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Horrorshow bei Amazon

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Deutschland ist nicht die Bundesrepublik. Die Bundesrepublik hat keine Bürger wie ein richtiger Staat und seit 1990 kein eigenes Gebiet (und keine „Soldaten“ nur private Söldner, keine „Beamten“, nur Bedienstete „als“ Beamte), sondern nur unter Kriegsrecht stehende, rechtlose Bewohner, registriert in einer Verwaltung und mit Deutschland ist in allen Artikel die illegale und seit 3. Oktober 1990 unter Vorbehaltsrechten der Alliierten agierende Fremdverwaltung Bundesrepublik gemeint, die natürlich nicht Deutschland ist, jemals war oder sein könnte. Sie hat auch keine Minister im staatlichen Sinne, sondern nur Abteilungsleiter einer Geschäftszentrale und einer Geschäftsführung, die sich Kanzleramt und/oder Bundespräsidialamt „nennen“. Übrigens: Parteien sind politisch und geschäftlich tätige und orientierte Vereine, unter Ausschluß jeglicher Haftung nach BGB § 54, welche ansonsten für Vereine verpflichtend vorgeschrieben ist. Und noch etwas: Die gesamte Presse und die Medien in der Bundesrepublik sind internationale und globale Organe und keine deutschen Presse- und Medienhäuser. Die EU ist eine private Organisation, wird von den Vereinigten Staaten von Amerika gesteuert und hat mit Staatlichkeit oder einem völkerrechtlichen Staatenbund nichts zu tun. 

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Shoppen ist oberste Bürgerpflicht. Um »die Wirtschaft« anzukurbeln, braucht es Marketing-hörige Konsumenten, die nicht nur kaufen, was sie brauchen, sondern möglichst viel von dem, was im Schaufenster liegt. Um diesen Irrsinn mit Blick auf das nahende Weihnachtsgeschäft weiter zu befeuern, wurde am Freitag einmal mehr der »Black Friday« ausgerufen. Bei diesem initiierten Konsumrausch, der auf eine US-amerikanische Tradition zurückgeht, locken Einzelhändler mit Rabatten und werfen mit verbilligten Produkten um sich. Profitabel ist das weniger für den Tante-Emma-Laden, sondern vor allem für Onlinehändler wie den US-Konzern Amazon. Dessen Geschäft boomt nicht erst, aber vor allem seit der Corona-Pandemie. Für den diesjährigen »Black Friday« kündigte das Unternehmen »mehr Deals als jemals zuvor« an. Zwischen sechs Uhr morgens und 19.45 Uhr gingen »Blitzangebote im Fünf-Minuten-Takt online, die für maximal sechs Stunden verfügbar sind«.

Mit einem Umsatz von rund 4,9 Milliarden Euro bei dem diesjährigen »Black Friday« sowie dem »Cyber Monday« am kommenden Montag rechnet der Handelsverband Deutschland, hieß es in einer Mitteilung in der vergangenen Woche. Das wären 27 Prozent mehr als 2020. Von Krise also keine Spur – außer man fragt bei denjenigen nach, die mit ihrer Arbeitskraft für die Profite von Unternehmen wie Amazon schuften: Weltweit wurde am Freitag im Rahmen des Aktionstages »Make Amazon Pay« gegen den Internetriesen protestiert, der für professionelle »Steuervermeidung« bekannt ist. In der BRD rief die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (Verdi) zu Streiks auf. Demnach legten mehrere tausend Beschäftigte in sieben Versandzentren die Arbeit nieder.

»Horror« ist das Wort, das Sylwia Lech als erstes einfällt, wenn sie an »Black Friday« denkt. Lech ist Verdi-Streikleiterin in Augsburg und weiß, wie im nahegelegenen Versandzentrum Graben geschuftet wird. Die Beschäftigten seien dieser Tage nur noch müde von der schweißtreibenden Arbeit, berichtete sie am Freitag gegenüber jW. Wer im Versandzentrum nicht zügig genug arbeite, werde zu Gesprächen gebeten. »Was ist denn los?« und »Kann man dir helfen?« seien Fragen, die Vorgesetzte dann den Beschäftigten stellten. Vor allem für die Arbeiter mit befristeten Verträgen sei dieser permanente Druck kaum auszuhalten. Amazon selbst behauptet wiederum, danach zu streben, weltweit »der beste Arbeitgeber zu sein sowie den sichersten Arbeitsplatz zu bieten«. Sicher sind laut Lech derzeit aber nur die täglichen Warteschlangen vor dem Versandzen­trum, weil die Kontrolle darüber, ob Mitarbeiter geimpft, genesen oder negativ getestet sind, schlecht organisiert sei.

Seit mehr als acht Jahren führe der Verdi-Fachbereich Handel nun schon den Arbeitskampf bei Amazon, berichtete der zuständige Bundesfachgruppenleiter Orhan Akman am Freitag gegenüber jW. Gefordert werde »die Anerkennung der Flächentarifverträge des Einzel- und Versandhandels sowie ein Tarifvertrag gute und gesunde Arbeit«. Amazon-Beschäftigte verdienten »deutlich weniger als in anderen Handelsunternehmen, unter anderem aufgrund geringerer Zuschläge, eines niedrigen Weihnachtsgelds und längerer Arbeitszeiten«. Noch weigere sich der Konzern, mit Verdi zu verhandeln – »aber wir lassen nicht locker«, gibt sich Gewerkschafter Akman kämpferisch. Und auch Streikleiterin Lech ist sich sicher: »Das ist nur eine Frage der Zeit.«

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Quelle

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