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Steigende Anforderungen in der Arbeitswelt: nötige Änderungen bei Qualifizierungsförderungen und Personalsuche

Coworkers working on project at table in modern studio

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Allgemeine Begriffserklärung und Richtigstellung der ddbnews-Redaktion:

Deutschland ist nicht die Bundesrepublik. Die Bundesrepublik hat keine Bürger wie ein richtiger Staat und seit 1990 kein eigenes Gebiet (und keine „Soldaten“ nur private Söldner, keine „Beamten“, nur Bedienstete „als“ Beamte), sondern nur unter Kriegsrecht stehende, rechtlose Bewohner, registriert in einer Verwaltung und mit Deutschland ist in allen Artikel die illegale und seit 3. Oktober 1990 unter Vorbehaltsrechten der Alliierten agierende Fremdverwaltung Bundesrepublik gemeint, die natürlich nicht Deutschland ist, jemals war oder sein könnte. Sie hat auch keine Minister im staatlichen Sinne, sondern nur Abteilungsleiter einer Geschäftszentrale und einer Geschäftsführung, die sich Kanzleramt und/oder Bundespräsidialamt „nennen“. Übrigens: Parteien sind politisch und geschäftlich tätige und orientierte Vereine, unter Ausschluß jeglicher Haftung nach BGB § 54, welche ansonsten für Vereine verpflichtend vorgeschrieben ist. Und noch etwas: Die gesamte Presse und die Medien in der Bundesrepublik sind internationale und globale Organe und keine deutschen Presse- und Medienhäuser. Die EU ist eine private Organisation, wird von den Vereinigten Staaten von Amerika gesteuert und hat mit Staatlichkeit oder einem völkerrechtlichen Staatenbund nichts zu tun.

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Von Martin Schmidhuber

Betriebe beklagen lautstark den „Fachkräftemangel“, aber ihre bisherigen Strategien bei der Personalsuche schließen am Arbeitsmarkt benachteiligte Personen oft aus. Überdies investieren sie weiterhin zu wenig in nachhaltige Aus- und Weiterbildung ihrer Beschäftigten.
Die bestehenden Qualifizierungsförderungen des AMS können zwar eine Antwort auf steigende Anforderungen der beruflichen Kenntnisse von Arbeitnehmer*innen sein, aber darauf besteht für Arbeitssuchende kein Rechtsanspruch, und sie bieten keine ausreichende finanzielle Absicherung für die Teilnehmer*innen. Und selbst die besten Förderinstrumente nützen wenig, solange Betriebe ihre vielfach überzogenen Erwartungen bei der Personalsuche nicht an die Realität des Arbeitsmarktes anpassen. Grundlegende Änderungen sind unbedingt gefragt.

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Bedarf an gut ausgebildeten Arbeitnehmer*innen und verfestigte Arbeitslosigkeit – ein Widerspruch?

Der österreichische Arbeitsmarkt hat sich vom pandemiebedingten Einbruch im Jahr 2020 überraschend schnell erholt. Gleichzeitig wird jedoch ein schon lange bekanntes strukturelles Problem am Arbeitsmarkt besonders deutlich: Die auf dem Arbeitsmarkt verfügbaren Arbeitnehmer*innen haben in vielen Fällen nicht die von den Unternehmen nachgefragten beruflichen Qualifikationen.
In bestimmten MINT-Tätigkeitsfeldern, Bereichen für Energiewende und Klimaschutz, dem Gesundheits- und Pflegebereich bzw. manchen Regionen Österreichs gibt es tatsächlich einen schwer abdeckbaren Bedarf an gut ausgebildeten Arbeitnehmer*innen. Ziel muss sein, mittel- und längerfristig den Arbeitnehmer*innen hochwertige Beschäftigung mit entsprechenden Lohn- und Arbeitsbedingungen zu ermöglichen und den Bedarf einer hochentwickelten Volkswirtschaft nach gut ausgebildeten Arbeitnehmer*innen zu decken. Auf dem Weg dorthin müssen sich aber die arbeitsmarktpolitischen Qualifizierungsförderungen und das Rekrutierungsverhalten vieler Betriebe ändern.

Wir kennen das Mantra aus Vor-Corona-Zeiten: Betriebe beklagen, sie würden „händeringend“ nach „Fachkräften“ suchen, jedoch sei der Arbeitsmarkt „leergefegt“. In diesem Klagechor wird aber meist nicht zwischen einem allgemeinen Personalbedarf und einem Bedarf an gut ausgebildeten Arbeitnehmer*innen unterschieden. Damit wird ein pauschaler Mangel suggeriert, der so nicht existiert, denn in Österreich liegt die Arbeitslosenquote nach nationaler Berechnung bei aktuell 7,3 Prozent. Damit ist offensichtlich, dass der Arbeitsmarkt keineswegs leergefegt ist und einer der Hebel zur Deckung des Bedarfs an gut ausgebildeten Arbeitnehmer*innen in der Qualifizierung von Arbeitssuchenden liegt. Mit der Klage über einen sogenannten „Fachkräftemangel“ werden von manchen Arbeitgebern und ihren Vertretungen jedoch sehr oft andere Ziele verfolgt, wie etwa das Festhalten an relativ schlechten Lohn- und Arbeitsbedingungen oder mehr Arbeitsmigration in Niedriglohnbereichen.

Unerwähnt bleibt dabei oft, dass es in der aktiven Arbeitsmarktpolitik Förderinstrumente gibt, die geeignet sind, zumindest teilweise den Bedarf an qualifizierten Arbeitnehmer*innen zu decken. Mit solchen Maßnahmen lässt sich gleichzeitig auch die Arbeitslosigkeit senken. Allein, diese Instrumente reichen in ihrer aktuellen Form nicht aus. Es mangelt an finanzieller Absicherung für die Teilnehmer*innen, darüber hinaus besteht kein Rechtsanspruch für die Gewährung einer Förderung, und vielfach führen die derzeitigen Qualifizierungsangebote der aktiven Arbeitsmarktpolitik nicht zu zertifizierten, am Arbeitsmarkt tatsächlich verwertbaren Ausbildungsabschlüssen.

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Ausbaufähige Instrumente für Qualifizierung zu hochwertiger Beschäftigung

Das Fachkräftestipendium bietet arbeitssuchenden Personen die Chance, eine Ausbildung zu absolvieren, die einen Umstieg aus dem ursprünglich erlernten Bereich ermöglicht. Ziel ist, in einem Bereich, in dem ein Bedarf an Fachkräften herrscht, Fuß zu fassen. Dabei werden längerfristige Aus- und Weiterbildungen ermöglicht, denn das Fachkräftestipendium kann für bis zu drei Jahre bezogen werden. Allerdings ist das Stipendium lediglich mindestens genauso hoch wie der Ausgleichszulagenrichtsatz (1.030,49 Euro für Alleinstehende) und liegt damit sogar unter der Armutsgefährdungsschwelle (1.328 Euro für Einpersonenhaushalte). Ist der Anspruch auf Notstandshilfe oder Arbeitslosengeld höher als der Ausgleichszulagenrichtsatz, so wird die höhere Leistung weitergewährt. Doch auch damit sind Ausbildungen für viele Personen nicht über einen längeren Zeitraum zu stemmen. Die Arbeiterkammer fordert daher seit Längerem die Einführung eines Qualifizierungsgeldes, das allen Personen über 25 Jahren, die beruflichen Neuorientierungs- oder grundlegenden Weiterbildungsbedarf haben, eine Weiterbildung existenziell ermöglichen soll.

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