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Holz: Vom Klimaretter zum Schädling

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Holz soll laut der EU seinen Status als erneuerbare Energie bis 2030 verlieren. Das Umweltbundesamt rät von der Nutzung ab – Industrie, Handwerk und Verbände kritisieren das Vorhaben.

Die Preise für Erdgas und Öl schießen in mittlerweile kaum noch bezahlbare Dimensionen. Vorausahnend, was noch kommen mag, haben schon viele Haushalte im Frühjahr begonnen, Holz für den heimischen Ofen zu kaufen. Das hat den Markt ebenfalls stark beeinflusst.

Der natürliche Energielieferant wurde knapper, viele Händler haben nur noch Stammkundschaft versorgt. Auch der Preis für einen Festmeter vervierfachte sich im Laufe des Jahres. Kostete ein Festmeter im Frühjahr noch etwa 80 Euro im Rhein-Main-Gebiet, so waren es im Sommer je nach Holzart teilweise schon mehr als 300 Euro.

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WHO reduziert Richtwerte deutlich

Dabei galt Holz lange Zeit als umweltfreundliche Alternative. Dem Staat war das über einen längeren Zeitraum Förderprogramme wert. Zum August 2022 wurde zwar der Zuschuss für Pelletheizungen in der bisherigen Form gestrichen, Umrüstungen werden aber immer noch subventioniert, wenn eine Sanierung dem Gebäude eine Effizienzstufe einbringt – wird zum Beispiel auf der Plattform heizungsfinder.de erläutert.

Bereits im Februar erklärte das Bundesumweltamt (UBA) Pelletheizungen für gesundheitsschädigend und riet von der Nutzung ab, schrieb das Magazin „Focus“ seinerzeit. Galt der Energieträger bis dato als klimaneutral, warnte UBA-Präsident Dirk Messner nun unter anderem vor der Feinstaubbelastung.

Dabei berief er sich auf deutlich reduzierte Richtwerte auch für Stickstoffdioxid und Ozon in den überarbeiteten Leitlinien der Weltgesundheitsorganisation. Das Fatale für die Menschen: Angesichts der Energiekrise bleiben immer weniger Möglichkeiten, um für angenehme Temperaturen in den heimischen vier Wänden zu sorgen.

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Holz passt nicht mehr in die Energiestrategie

Dem Umweltbundesamt springt im Kreuzzug gegen Öfen und Kamine nun die Europäische Union zur Seite und setzt das Holz auf die Streichliste. Mitte September hat das Parlament in Brüssel beschlossen, dass Holz bis 2030 seinen Status als erneuerbare Energie verlieren soll. Dieser Beschluss ist Teil der „Fit for 55“-Strategie.

Darin ist festgelegt, dass die Mitgliedsländer der EU bis 2030 Treibhausgase um 55 Prozent gegenüber 1990 senken sollen, heißt es auf der Internetseite von „agrarheute“.

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