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Gebührenfinanzierung: Schwerer Schlag für die BBC

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Allgemeine Begriffserklärung und Richtigstellung der ddbnews-Redaktion:

Deutschland ist nicht die Bundesrepublik. Die Bundesrepublik hat keine Bürger wie ein richtiger Staat und seit 1990 kein eigenes Gebiet (und keine „Soldaten“ nur private Söldner, keine „Beamten“, nur Bedienstete „als“ Beamte), sondern nur unter Kriegsrecht stehende, rechtlose Bewohner, registriert in einer Verwaltung und mit Deutschland ist in allen Artikel die illegale und seit 3. Oktober 1990 unter Vorbehaltsrechten der Alliierten agierende Fremdverwaltung Bundesrepublik gemeint, die natürlich nicht Deutschland ist, jemals war oder sein könnte. Sie hat auch keine Minister im staatlichen Sinne, sondern nur Abteilungsleiter einer Geschäftszentrale und einer Geschäftsführung, die sich Kanzleramt und/oder Bundespräsidialamt „nennen“. Übrigens: Parteien sind politisch und geschäftlich tätige und orientierte Vereine, unter Ausschluß jeglicher Haftung nach BGB § 54, welche ansonsten für Vereine verpflichtend vorgeschrieben ist. Und noch etwas: Die gesamte Presse und die Medien in der Bundesrepublik sind internationale und globale Organe und keine deutschen Presse- und Medienhäuser. Die EU ist eine private Organisation, wird von den Vereinigten Staaten von Amerika gesteuert und hat mit Staatlichkeit oder einem völkerrechtlichen Staatenbund nichts zu tun.

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Die britische Regierung will das bisherige Finanzierungsmodell für den öffentlich-rechtlichen Sender abschaffen

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Da werden auch viele in Deutschland aufhorchen: Es sei an der Zeit, „neue Wege der Finanzierung und Vermarktung“ für die BBC zu diskutieren, kündigte Nadine Dorries an, die Chefin des Ministeriums für Digitales, Kultur, Medien und Sport (DCMS), in deutschen Berichten meist als „Kulturministerin“ bezeichnet.

Die Finanzierung der BBC soll für zwei Jahre eingefroren und das Gebührenmodell ab 2027 vollständig abgeschafft werden, so der Kern der Nachricht.

Dorries verkauft den Eingriff ans Eingemachte mit einem drastischen Bild und mit einem Lobpreis: Es werde keine Gerichtvollzieher mehr geben, die an die Türen älterer Bürger klopfen und den säumigen Zahlern mit Gefängnis drohen – „diese Tage sind gezählt“. Und: Es gehe um „großartige britische Inhalte“.

Weswegen es kein Problem sein dürfte, so lässt ihr Twittereintrag verstehen, dass die BBC-Inhalte sich künftig gut verkaufen. Konkurrenz sind Streaming-Dienste wie z. B. Amazon Prime oder Netflix. Auch die BBC sollte sich künftig über Abo-Modelle finanzieren, so die Aussichten.

Für die BBC würde eine Abschaffung der Beiträge, die derzeit mit 3,2 Milliarden Pfund (3,83 Mrd Euro) pro Jahr den Großteil der Finanzierung ausmachen, einen radikalen Umbau bedeuten. Tausende Jobs müssten gestrichen und mehrere Programme und Spartenkanäle dichtgemacht werden. Derzeit zahlt jeder Haushalt jährlich 159 Pfund.Faz

Mit diesen Gebühren sei die BBC aber „deutlich effizienter“ als die ARD und das ZDF bei uns umgegangen, kommentiert fefe. Er rechnet vor, geringere Bevölkerungszahl (67 Millionen gegenüber 83 Millionen), weniger Gebühren (159 Pfund sind etwa 190 Euro; in Deutschland beträgt der Rundfunkbeitrag jährlich 220 Euro), besseres Programm:

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Gut, ARD und ZDF machen auch einige gute Sendungen, aber wenn man mal vergleicht, wieviel die BBC mit deutlich weniger Geld reißt, dann ist das schon echt peinlich für unser Land.

fefe

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Darüber wird es geteilte Meinung geben, auch wenn etwa die BBC-Serie „Doctor Who“ auch in deutschen Magazinen als Nummer 1 bei Serienklassikern geführt wird. Felix von Leitner zitiert Doctor Who aber auch als Exempel für die „Selbstdemontage“ der BBC. Das Publikum habe sich seit 2009 „glatt halbiert“.

Erwähnt man die BBC im Zusammenhang mit „Selbstdemontage“, so fallen Kritikern der Zeitströmungen, die eine Verengung des Programmangebots aufgrund neuer politischer Sensibilitäten monieren, sehr schnell mehrere Beispiele ein, pointiert zusammengefasst in der Bemerkung, Monty Python würden heute in der BBC keinen Sendeplatz mehr bekommen. „Monty Python’s Flying Circus“ war ebenfalls ein „Kultsendung“ der BBC.

Löwen, die nicht mehr beißen, kommen in Schaukästen. Monty Python wurden auch hierzulande als Kult gefeiert. Die Truppe habe „das Comedy-Genre nachhaltig verändert“. John Cleese, Mitglied der Truppe, ärgert sich mittlerweile über Maßnahmen der BBC, die u.a. zum Ausschluss einer Folge von Fawlty Towers führte. Er wirft der BBC „Feigheit“ vor.

Dem Sender, der bei manchen heiklen politischen Themen keine gute Figur machte, wie etwa als es um Geheimdienstnachrichten in der Vorbereitung des Irakkrieges 2003 ging, kann allerdings nicht bausch- und bogenmäßig unterstellt werden, was in der Diskussion um staatliche Vereinnahmungen von Sendern „capture“ genannt wird.

So wird der Schritt der derzeitigen britischen Regierung auch mit deren Verärgerung über die Brexit-Berichterstattung der BBC erklärt. Der Sender habe in vielen Beiträgen deutlich das Lager unterstützt, das für den Verbleib Großbritanniens in der EU war. Premierminister Johnson, der sich als Brexit-Befürworter profilierte, wird von der BBC nicht gerade gehätschelt.

Kritiker aus der Opposition halten die Ankündigung, das Gebührenmodell für den Sender in fünf Jahren abzuschaffen, für ein Ablenkungsmanöver der Regierung, die derzeit wegen Corona-Partys und anderen Problemen in Bedrängnis geraten ist.

Versuche, das Gebühren- und Geschäftsmodell der BBC zu ändern, gab es auch in der Vergangenheit. Der britische Sender gilt als Modell für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk, wie er hierzulande nach dem zweiten Weltkrieg organisiert wurde. So wird die Nachricht aus dem UK auch in den hiesigen Rundfunkanstalten zu reden geben:

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Für die BBC ist die Entscheidung ein schwerer Schlag: Der Sender muss in wenigen Jahren ein neues Finanzierungsmodell entwickeln und mit der Regierung verhandeln. Denkbar ist laut der Tageszeitung „The Guardian“ etwa ein Abo-Modell oder eine teilweise Privatisierung. Das könnte die Unabhängigkeit der BBC gefährden und viele Arbeitsplätze kosten, geben Kritiker zu bedenken.

Die Welt

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Unter dem Tweet der britischen Kulturministerin Nadine Dorries ist ein Kommentar zu finden, der auf einen Punkt hinweist, der bei aller lokalen und sprachlichen Unterschiede auch in der Debatte über öffentlich-rechtliche Anstalten hierzulande ein wichtiges Argument für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk markiert:

„Die BBC bietet Programme für Menschen mit Behinderungen, Programme in walisischer und gälischer Sprache, stellt Bildungsressourcen für Schulen und Hochschulen bereit und unterhält das Freeview-Sendernetz. Wie können sie diese Dinge, die nach Ihrem Modell (der britischen Regierung, Einf. D. V.) nicht profitabel sind, weiterhin tun?“

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Quelle

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