten im Winter, ist es nicht viel mehr. Wie das Erdgas über den Winter reichen soll, ist nicht ersichtlich, es sei der Winter wird sehr warm.

Der Grund ist, dass Pipelines und Flüssiggas-Tanker nicht ausreichen, den Gas-Bedarf im Winter zu decken, daher werden die Gasspeicher im Sommer gefüllt und im Winter geleert. Im letzten Sommer gelang es jedoch nicht, die Speicher zu füllen, die Gründe dafür habe ich am Ende dieses Artikels zusammengefasst.

Trotzdem verzögern die Bundesnetzagentur und die EU-Kommission die Zulassung von Nord Stream 2. Mehr noch: Seit Ende Dezember wird kaum noch Gas aus Russland über die bestehenden Pipelines geordert, obwohl Russland immer wieder mitgeteilt hat, dass bereit ist, mehr zu liefern, Details dazu finden Sie hier.

Es drängt sich regelrecht das Gefühl auf, dass man in der EU an der Gasknappheit interessiert, denn es wird nichts dagegen unternommen und es wird immer wahrscheinlicher, das demnächst großflächige Abschaltungen von Strom und/oder Heizung drohen.

Das russische Fernsehen hat die aktuellen Meldungen am 31. Januar in zwei Artikeln gebracht und ich habe sie übersetzt. Wir beginnen mit der Meldung über den Füllstand der europäischen Gasspeicher.

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Beginn der Übersetzung:

Gazprom: Europas Gasspeicher sind nur zu 39% gefüllt

Nach Angaben von Gazprom ist weniger als 20 Prozent des in diesem Sommer in die europäischen unterirdischen Gasspeicher gepumpten Gases in den Speichern verblieben.

Die Menge des aktiven Gases in den Gasspeichern in Europa war am 29. Januar um 27,3 Prozent (14,4 Milliarden Kubikmeter) geringer als am gleichen Tag des Vorjahres.

Der Füllstand der Gasspeicher in Europa lag bei 39 Prozent, während er in Deutschland und Frankreich 37 Prozent bzw. 36 Prozent betrug.

Somit haben die europäischen Länder bis zum 29. Januar 80,3 Prozent (38,4 Milliarden Kubikmeter) des im Sommer in die Speicher gepumpten Gases entnommen.

Gleichzeitig sind die Gasreserven im ukrainischen Gasspeichern bis zum 29. Januar auf 11,5 Milliarden Kubikmeter gesunken, das sind 46,1 Prozent (9,8 Milliarden Kubikmeter) weniger als im Vorjahr und 3,8 Milliarden Kubikmeter weniger als zu Beginn der Einspeisung im April 2021.

Ende der Übersetzung

Trotzdem haben Deutschland und die EU es nicht eilig, Abhilfe zu schaffen und verzögern die Zulassung von Nord Stream 2 weiterhin, wie das russische Fernsehen in einem weiteren Artikel meldet.

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Beginn der Übersetzung:

Deutschland: Zertifizierung von Nord Stream 2 wird sich lange hinziehen

Das Schweizer Unternehmen Nord Stream 2 AG, das als Betreiber der Gaspipeline Nord Stream 2 fungiert, hat eine Tochtergesellschaft in Deutschland gegründet, die Gas for Europe GmbH.

Die Bundesnetzagentur warte jedoch darauf, dass die Nord Stream 2 AG alle erforderlichen Unterlagen einreiche, um den Antrag auf Zertifizierung der Gas for Europe GmbH als Betreiber von Nord Stream 2 zu prüfen, sagte der Leiter der Behörde, Jochen Homann, der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.

Die Gas for Europe GmbH wurde bereits in das deutsche Handelsregister eingetragen. Es sind jedoch weitere Schritte erforderlich. Die Behörde geht davon aus, dass die Nord Stream 2 AG in Kürze alle Unterlagen einreichen wird.

Nach Erhalt der Unterlagen kann die Agentur ihre Prüfung des Antrags auf Zertifizierung des Betreibers von Nord Stream 2 wieder aufnehmen.

Was den Zeitplan betrifft, so ist eine Entscheidung über die Zertifizierung in der ersten Jahreshälfte kaum zu erwarten, betonte Homan.

Nord Stream 2 hat vom Bergamt Stralsund bereits die technische Betriebsgenehmigung erhalten.

Die Behörde hat jedoch Bedenken, ob der Betreiber von Nord Stream 2 die EU-Vorschriften zur Entflechtung einhält. Die Unternehmen der Rohstofflieferanten müssen von den Unternehmen des Rohstoffhandels getrennt sein.

Sollte die Behörde das deutsche Unternehmen nicht zertifizieren, könnte die Nord Stream 2 AG rechtliche Schritte einleiten, so Homan.

Der Zertifizierungsprozess könnte sich daher „lange hinziehen“, betonte der Leiter der Behörde.

Darüber hinaus ist die Europäische Kommission in den Zertifizierungsprozess involviert und die Agentur muss die Meinung der Kommission berücksichtigen, so Homan.

Präsident Wladimir Putin hat bereits erklärt, dass Russland und seine Partner ihr Ziel, Nord Stream 2 zu bauen, erreicht haben, nun haben Deutschland und die EU das Wort.

Nord Stream 2 ist betriebsbereit, betonte Putin und zeigte sich zuversichtlich, dass die Inbetriebnahme der Pipeline zu niedrigeren Gaspreisen in Europa führen wird.

Ende der Übersetzung

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Wie wenig souverän Deutschland und die EU sind, zeigt sich an Meldungen aus den USA. Die 2014 auf dem Maidan Brötchen verteilende US-Vizeaußenministerin Victoria (Fuck-the-EU) Nuland, die heute wieder den gleichen Posten besetzt, hat sich gerade zu Nord Stream 2 geäußert und erklärt:

„Ich möchte mich heute klar und deutlich ausdrücken: Wenn Russland in die Ukraine einmarschiert, wird Nord Stream 2 so oder so nicht vorankommen.“

Im Klartext ist es für die USA selbstverständlich, dass Washington entscheidet, welche Energieprojekte in Deutschland und der EU umgesetzt werden. Und Deutschland und die EU sehen das anscheinend genauso, denn aus der EU es kam kein Protest gegen diese Aussage.

Die EU mag das ja genauso sehen, wie die USA, aber derartig eindeutige Aussagen zu Nord Stream 2 hört man aus Brüssel nicht, dort wird gestritten, ob man Nord Stream 2 in ein etwaiges Sanktionspaket einbinden sollte oder nicht. Und man hört auch keinen Protest darüber, dass die USA der EU ihre Energiepolitik vorschreiben wollen.

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Die Gründe für die Energiekrise in Europa

Über die Gründe für die Energiekrise in Europa habe ich oft berichtet, daher fasse ich sie hier der Vollständigkeit halber nur noch einmal kurz zusammen.

Erstens: Der letzte Winter war kalt, weshalb viel Gas verbraucht wurde. Pipelines und Tanker reichen nicht aus, um im Winter genug Gas nach Europa zu bringen, weshalb die Gasspeicher normalerweise im Sommer aufgefüllt werden. Das ist in diesem Jahr ausgeblieben und während die Gasspeicher normalerweise zu Beginn der Heizsaison zu fast 100 Prozent gefüllt sind, waren es in diesem Jahr nur knapp 75 Prozent.

Zweitens: Die Energiewende hat zu einem zu großen Anteil von Windenergie am Strommix geführt. Da der letzte Sommer aber außergewöhnlich windstill war, fehlte die Windkraft und es wurde unter anderem Gas zur Stromerzeugung genutzt, das eigentlich in die Speicher hätte geleitet werden müssen.

Drittens: Der Wunsch vieler europäischer Politiker, russisches Gas durch vor allem amerikanisches Flüssiggas zu ersetzen, hat dazu geführt, dass in Europa nun Gas fehlt. Der Grund: In Asien sind die Gaspreise noch höher als in Europa und die fest eingeplanten amerikanischen Tanker fahren nach Asien, anstatt nach Europa.

Viertens: Die Reform des Gasmarktes der letzten EU-Kommission hat den Handel mit Gas an den Börsen freigegeben. Dadurch wurde Gas zu einem Spekulationsobjekt. Während Gazprom sein Gas gemäß langfristiger Verträge für 230 bis 300 Dollar nach Europa liefert, ist es für die Importeure ein gutes Geschäft, das Gas an der Börse für 1.000 Euro weiterzuverkaufen und diese Spekulationsgewinne in Höhe von mehreren hundert Prozent in die eigene Tasche zu stecken.

Warum Gazprom trotzdem langfristige Verträge möchte? Die Antwort ist einfach, denn das war auch in Europa so, als in Europa noch Gasfelder erschlossen wurden. Der Produzent von Gas muss Milliardeninvestitionen planen und das geht nur, wenn er weiß, wie viel Gas er langfristig zu welchem Preis verkaufen kann. Daher möchte ein Gasproduzent langfristige Verträge, auch wenn der Preis zeitweise möglicherweise viel niedriger ist als der, den er an der Börse erzielen könnte.

Auch für den Kunden ist es von Vorteil, wenn er die Gaspreise und die Gasmengen im Voraus planen kann, denn was passiert, wenn man sich auf kurzfristige Verträge einlässt, erleben wir gerade in Europa. Dass die EU-Kommission sich trotzdem für kurzfristige Verträge und Börsenhandel von Gas einsetzt, ist entweder Inkompetenz, oder der Wunsch europäischen Konzernen die lukrative Börsenspekulation mit Gas auf Kosten der Verbraucher zu ermöglichen, oder die politische Abhängigkeit von den USA, die auf kurzfristige Verträge setzen, weil ihrer schnelllebigen Frackingindustrie schnelle Gewinne wichtiger sind als langfristige Planungssicherheit.

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Quelle

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