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Schwere Waldbrände in Honduras

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Tegucigalpa. In diesem Jahr sind in Honduras schon mindestens 78.681 Hektar Land von Waldbränden betroffen gewesen. Ein am Donnerstag vom honduranischen Institut für Waldschutz (Instituto de Conservación Forestal, Áreas Protegidas y Vida Silvestre, ICF) veröffentlichter Bericht zeigt das Ausmaß und die Ursachen auf.
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Das mittelamerikanische Land verliert demnach jedes Jahr zwischen 60.000 und 65.000 Hektar Wald durch illegale Abholzung und Brände. Allein im Mai 2022 wurden in den ersten 19 Tagen bereits mindestens 965 Waldbrände entdeckt.

Dem Bericht zufolge ereigneten sich 155 der 965 Brände in Mikro-Wassereinzugsgebieten und weitere 88 in Schutzgebieten. 52,2 Prozent der Brände ereigneten sich auf privaten Flächen, wo 47.771 Hektar verbrannten, was mehr als 60 Prozent der betroffenen Flächen entspricht. Nach Departamentos ist Gracias a Dios mit 16.079 Hektar am stärksten betroffen, während Francisco Morazán mit 300 die meisten Brände zu verzeichnen hat. Dies entspricht 6.745 Hektar.

Zur Bekämpfung des Schadens hat die Regierung von Präsidentin Xiaomaro Castro die Wiederherstellung des Waldes zu einer ihrer Prioritäten erklärt. Das Ziel ist, in diesem Jahr 53.000 Hektar Wald wiederherzustellen. Die Behörden warnten jedoch, dass 90 Prozent der Waldbrände in diesem Jahr von Menschen verursacht wurden. Ein reiner Fokus auf Wiederaufforstung scheint daher nicht die alleinige Strategie sein zu können, um das Problem langfristig zu beheben.

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