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Optogenetik: Wie ein Stanford-Professor unsere Gehirne kontrollieren will

Die Optogenetik gilt als einer der großen wissenschaftlichen Durchbrüche des 21. Jahrhunderts. Ihr Begründer Karl Deisseroth hat einen Weg gefunden, Nervenzellen in Mäusegehirnen gezielt an- und abzuschalten. Diese Technik soll in Zukunft auch auf den Menschen angewendet werden. Die ganze Agenda der Transhumanisten entlarven wir in COMPACT-Spezial Geheime Mächte – Great Reset und Neue WeltordnungHier mehr erfahren.

Zwei Labormäuse in einträchtigem Beisammensein. Plötzlich durchfährt es die eine wie ein Blitz. Sie fällt über die andere her, gräbt ihre Krallen ins Fleisch der Artgenossin und beißt zu. Dem völlig überrumpelten Opfer bleibt nur ein hilfloses Quieken. 

Köpfe unter Beschuss 

Woher kommt die plötzliche Aggressivität? Der Psychiatrie-Professor Karl Deisseroth weiß es. Denn es ist eine Technik im Spiel, die maßgeblich auf seine Forschung zurückgeht. „Erst war beklommene Stille im Vorlesungssaal, danach hatten die Studenten ein großes Bedürfnis, darüber zu sprechen“, erinnert er sich im Interview mit dem Spiegel an die Reaktion seiner Hochschüler beim Zeigen des Versuches. 

Gefährlicher Nerd: Hirnforscher Deisseroth in seinem Forschungszentrum. Bild: Screenshot YouTube / LeibingerLaserPrize

Das Geheimnis der tierischen Attacke heißt Optogenetik. Mit Laserimpulsen wurde im Gehirn der einen Maus das Areal stimuliert, das für Gewalttätigkeit zuständig ist, was die heftige Reaktion ausgelöst hat. „Wir können auch Hunger und Durst steuern, die sexuelle Aktivität oder das Nestpflegeverhalten“, so Deisseroth. 

Macht über die Zellen

Dem 49-jährigen Professor für Biotechnik und Psychiatrie ist es gelungen, Neuronen mit unfassbarer Präzision an- oder auszuknipsen – und damit die Wissenschaft zu revolutionieren. Denn seine Methodik gibt erstmals die Macht, die Zellen eines anderen Lebewesens unmittelbar zu kontrollieren.  

Neben seiner Tätigkeit an der Stanford University arbeitet der gebürtige Bostoner als Mediziner. Am offenen Patienten fand er auch die Inspiration für seine späteren Experimente: „Im OP zu sein, vor sich ein menschliches Gehirn. Natürlich war meine Aufgabe zu helfen. Aber zugleich war es eine fast spirituelle Situation zu wissen: In diesen Zellen lebt ein aktiver, subjektiver Geist, und ich kann ihn mit meinen Händen physisch berühren.“

Segen oder Fluch?

Die Manipulation des Geistes läuft über Glasfaserkabel. Zuvor muss das Gehirn mit Genen für lichtempfindliche Proteine infiziert worden sein. Mithilfe der Kabel können dann ganz spezifische Zellgruppen mit Laserlicht beschossen und stimuliert werden. Auch Entscheidungen lassen sich so beeinflussen. Deisseroth:

Wir können unsere Versuchstiere vor Entscheidungen stellen und dann gucken, was währenddessen in ihrem Gehirn passiert. Zum Teil können wir zusehen, wie die Aktivität einzelner Zellen aufflackert oder erlischt, und wir können Optogenetik nutzen, um sie zu kontrollieren.

Im Interview betont er ausschließlich das heilende Potential seiner Erfindung. Die Technik könne Depressiven und Menschen mit Angsstörungen helfen, die Entwicklung psychiatrischer Medikamente vorantreiben. Dass sie ebenso die Möglichkeit schrecklichen Missbrauches bietet, blendet er aus. Gerade in Zeiten, in denen ohnehin schon eine massive Manipulation der Köpfe durch Politik und Medien erfolgt, etwa bei der Entscheidung, sich impfen zu lassen oder nicht, sollte das aber berücksichtigt werden.

Labormaus mit Glasfaser im Schädel. Bild: Screenshot YouTube / Spektrum der Wissenschaft

Immerhin stößt Deisseroths Gehirnwäsche auch an Grenzen. Im Interview muss er einräumen: „Ja, vielleicht ist der Geist mehr als die Gesamtheit aller Nervenzellaktiviät. Vielleicht ist da noch irgendetwas, was wir nicht kennen.“ Was dieses Mehr sein kann, wisse die Wissenschaft noch nicht. Möglicherweise ist es ja die Seele, um deren Heil unsere Vorfahren so bemüht waren. Im Fall des Stanford-Professors jedenfalls wirkt es so, als habe er sie an unheilvolle Kräfte verkauft. 

Quelle

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