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Siebte Migranten-Karawane in Mexiko: Straßenblockaden und Proteste

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Tapachula/Oaxaca/Tuxtla Gutiérrez. Die nun siebte Migranten-Karawane in diesem Jahr ist Anfang der Woche aufgebrochen, um vom südlichen Mexiko in die USA zu gelangen. Die Gruppe, bestehend aus circa 200 Menschen aus über zehn Ländern, machte sich von der Stadt Tapachula im Bundesstaat Chiapas nahe der Grenze zu Guatemala Richtung Norden auf. Die Beteiligten fordern ein humanitäres Visum zur sicheren Durchreise durch Mexiko.

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„Das Einzige, was wir wollen, ist ein Visum aus humanitären Gründen, denn dies ist die einzige Möglichkeit, an die Nordgrenze zu gelangen“, so ein kubanischer Migrant.

Einen Tag nach ihrem Aufbruch blockierte die Gruppe am Dienstag eine vierspurige Straße im Bundesstaat Chiapas, um Druck auf das Nationale Migrationsinstitut (INM) aufzubauen. Nach fünf Stunden einigten sich die Teilnehmenden mit den Behörden darauf, in ein Büro in Huixtla gebracht zu werden, um dort die Legalisierung ihres Aufenthalts voran zu bringen.

„Wir sind nicht hier, um jemandem zu behelligen. Wir wollen nur, dass sie uns bei der Erteilung des Visums helfen,“ sagt Marcos, ein Beteiligter aus Venezuela.

Am Mittwoch eskalierte die Situation in Oaxaca. Einige Personen waren mit vom INM bereitgestellten Bussen in die Hauptstadt des gleichnamigen Bundesstaates gefahren, da ihnen versichert wurde, dort humanitäre Visa ausgestellt zu bekommen. Dazu kam es jedoch nicht. Stattdessen beklagten die Menschen, dass ihnen ihre Habseligkeiten und Telefone abgenommen wurden und man ihnen mitteilte, dass sie sich bis zu 20 Tage in der Einrichtung aufhalten müssten. Daraufhin flüchteten einige der Menschen aus dem Zentrum des INM. Etwa 120 Betroffene protestierten, indem sie eine Straße blockierten. Die Nationalgarde und die Staatspolizei Oaxacas schritten ein.

Nach Gesprächen mit den Protestierenden gab ein Sprecher des INM am Donnerstag bekannt, dass Verfahren eingeleitet würden, um humanitäre Visa auszustellen. Die Betroffenen werden nun zum Hauptsitz der Behörde in Tuxtla Gutiérrez, Chiapas, gebracht, um ihnen dort die Papiere für den Fluchtstatus auszustellen.

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Quelle

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