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Notizen vom Ende der unipolaren Welt – 50

 

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Während in den russisch kontrollierten Gebieten der Ukraine Referenden über den Beitritt zu Russland durchgeführt werden, hat Wladimir Putin am Mittwoch eine Teilmobilisierung der Streitkräfte verkündet.  Da absehbar ist, dass die etwa 15 Millionen Bewohner im Osten und Süden des Landes mehrheitlich nicht für einen Verbleib unter der Regierung in Kiew abstimmen werden, wird dieses Votum vom “kollektiven Westen” nicht anerkannt und der Beschuss dieser Regionen fortgesetzt werden. Wenn Moskau den Beitrittsersuchen dann nachkommt,  kann aus der “Speziellen Militäroperation” leicht ein offizieller Krieg werden, weil jeder Angriff auf die “Volksrepubliken” dann ein direkter Angriff auf Russland und seine Grenzen wird.
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Das russische Verteidigungsministerium will jetzt 300.000 ehemalige Berufssoldaten “nach und nach” einberufen, “ein Mähdrescher mit extrabreitem Einzug”, so Minister Schoigu laut TASS, sei aber “nicht vorgesehen”. Unterdessen drohte die die ukrainische Vizepremierministerin Irina Wereschtschuk, dass die Teilnahme an den Referenden mit einer Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren geahndet wird und forderte die Bewohner auf, diese Regionen zu verlassen. Da am Dienstag mitten in Donezk 13 Zivilisten von westlichen  Rakten zerstückelt wurdenwerden sie das aber sicher nicht in westliche Richtung tun. Dass die “Scheinreferenden und Mobilisierung” ein “Zeichen der Schwäche” Russlands seien wird derweil aus Berlin und anderen westlichen Regierungssitzen betont: „Das alles kann man sich nur erklären vor dem Hintergrund der Tatsache, dass der russische Angriff auf die Ukraine nicht erfolgreich verlaufen ist“, so ein Sprecher von Olaf Scholz. Das ist er bisher sicher nicht, wobei es schon darauf ankommt, wie “Erfolg” definiert wird.
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Erstmals seit Beginn der “Militäroperation” hat der russische Verteidigungsminister konkrete Zahlen über die Verluste genannt – danach seien 5.937 seiner Soldaten bisher ums Leben gekommen. Die Verluste der ukrainischen Seite bezifferte Shoigu auf 61.207.  Auch wenn diese Angaben im Nebel des Kriegs nicht überprüfbar sind, scheinen sie mir halbwegs realistisch. Zumal wenn man sie in Relation damit setzt, dass Russland bisher nur 10-15% seiner Streitkräfte gegen eine personell überlegene ukrainische Truppe eingesetzt hat, die von der NATO zur größten Landstreitmacht Europas hochgerüstet worden ist. Sie wollten Krieg und auch nicht auf Putins letzte Ansage vom 7. Juli –  hören“ – ….jeder sollte wissen, dass wir  – im Großen und Ganzen – noch gar nicht richtig angefangen haben.”– und jetzt bekommen sie ihn.

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Und man kann allen Brüdern und Schwestern in NATOstan nur noch zurufen: zieht euch warm an! Und das nicht nur, weil Gaspreise und Heizkosten sich weiter vervielfachen und die ganze Ökonomie an die Wand gefahren wird, sondern weil ihr sogenanntens “Verteidigungsbündnis” schon mit seinen Kriegen gegen Jugoslawien, Irak, Libyen, Syrien, Afghanistan weder Sicherheit noch Frieden, sondern nur Zerstörung, Chaos und Krieg in Permanenz verbreiten konnte. Dass es sich dabei um weitgehend wehrlose Nationen handelte, von denen für NATOstan keinerlei Gefahr ausging, macht die blutige “Erfolgsbilanz” dieser Truppe noch unansehnlicher. Und niemand sollte darauf setzen, dass diese Gurkentruppe, nach den Debakeln gegen dritt,-und viertklassige Amateurclubs, jetzt gegen die Profis eines mehrfachen Champions-League-Siegers ( über PSG Napoleon 1812, und SS Hitler 1945) militärisch  irgendetwas reißen könnte.
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Dass Russland jetzt  300.000 (von insgesamt 25 Millionen Reservisten)  als zusätzliche Kräfte in der Ukraine einsetzt, war nach der “Gegenoffensive” der letzten zwei Wochen ein erwartbarer Schritt, der die Kämpfe an der 1000 Kilometer langen Front nun deutlich intensivieren wird.  An den bisher weitgehend mit den Milizen der “Volksrepubliken” besetzten Grenzen im Donbass wird jetzt die russische Armee präsent sein. Für die eingebunkerten ukrainischen Truppen kann das nur  unangenehm werden – Russland wird ernst machen, denn anders als der semi-debile Joe Biden und sein durchgeknallter Präsidentendarsteller Zelensky ist Putin kein Schwätzer. Und NATOstan hat keine weiteren Trümpfe im Ärmeln, als neben ukrainischem Kanonenfutter weiteres Material in die Schlacht zu werfen und verschrotten zu lassen – wie gestern 28 Exemplare der Wunderrakete “HIMAR” und den 5202. Panzer.  Werden ein paar mehr davon jetzt aber wirklich zum “Game Changer”  und die Schlacht entscheiden ?  Selbstverständlich nicht. Sie werden sie nur verlängern und weitere 100.000 Tote und Verwundete kosten. Die Rüstungslobbyistin Strack-Zimmermann trommelt indessen weiter für schwere Waffenlieferungen: “Wenn wir den russischen Präsidenten Putin nicht stoppen, und zwar politisch und militärisch, wird er als Nächstes in die Westukraine gehen und irgendwann ist das Baltikum dran. Jetzt ist Schluss.” Dass man sich in Russland auf diese Ansage der FDP-Vampirette dreimal bekreuzigt und dem Befehl folgt ist freilich nicht zu erwarten.

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Das Glück ist immer auf der Seite der großen Bataillone” – die vom Preußenkönig Friedrich II. überlieferte französische Redensart muss im 21. Jahrhundert umformuliert werden. Nachdem The (Real) Revolution in Military Affairs stattgefunden hat, so das gleichnamige Buch von Andrei Martyanov (2019), ist das Kriegsglück jetzt auf der Seite der »hypersonischen Waffen«: Präzisions-Raketen, die aufgrund ihrer extremen Geschwindigkeit von keinem Luftabwehrsystem abgefangen werden können und ihr Ziel aus tausenden Kilometern Entfernung auf den Meter genau treffen. Da nur Russland (und demnächst auch China) über solche Waffen verfügt – und ganz abgesehen davon, dass diese Raketen auch mit Nuklearsprengköpfen ausgestattet sein können – sind USA und NATO in jeder direkten militärischen Auseinandersetzung unterlegen. Auch ihre vielfach größeren Bataillone können da nicht helfen. Selbst ein massiver nuklearer »Erstschlag« auf Moskau und Sankt Petersburg kann eine durchschlagende Antwort auf Washington, New York oder London nicht verhindern – gegenseitige Vernichtung ist garantiert. Oder besser: war garantiert. Denn die überlegenen Luftverteidigungs-Systemen (S-400 / S-500) können den russischen Luftraum für ballistische Raketen schließen und den »Erstschlag« wahrscheinlich abfangen. Doch auf den russischen Gegenschlag gibt es im Westen keine Verteidigung. Deshalb wird  NATOstan in der Ukraine militärisch nicht direkt eingreifen, sondern weiter “bis zum letzten Ukrainer” kämpfen lassen. Wenn NATO-Sprecher Stoltenberg behauptet, dass Russland einen nuklearen Konflikt nicht gewinnen könne, ist das nicht mehr als ein Pfeifen im Walde.

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Quelle

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