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Kaum Impfanstieg durch kostenpflichtige Coronatests

Der große Corona-Impfeffekt ohne kostenfreie Bürgertests ist offenbar ausgeblieben. In NRW verzeichnete das Landesgesundheitsministerium am 11. Oktober zwar eine Verdopplung gegenüber der Vorwoche auf 14.485 Erstimpfungen, berichtet die „Rheinische Post“ (Donnerstagausgabe), allerdings nahm die Impfbereitschaft im Laufe der Woche wieder ab. Am Ende blieb in der ersten Woche nach dem Start der Bezahl-Tests die durchschnittliche, tägliche Impfbereitschaft bei 10.637 – ein geringes Plus von gut zwei Prozent gegenüber der Vorwoche.

Ein Grund könnte sein, dass der Effekt schon im Sommer stattgefunden hat, als erstmals das Vorhaben der Bundesregierung öffentlich gemacht wurde. So sagte eine Sprecherin des NRW-Gesundheitsministeriums der „Rheinischen Post“: „Es lässt sich ein deutlicherer Anstieg der Erstimpfungen im wochenweisen Vergleich lediglich nach der Medienberichterstattung im August erkennen.“

Im Zeitraum von 9. bis zum 29. August hatten sich am Tag durchschnittlich zwischen 30.000 und 50.000 Menschen ihre erste Dosis verabreichen lassen. Der Chef des Hausärzteverbands Nordrhein, Oliver Funken, sagte der „Rheinischen Post“: „Die Einführung der kostenpflichtigen Tests hat in den Praxen bisher die Nachfrage nach der Erstimpfung nicht erhöht.“

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