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Meloni bekennt sich zur NATO und fordert EU-Reformen

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ROM. Die Vorsitzende der in Italien laut Umfragen führenden Partei „Fratelli d’Italia“, Giorgia Meloni, hat sich klar zur NATO bekannt. „Es ist unser natürlicher und strategischer Standort“, sagte sie in einem Interview mit der FAZ. Die Europäer müßten allerdings „auf Augenhöhe mit den USA“ agieren.

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Die italienischen Rechtsparteien hätten immer für Sanktionen gegen Rußland, eine Stärkung der Nato und für für die Unterstützung der Ukraine gestimmt, stellte Meloni klar. Ihre Partei sei ein Garant dafür, daß dies auch so bleibe. „Im Einvernehmen mit unseren Verbündeten werden wir tun, was getan werden muß“, hob sie Politikerin hervor.

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Bekenntnis zum Konservatismus

Mit Blick auf die Europäische Union forderte Meloni umfangreiche Reformen. „Nun, ich möchte ein Europa, das weniger tut und das wenigere besser tut: mit weniger Zentralismus und mehr Subsidiarität, mit weniger Bürokratie und mehr Politik.“ Sie höre oft, sie sei angeblich antideutsch oder antifranzösisch. „Nichts davon stimmt. Ich bin Italienerin und Europäerin.“ Italien sei eng mit Europa und der deutschen Wirtschaft verflochten. „Ich möchte lediglich Italien wieder die Rolle zuweisen, die es verdient, und unsere nationalen Interessen innerhalb der EU-Institutionen verteidigen“, unterstrich die Politikerin.

Behauptungen, ihre Partei sei „profaschistisch“ wies sie zurück. Die italienische Rechte habe den Faschismus „schon vor Jahrzehnten der Geschichte“ übergeben. Ihre Partei sei deswegen keine Gefahr für die Demokratie. „Wohl aber stellen wir eine Bedrohung dar für das Machtsystem der italienischen Linken, die seit Jahren an der Regierung ist, ohne zuvor die Wahlen gewonnen zu haben.“

Ihre politische Positionierung sei klar konservativ. „Wir glauben an die Freiheit der Person, an die zentrale Bedeutung der Familie. Wir glauben an die italienische, europäische und westliche kulturelle Identität, an Privatinitiative und an soziale Solidarität“, unterstrich die 45jährige Spitzenkandidatin ihrer Partei für die kommenden Parlamentswahlen.

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Quelle 

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