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Polizei stürmt in Bayern Anwesen des russischen Oligarchen Usmanow

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Ermittler durchsuchen zur Stunde mehrere Villen des russischen Milliardärs Alischer Usmanow am Tegernsee. Das meldete der „Spiegel“. Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Frankfurt bestätigte WELT den Einsatz. Derzeit seien Kräfte des Bundeskriminalamtes im Landkreis Miesbach im Einsatz.

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Es geht unter anderem um den Verdacht der Steuerhinterziehung in Höhe von mehr als 555 Millionen Euro. Es seien 250 Beamtinnen und Beamte in Rottach-Egern im Einsatz, hieß es in Justizkreisen, darunter Spezialkräfte der Bundespolizei.

Hintergrund der Aktion sind nach „Spiegel“- Informationen bislang verdeckt geführte Ermittlungsverfahren der Staatsanwaltschaft München II und der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main gegen Usmanow wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung, der Geldwäsche und Verstoßes gegen das Außenwirtschaftsgesetz.

Beamte der Abteilung für Schwere und Organisierte Kriminalität im Bundeskriminalamt und der Steuerfahndung verdächtigen den Russen demnach unter anderem, Einkommens- und Schenkungsteuer im großen Stil hinterzogen zu haben.

Usmanow gilt als einer der reichsten Russen und Putin-Unterstützer. Kurz nach dem russischen Angriffskrieg auf die Ukraine Ende Februar landete Usmanow auf der Sanktionsliste der Europäischen Union. Er verließ Bayern offenbar wenige Stunden, bevor die Sanktionen in Kraft traten. Usmanow soll sich derzeit im Ausland aufhalten.

Derzeit wird die Luxusjacht „Dilbar“, welche der Schwester von Usmanow gehört, von Hamburg nach Bremen verlegt. Sie war wegen EU-Sanktionen festgesetzt worden und hatte seitdem einen Teil des Hamburger Hafens blockiert. Die mit mehr als 500 Millionen Euro angeblich teuerste Luxusjacht der Welt darf wegen der Sanktionen „nicht mehr veräußert, vermietet oder belastet werden“.

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Quelle 

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