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Rheinland-Pfalz: 500-Seelen-Dorf bekommt 1000 Flüchtlinge „geschenkt“

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Das Kueser Plateau in Rheinland-Pfalz hat 500 Einwohner – und soll 1000 Flüchtlinge aufnehmen. Untergebracht werden sie im alten Hotel Moselpark und in einer ehemaligen Tennissporthalle. Widerstand in der Bevölkerung – Fehlanzeige. Hier regt man sich über die „menschenunwürdige Bedingungen“ auf, die die Neubürger in der Tennishalle erwarten würden. 

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Auf dem Gelände des ehemaligen Hotels Moselpark in Bernkastel-Kues will das Land Rheinland-Pfalz noch in dieser Woche 444 Flüchtlinge unterbringen. In der angrenzenden ehemaligen Tennissporthalle stehen 680 Feldbetten bereit, samt Sanitäranlagen in Containern. In einer Petition, unterschrieben von „mehreren hundert Einwohnern“ machen sich die Bürger für die Belegung des Hotels mit Menschen vor allem aus Afghanistan stark. Nur die Sporthalle bereitet ihnen etwas Bauchschmerzen, u.a. wegen mangelnder Privatsphäre: „Wir plädieren dafür, dass Menschen sozialverträglich und menschenwürdig untergebracht werden“, erklärt eine von ihnen gegenüber dem SWR.

 Immer wieder betont Nadine Berdi, daß die Willkommenskultur in Bernkastel-Kues sehr groß sei. Sie gehört zu einer ehrenamtlichen Gruppe, die Anfang diesen Jahres auf eigene Faust 43 Ukrainerinnen mit ihren Kindern in die Moselstadt geholt hatte. Seitens der Bürger sorgt man sich vermehrte mögliche Streitereien, die es offenbar jetzt schon im wenig belegten Hotel gibt. Wie soll das erst werden, wenn hunderte Menschen zusammengepfercht auf engstem Raum dort leben würden, so die Befürchtung. Bei einer Vollbelegung von mehr als 1000 Personen würden viermal mehr Flüchtlinge als Einwohner das Kueser Plateau bevölkern, heißt es in der Petition. Ein Umstand, der nicht mehr verhältnismäßig sei und nach Angaben der Unterzeichner auch den Betrieb der angrenzenden Kurkliniken beeinträchtigen könnte.

Wie viele am Ende kommen und wie lange sie bleiben – unklar. Der grüne Staatssekretär versucht bei einem Ortstermin, die Anwesenden zu beruhigen: „Wir wissen, dass das hier ein sehr behütetes Gebiet mit wenigen Häusern, Fachkliniken und einem Kurpark ist“, erklärt David Profit. Gemeinsam mit den Bürgern und der Kommune werde man versuchen, „daß das hier alles sehr friedlich abläuft.“

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