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Massenproduktion von Lebensmittel – Kann man bei all der Chemie, die den Nahrungsmitteln zugesetzt wird, überhaupt noch von Lebensmitteln sprechen oder gleich von Chemieerzeugnissen? (+Videos)

 

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Unser Brot natürlich handgeknetet, unsere Milch handgemolken, frisch von der Weide aus artgerechter Tierhaltung und den Joghurt handgerührt mit soeben gepflückten Erdbeeren. Ein erfreuliches Bild, welches uns die Werbung täglich zig Male zu vermitteln versucht. Die Realität ist erschreckend und wenn wir wüssten, was wir essen, würden wir es vielleicht gar nicht mehr essen wollen! Nehmen wir unser täglich Brot . Der Weg unseres täglichen Brots beginnt in einem Labor und zwar in Dänemark, bei einem Biotechnologieunternehmen. Das Getreide, welches man dazu benötigt, ist schon längst patentiert und diese Konzerne liefern dann gleichzeitig das Pflanzenschutzmittel, welches Rückstände hinterlässt. Die Milch kommt von Turbokühe aus der Massentierhaltung die für billige Milch leiden. Auch der lange Weg des Joghurts beginnt in einem Labor von dem Chemiegiganten DuPont und Dow Chemical, die bereits vor Bayer und Monsanto fusionierten.  Jedes zweite Speiseeis und jede zweite Babynahrung, jeder dritte Käse und jede vierte Scheibe Brot enthalten Zutaten von DuPont. Und statt italienische Tomaten steckt in so mancher Dose, Tomaten aus China. Die Regierungen sind unerträglich langsam bei der Änderung der Gesetzgebung und werden leider auch stark von mächtigen Lobbygruppen beeinflusst. Warten Sie also nicht auf die Regierung! 

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Wenn wir Ihnen die Rezeptur so mancher Lebensmittelprodukte auflisten würden, wäre es wie in einem Chemielabor. Dazu noch die Rückstände von Chemikalien wie Pflanzenschutzmittel – wir müssten eine Gasmaske während des Essens tragen. Die Nahrungsmittelindustrie ist eine knallharte Branche, ein Geschäftszweig zudem, in dem sich immer mehr wirtschaftliche Macht in der Hand von immer weniger Großkonzernen konzentriert. Eine massive Marktmacht haben auch die großen Einzelhandelsketten. EDEKA, ALDI, Rewe und die Schwarz-Gruppe (Lidl, Kaufland)teilen sich den Markt auf. Es geht um viel Geld, denn allein die Schwarz-Gruppe macht einen Umsatz von über 40 Milliarden Euro und der gesamte Außenumsatz der Rewe Group beträgt mehr als 75 Milliarden Euro jährlich, wovon der größte Anteil auf den deutschen Stammmarkt entfallen. Und welche Macht die Lebensmittelkonzerne haben, wird an der Werbung von der EX-Ernährungsministerin Julia Klöckner deutlich, als sie für Nestlé Werbung machte. Dabei hat der weltgrößte Nahrungsmittelkonzern Nestlé eingeräumt, dass über 60 Prozent seiner Mainstream-Nahrungsmittel und ‑Getränkeprodukte „ungesund“ sind. Konzerne können die Preise, die Geschäftsbedingungen und zunehmend auch die politischen Rahmenbedingungen diktieren. Und während Sie sich fragen, wie Sie sich ernähren sollen, werden Milliarden Euro an Subventionen für „ungesunde“ Lebensmittel verschwendet. Kostendeckende Preise bei den Produzenten, Prämien für Gemeinschaftsprojekte, angemessene Löhne, gute Arbeitsbedingungen auf Plantagen, umweltschonender Anbau sowie Verzicht auf illegale Kinderarbeit und Zwangsarbeit: Fehlanzeige. Zwar werden neue Siegel geschaffen, die dem Verbraucher das „Gute Gewissen“ vorgaukeln, aber hinter den Fassaden sieht es nach wie vor schlimm aus. Was tischt uns die Lebensmittelindustrie auf? Wir sollten uns beim Essen „Viel Glück! wünschen statt „Guten Appetit“, denn die Rückrufe häufen sich, ob nun Salmonellen, Noroviren, Kolibakterien, Listerien oder Verunreinigung! Kann man bei all der Chemie, die den Nahrungsmitteln zugesetzt wird, überhaupt noch von Lebensmitteln sprechen oder gleich von Chemieerzeugnissen? Wenn wir wüssten, was wir essen, würden wir es vielleicht gar nicht mehr essen wollen! Es wird überall geschummelt – bis es dann endgültig auf unserem Teller landet. Kontrollen? Fehlanzeige!…Hauptsache, der Biegeradius der Banane stimmt.

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Immer mehr Nahrungsgüter sind reine Kunstprodukte, hergestellt aus billigen Imitaten, die teure Zutaten ersetzen

Ob Tiefkühlpizza, Müsliriegel oder Bockwurst – in solchen Lebensmitteln steckt häufig kein einziges Gramm der abgebildeten Früchte, Nüsse oder Fleischsorten. Auch Grundnahrungsmittel wie Brot und Milch werden durch Zusatzstoffe verändert und mit Hightech haltbar gemacht, obwohl viele dieser Zusatzstoffe als gesundheitsschädlich gelten. Lebensmittelzusatzstoffe sind Substanzen, die Lebensmitteln zugesetzt werden, um bestimmte technologische Funktionen zu erfüllen, z.B. um Lebensmittel zu färben, zu süßen oder zu konservieren.
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Auch Grundnahrungsmittel wie Brot werden durch Zusatzstoffe verändert und mit Hightech haltbar gemacht, obwohl viele dieser Zusatzstoffe als gesundheitsschädlich gelten.
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Rund um die Uhr und immer frisch werden sie im Supermarkt und in Backshops angeboten. Und das für wenige Cent. Mit traditionellem Handwerk haben solche Produkte allerdings kaum etwas gemein. Stattdessen sorgen Zusatzstoffe und Enzyme für eine schnelle Teigreife und lockere Konsistenz. Rund 200 Zusatzstoffe dürfen Backwaren beigemengt werden. Einige Stoffe müssen noch nicht einmal deklariert werden. Nun zeigen neue Studien: Dass immer mehr Menschen Backwaren schlecht vertragen, liegt nicht nur am Gluten, sondern auch an der industriellen Fertigung. Was steckt in unseren Brötchen? 

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Rekord Produktrückrufe – Wir sollten uns beim Essen „Viel Glück“ wünschen
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Aktuell ruft der Hersteller General Mills in Kooperation mit Genuport Trade GmbH viele verschiedene Eis Produkte „Häagen-Dazs“ zurück. Wie mitgeteilt wird, können sich in diesem Produkt Rückstände von 2‑Chlorenthanol, welches ein Abbauprodukt von Ethylenoxid ist befinden. Und wegen  Listerien ruft Bergader Käse „Bavaria blu Der Würzige“ zurück. Erinnern Sie sich noch an den großen Skandal wegen dem EHEC-Erreger? Vor zehn Jahren erkrankten Tausende und 53 Menschen sterben. Damals standen Gurken, Salat und Tomaten unter EHEC-Verdacht. Und obwohl der EHEC-Erreger in Vergessenheit geriet, ist der Erreger immer noch da, denn wegen EHEC-Erreger musste eine Mühle im Juli 2022  Weizenmehl zurückrufen. Und auch der Salmonellen-Skandal bei Süßwarenhersteller Ferrero entlarvt einmal mehr die Schwachstellen im System der Lebensmittelüberwachung. Denn oft sollen solche Skandale eher verschwiegen werden, wie der Skandal um mit Salmonellen belastete Babymilch zeigte. Die französische Molkereigruppe Lactalis rief in 83 Ländern 12 Millionen Kisten Babymilchpulver zurück, aber erst, nachdem der Druck aus dem Ausland kam. In mehreren Ländern erkrankten Babys aufgrund des verseuchten Babymilchpulvers. Lactalis-Nestlé ist ein Joint Venture zwischen dem in Europa führenden französischen Milchverarbeiter Lactalis und dem weltweit führenden Nahrungsmittelhersteller Nestlé.
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Doch es blieb nicht nur bei diesem Skandal, denn 2021 sorgte erneut ein Skandal aus Frankreich für weltweites Aufsehen, nachdem mehr als 7.000 Produkte, darunter  Eiscreme, Kekse, Schokolade und  Brot, wegen eines Pestizids aus den Regalen der Supermärkte in Frankreich entfernt werden mussten.
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Da es Einkaufsgemeinschaften gibt, müssten doch diese Produkte in ganz Europa zu erwerben sein? Und in der Tat, im September 2020 informierten belgische Behörden, die französischen Behörden und auch den deutschen Behörden war bekannt, dass in  Sesamprodukten Rückstände des Gases Ethylenoxid gefunden wurden. Erst nachdem es Rückrufe wegen zu hoher Ethylenoxidgehaltes in Sesamsamen in über 20 Ländern gab, wurde man tätig.
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In Europa betreibt BASF derzeit Äthylenoxid-Anlagen in Antwerpen und Ludwigshafen mit einer Gesamtkapazität von 845.000 Tonnen pro Jahr. Die EU stuft sogar das farblose und hochentzündliche Gas als krebserzeugend und erbgutverändernd ein und verbietet es als Pflanzenschutzmittel. Es brauchte ein Jahr, um uns auf gefährliche Pestizidrückstände hinzuweisen, die unsere Gesundheit schädigen!
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Wenn Sie sich das europäische Schnellwarnsystem für Lebensmittel und Futtermittel (Rapid Alert System for Food and Feed, RASFF) anschauen, wird einem erst klar, wie viele Beanstandungen und Rückrufe es wirklich gibt. Und obwohl die Rückrufe von Lebensmittel zunehmen, schreibt die EU, dass sie einen der höchsten Lebensmittelsicherheitsstandards der Welt hat.

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