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Grundlagen einer nationalen Ideologie für das moderne Russland

 

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Vorbemerkung von Helmut Schnug: Um die politischen und wirtschaftlichen Interessen der Russischen Föderation verstehen und einordnen zu können, sollten sich westliche Politiker, die Medien und auch die Gesellschaft nicht in Geschichtsvergessenheit, Faktenverdrehung, überheblichen westlichen Hochmut und teilweise völlig unberechtigten Schuldzuweisungen oder gar übelste Diffamierung und Dämonisierung frönen. 

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Es muss im regen Austausch eine informationelle Basis geschaffen werden, um der gewollten Verdummung durch Konditionierung (.. und damit Kontrolle) seitens der Regierungen und deren willfährigen Helfern in Form zumeist gleichgeschalteter Leitmedien (Systemmedien) und deren „embeddeten“, in Teilen auch korrumpierten, dem transatlantischen Kadavergehorsam verfallenen und monetär abhängigen Journalisten die Stirn zu bieten. […]
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Die Vorwürfe in Richtung Russland und seine Medien, hemmungslose Staatspropaganda zu betreiben, holt die deutschen Journaille wie ein Bumerang wieder ein. Die gleichgeschalteten deutschen Medien befinden sich auf einer Einbahnstraße ins Abseits und lassen keinerlei Gegenverkehr zu. Es wird nur mit Vorurteilen gekocht – an einer echter Diskussion besteht keinerlei Interesse. […]
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Vortrag von Prof. Dr. Elena Panina – Direktorin des RUSSTRAT Institute.  Übersetzung: Helmut Schnug.

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► EINE FRAGE DER ZEIT

Nach dem Beginn der militärischen Sonderoperation in der Ukraine stand die Frage nach den Grundlagen der nationalen Ideologie ganz oben auf der Tagesordnung. Es wurde deutlich, dass die Konfrontation nicht nur mit dem Kiewer Regime, sondern auch mit dem NATO-Bündnis, mit dem kollektiven Westen und seinen Verbündeten besteht, die einen zivilisatorischen Vernichtungskrieg gegen Russland führen.
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Man muss zugeben, dass die Gesellschaft nicht vollständig auf die neuen Herausforderungen vorbereitet war. Die Gesellschaft ist weitgehend ideologisch demobilisiert und lebt in der Gegenwart. Die Führungsschicht, einige Kulturschaffende, Vertreter des Großkapitals und junge Menschen sind vom Geist des Konsumismus und der Konformität durchdrungen.
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In Anbetracht des immer stärker werdenden militärischen, wirtschaftlichen, informationellen und propagandistischen Drucks auf die Russische Föderation bedarf es dringend einer klaren Ausrichtung der ideologischen Prioritäten und Leitlinien, die ein klares Verständnis für die Gründe des Geschehens, die Ziele und den Sinn der von Russland ergriffenen Maßnahmen vermitteln. Unsere Bürger, und vor allem die jüngere Generation, müssen klar verstehen, wofür gekämpft wird, für welche Ideale und Werte unser Land steht und warum wir das Richtige tun.

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► DIE RUSSISCHE ZIVILISATION – EINE ALTERNATIVE ZUR STERBENDEN WELT

Die Russische Föderation ist nicht nur einer der fast 200 Staaten, die es auf der Welt gibt. Russland ist mehr als nur ein Land. Russland ist eine „Staatszivilisation“ (W. Putin). Ein Synonym für den Ausdruck „russische Zivilisation“ ist der Ausdruck „historisches Russland“.
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Der kollektive Westen übt einen starken ideologischen Einfluss auf den Rest der Welt aus und positioniert sich als „Führer der Menschheit“, als universelles Modell der modernen Entwicklung. Die westliche Zivilisation ist jedoch nur eine von mehreren lokalen Zivilisationen in der Welt, die in Bezug auf ihr Gewicht und ihre Bedeutung in die gleiche Kategorie wie die russische Zivilisation einzuordnen ist.
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In den letzten fünf Jahrhunderten stand unsere Zivilisation unter aggressivem Druck aus dem Westen. Jedes Jahrhundert müssen wir immer wieder gegen eine westliche Invasion kämpfen, uns gegen die polnisch-litauischen Invasoren (1612), die schwedischen Invasoren (1709), Napoleons „große Armee“ (1812), die deutsch-faschistischen Invasoren (1945) verteidigen. Alle Zeichen der allumfassenden Aggression des Westens sind auch heute noch präsent.
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Es wäre falsch, dies nur mit dem Wunsch zu erklären, sich die Territorien und die kolossalen natürlichen Ressourcen, die unser Land besitzt, anzueignen. Natürlich treibt dies die Aggressoren an. Aber die Wurzeln dieses brutalen Hasses auf Russland, des Wunsches, es in irgendeiner Weise zu zerstören, müssen in den grundlegenden zivilisatorischen Unterschieden zwischen der russischen und der westlichen Zivilisation gesucht werden.
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Wenn man unsere Werte im Vergleich zu den Werten des Westens „vom Gegenteil her“ formt, kann man feststellen, dass wir uns durch Folgendes auszeichnen:

• Gerechtigkeit, nicht der westliche Kult der Bequemlichkeit;

• Kollektivismus, nicht westlicher Individualismus;

• ethnische Gleichheit, im Gegensatz zur westlichen kolonialen Unterdrückung.

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Wir sind Menschen des Guten, des Gewissens, der Wahrheit und des Glaubens. Dies spiegelt sich in unserer Seele, in unserer Geschichte, in unseren Traditionen und in unserer Lebensweise wider. Das Gewissen ist ein rein russisches Konzept. Dank des Gewissens bestimmen die Handlungen eines Menschen nicht nur die äußeren Regeln, sondern vor allem das innere moralische Gesetz.
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Die Wahrheit ist die Verkörperung der Forderungen des Gewissens im täglichen Leben – im persönlichen, familiären, sozialen und politischen Bereich. „Gott ist nicht in der Macht, sondern in der Wahrheit“ – diese Worte von Alexander Newski(Link ist extern) sind der moralische Imperativ unserer Geschichte.
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Der Glaube gibt uns die Hoffnung, dass sich die Wahrheit immer durchsetzen und das Gute das Böse besiegen wird. Dass sich in einer historischen Auseinandersetzung der Beste durchsetzen wird, nicht der Reichste oder Stärkste.
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Der Beitrag unserer Zivilisation zu Wissenschaft, Kultur, sozialem Fortschritt und gesellschaftlicher Entwicklung in der Welt ist enorm. Gerade deshalb ist die Existenz einer „Welt ohne Russland“ sinnlos („Warum brauchen wir eine Welt ohne Russland?“ – W. Putin).
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Wir sind eine besondere Zivilisation, wir haben unsere eigene Wahrheit und unseren eigenen Weg. Heute, inmitten einer universellen Krise, wird unsere Zivilisation als eine Alternative zum entwürdigenden Westen konzipiert.

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► Unsere zivilisatorischen Ideologeme:

• Wir sind mehr als ein Land. Wir sind ein zivilisatorischer Staat;

• Warum brauchen wir eine Welt ohne Russland?

• Russland – eine Zivilisation des Guten;

• Fairness ist mehr wert als Bequemlichkeit;

• Kollektivismus statt Egoismus;

• Gleichheit statt Unterdrückung;

• Solidarität ist wertvoller als Konkurrenz;

• Russland ist eine Alternative zur untergehenden westlichen Zivilisation.

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► WEGBEREITER FÜR NEUE GENERATIONEN

Unsere Werte sind eine Verschmelzung der Werte vieler Völker Russlands, die um den staatsbildenden russischen Kern vereint sind. Die traditionelle russische Familie ist auf diesen Werten aufgebaut.
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Die Bedeutung des Familienideals für unser Volk ist unumstößlich. Wir akzeptieren die vom Westen verursachte Zerstörung der Familie nicht. Die Familie ist das Fundament der Stabilität unseres Staates, die Quelle der Kraft unseres Volkes. Es ist der Familie zu verdanken, dass neue Generationen in unsere Welt kommen, dass neue Menschen geboren werden.
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Die Bildung eines neuen Menschen und eines zukünftigen Bürgers – Geburt, Erziehung, Bildung und Aufklärung – ist die wichtigste produktive Arbeit. Ein Mensch ist der wichtigste Wert, der wichtiger ist als alle materiellen Güter.
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Die Geburt von Kindern ist nicht nur die Fortführung der Familie des Vaters und der Mutter des Kindes. Das ist die Vermehrung unserer Nation, das ist die Linie der Fortsetzung der Gegenwart Russlands in seine Zukunft. Eine gesunde, starke, fleißige und gebildete Bevölkerung ist der wichtigste Wert des Landes.
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Neue Generationen heranzuziehen und die Zahl der Bürger zu erhöhen, ist eine strategische Aufgabe einer verantwortungsvollen Regierung und eines starken Staates. Ein unbevölkertes, entvölkertes Land wird in einer Konfrontation mit einem äußeren Feind immer zur Niederlage verurteilt sein.
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Die russische Supermacht sollte eine Bevölkerungszahl und einen Binnenmarkt und Arbeitsmarkt haben, die diesem Status entsprechen. Die Unterstützung von Familien mit Kindern ist keine „Wohltätigkeit“ von Staat und Gesellschaft, sondern eine legitime Belohnung für die Arbeit der Eltern.
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Die Demographie diktiert die Umgestaltung des Rentensystems. Die Arbeit der neuen Generationen ist die Grundlage des Rentensystems für die heutigen Generationen. Die wichtigste Voraussetzung für sein Funktionieren ist der zahlenmäßige Überschuss der jüngeren Generationen gegenüber den älteren. Kinder zu erziehen ist eine enorme elterliche Anstrengung. Das künftige Rentensystem sollte auf dem Verhältnis zwischen dem persönlichen beruflichen Arbeitsergebnis und dem persönlichen elterlichen Beitrag jedes Einzelnen beruhen.
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Ein verantwortungsvoller Staat und eine solidarische Gesellschaft fördern kinderreiche Familien – nicht nur finanziell, sondern auch moralisch. Zu den wichtigsten Aufgaben im Kultur- und Bildungsbereich, in der Wirtschaftspolitik und in den Medien sollte die Aufgabe gehören, ein Höchstmaß an Prestige für kinderreiche Familien und Respekt für kinderreiche Familien zu schaffen. Viele Kinder zu haben sollte populär und modisch werden. Die Kreativität der Elternschaft sollte mehr geschätzt werden als sinnlose und absurde „Kreativität“.
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Unsere Prioritäten in der Familienpolitik lassen sich in Form der folgenden Ideologeme formulieren:

• Menschen sind mehr wert als die Wirtschaft;

• Leben sind wertvoller als Gewinne;

• Kinder sind wertvoller als Vergnügen.
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Kinderfreuden_Kinderfreundlichkeit_Kinderreichtum_Kindeswohl_Kinder_kinderreiche_Familien_Russland_Familienpolitik_Familienideal_Humankapital_Kritisches-Netzwerk

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