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Krieg in der Ukraine: Cui bono?

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Der römische Staatsmann Cicero stellte einst die Frage „Cui bono? Wem nützt es?“  Wem wird der Krieg in der Ukraine nützen?

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Während die ganze Welt voller Entsetzen auf den Krieg in der Ukraine blickt, zeichnen sich bereits jetzt die großen Kriegsgewinnler ab.

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Hauptverlierer sind zweifelsohne die Zivilbevölkerung und die Soldaten auf beiden Seiten der Kriegsfront. Nutznießer sind in erster Linie die USA und China. Die EU ist gezwungen, zumindest einen Teil der fehlenden russischen Gaslieferungen durch teuer und umweltschädlich produziertes Fracking-Gas aus den USA zu ersetzen.

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Geostrategisch blickt China gar mit einem Lächeln auf die kritische Situation in Europa. Das russisch-europäische Zerwürfnis stärkt Chinas Position in Eurasien und schwächt gleichzeitig seine größten Konkurrenten, die EU und Russland.

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Die Kriegshandlungen in der Ukraine treiben die Preise für Rohstoffe, Öl und Gas noch weiter in die Höhe und setzen gleichzeitig den Börsen weltweit stark zu.

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Die Kurse der Indizes in Frankfurt, London, Paris und Wien stürzten gleich zu Handelsbeginn um 4 Prozent ab – Tendenz weiterhin fallend. Ebenso sind die Börsen in Asien ins Minus gerutscht und in Moskau wurde aufgrund massiver Kursverluste der Handel zwischenzeitlich ausgesetzt.

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Der Ölpreis hingegen ist erstmals seit Jahren wieder auf über 100 Dollar angestiegen. Für Europa wird vor allem ausschlaggebend sein, wie sich der Erdgas-Preis im Zuge des Ukraine-Krieges entwickeln wird. Denn sollte Putin auf die Wirtschafts-Sanktionen des Westens mit einem Gas-Lieferstopp reagieren, würden die ohnehin schon hohen Preise explodieren.

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Wie es der Zufall so will, ist aber die USA mit ihrem umweltschädlich geförderten Fracking-Gas zur Stelle und Ursula von der Leyen kündigte bereits an, dass die EU dieses kaufen will.

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Ein Sieg für die USA

Für die USA ist der Ukraine-Krieg ein doppelter Gewinn. Einerseits ist Nord Stream 2 wohl bald Geschichte und damit der Weg für amerikanisches Fracking-Gas frei, auf der anderen Seite ist es seit Jahren das Ziel der US-Politik, Russland und die Ukraine auseinanderzutreiben.

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Russland-Experte Thomas Röper schreibt hierzu:

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„Die Geostrategen in Washington haben schon in den 90er Jahren das Ziel ausgegeben, Russland und die Ukraine voneinander zu trennen, denn laut Zbigniew Brzeziński, einer der einflussreichsten US-Geostrategen der Zeit, ist Russland mit der Ukraine ein Weltmacht, ohne die Ukraine aber nur eine unbedeutende Regionalmacht.“

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Wenn man sich das Ziel, Russland und die Ukraine voneinander zu trennen, vor Augen führt, dann waren die USA seit 2014 sehr erfolgreich.

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Nach dem Maidan haben die radikal-nationalistischen Regierungen der Ukraine die wirtschaftlichen Kontakte zu Russland zum Schaden der Ukraine abgebrochen und die Ukraine hat den Bürgerkrieg im Donbass gestartet, indem sie Panzer anstatt einer Verhandlungsdelegation geschickt hat.

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Ein interessantes Detail am Rande dazu: Am 6. April 2014 hat der Sicherheitsrat der Ukraine den sogenannten „Anti-Terroreinsatz“ beschlossen, also den Angriff auf den Donbass. Das war nicht etwa eine einsame Entscheidung des Sicherheitsrates, sondern es war eine Anweisung der CIA.

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Wie es der Zufall wollte, kam einige Tage später heraus, dass CIA-Chef John Brennan unter falschem Namen in Kiew war und an der entscheidenden Sitzung teilgenommen hat, was das Weiße Haus einige Tage später eingestehen musste.

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Das Ende der Versorgungssicherheit in Europa

Die Scholz-Regierung hat kürzlich die Zertifizierung von Nord Stream 2 ausgesetzt.

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Ein Sieg für die USA, der die Ostsee-Gaspipeline schon lange ein Dorn im Auge ist. Denn man will sein teures Fracking-Gas in Europa an den Mann bringen. Doch für Europa bedeutet das Aus von Nord Stream 2 auch das Ende der Versorgungssicherheit. Die ohnehin angespannte Versorgungssituation wird sich weiter verschlechtern, die Preise in die Höhe schnellen.

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Die Präsidentin der EU-Kommission, Ursula von der Leyen kündigte an, dass man Gas aus den USA importieren werde. Dieses wird enorm umweltschädigend gefördert und zu horrenden Preisen verkauft.

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Was die USA freut, wird für Europa hingegen zu einer potenziellen Katastrophe. Schon jetzt haben wir in Europa eine Gasknappheit und die wird sich demnächst noch verstärken. Zwar fabuliert Uschi von der Leyen davon, man werde das russische Gas auch durch Flüssiggas anderer Anbieter ersetzen, aber das ist Traumtänzerei. Das hat mehrere Gründe. Zum einen gibt es in der EU gar nicht genug Flüssiggas-Terminals, um ausreichend Flüssiggas zu importieren. Die EU importiert etwa 200 Milliarden Kubikmeter Gas jährlich aus Russland.

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Die europäischen Terminals können aber bei voller Auslastung nur 150 Milliarden Kubikmeter importieren und die europäischen Gasproduzenten sind bereits am Limit. Man kann das russische Gas also nicht mal eben ersetzen.

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