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Toxinbelastungen durch Xenobiotics

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Ein trauriges Kapitel, aber zu beleuchten. Belastungen durch Toxine sind heute leider unvermeidbar geworden. Die meisten der heutigen Giftstoffe existierten bis Mitte des 20. Jahrhunderts nicht einmal. Nur von 1950 bis 2000 ist die Produktion von Chemikalien um das 50-fache (!) gestiegen und es ist auch kein Ende abzusehen. Die Substanzen haben in alle Bereiche unseres täglichen Lebens Einzug gehalten. Dazu zählen Farbstoffe in Kleidungsstücken, Konservierungsstoffe, Pflanzenschutzmittel als Rückstände auf Lebensmitteln, Kosmetika, Reinigungsmittel, Weichmacher in Plastik, Zusätze in Medikamenten – die Liste ist endlos. Da Traurige dabei ist, dass selbst inzwischen verbotene Substanzen in den Böden und Gewässern noch lange Zeit überdauern. Und oft lässt sich die Schädlichkeit erst viele Jahre später nachweisen. In der Zwischenzeit jedoch erkranken Mensch und Tier und die Natur nimmt teilweise irreparablen Schaden, z.B. im Falle von Glyphosat und die Festsetzung von Grenzwerten ist oft mehr als fragwürdig, da die Langzeitwirkung meist gar nicht berücksichtigt wird.
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Umweltschadstoffe kontra Mensch

Im Bereich der Umweltschadstoffe oder Xenobiotics (von Menschen gemachte Toxine) wird es gar noch komplizierter, da eine Vielzahl industrieller Prozesse Zwischenprodukte (Metabolite) freisetzt, über die man zum größten Teil noch gar nichts weiß. Da gilt gleichermaßen für Stoffe, die als Zusatzprodukt chemischer Substanzen entstehen. Diese nennt man NIAS (Non Intentionally Added Substances). Der Name allein ist ein Anachronismus. Erinnert irgendwie an „non lethal weapons“. Bei wissenschaftlichen Analysen werden derartige Stoffe regelmäßig und in großem Ausmaß gefunden, das Dilemma dabei: die Mehrheit der in einem Produkt festgestellten Substanzen (Toxine) ist nicht einmal eindeutig nachweisbar.

Allerdings gibt es einen Ort, an dem man unumstritten alle möglichen Giftstoffe finden und messen kann. Und das ist der menschliche Körper. So schreckte 2019 die Meldung auf, dass wir täglich die Menge einer Kreditkarte an Mikroplastik in uns aufnehmen würden. Das ging durch die Presse. Dass aber die Muttermilch ein guter Indikator für die Belastung mit Toxinen ist, da die Giftstoffe während der Milchbildung aus dem Fettgewebe mobilisiert werden und dadurch gleich das Baby mit Toxinen versorgt wird, dazu fand man doch eher weniger bis gar nichts. Dabei hat die Zahl der in der Muttermilch nachgewiesenen Schadstoffe eine stark steigende Tendenz. Und nach über 30 Jahren des Verbots von DDT und PCB lassen sich nach wie vor diese Toxinen nachweisen. Das sollte uns zu denken geben.

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Foto: @microgen via envato.elements

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Die Folgen chronischer Toxinbelastungen

Sie sind so vielfältig wie die Toxine selbst. Eine Vielzahl von Krankheiten kann heute schon mit Toxinexpositionen verbunden werden. Das trifft vor allem auf Erkrankungen des Nervensystems (Alzheimer, Parkinson, MS) und Krebs zu. Aber auch auf die immer weiter zunehmenden Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes. Umweltmediziner wie Dr. Dietrich Klinghardt oder Dr. Joachim Mutter belegen mit ihren Behandlungserfolgen auch bei schwerwiegenden Erkrankungen wie ALS (Amyotrophe Lateralsklerose) und MS (Multiple Sklerose), wie wichtig und ernst zu nehmen das Thema Entgiftung ist. Dennoch wird dem Bereich Umweltmedizin und Detox immer noch zu wenig Aufmerksamkeit gegeben.

Während akute Vergiftungen aufgrund eindeutiger Vergiftungssymptome und einer meist eindeutigen Zuordnung der Ursache – wie z.B. erhöhte Exposition am Arbeitsplatz – schnell diagnostiziert werden können, werden niedrigschwelligere Belastungen als Krankheitsursache nach wie vor nicht beachtet. Ein Zusammenhang zwischen einer langjährigen Exposition gegenüber eines Toxins und dadurch entstehenden chronischen Toxinbelastungen, wird überwiegend gar nicht in Betracht gezogen.

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Foto: @peus80 via envato.elements

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Toxine lagern sich unbemerkt im Fettgewebe ab

Wer übergewichtig ist, hat oft stärkere Toxin-Belastungen zu verzeichnen, weil er mehr Fettgewebe hat. Denn die Toxine lagern sich zunächst unbemerkt im Fettgewebe, Nervengewebe sowie den Entgiftungsorganen Leber, Galle, Niere und Darm ab. Muskelgewebe ist meist weniger betroffen, genauso wie die Knochen, mit Ausnahme der Zähne und des Kiefers (siehe Quecksilber und Amalgamfüllungen). Und es ist auch bei jedem Toxin unterschiedlich. Diese unbemerkten Ablagerungen bleiben nicht folgenlos.

Auf Zellebene bedingte Veränderungen durch Toxine beeinflussen:

  • die Genexpression
  • führen zu Funktionseinschränkungen vieler Enzyme
  • der vermehrte oxidative Stress wirkt sich auf den Zellstoffwechsel aus
  • diffuse Symptome wie Kopfschmerzen oder ständige Müdigkeit
  • Entstehung von Allergien und Autoimmunkrankheiten
  • hormonelle Dysbalancen

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Foto: @sofiiashunkina via envato.elements

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Die wichtigsten Toxine und Xenobiotics

1. toxische Metalle (Schwermetalle, Aluminium, radioaktive Metalle: Barium, Strontium 90)
2. chemisch-toxische Substanzen (Pestizide, Insektizide, Fungizide, Herbizide, Abgase, Lösungsmittel, Weichmacher, auch Medikamente, Impfstoffe, Lebensmittelzusatzstoffe, Drogen und Genussmittel)
3. radioaktive Stoffe (Atomkraftunfälle und Ablagerungen in Nahrungsmitteln)
4. Toxine aus dem Mundraum (Metalle, „Leichengifte“, Mercaptan)
5. Verstrahlung durch Mobilfunk, Sendemasten, Satelliten, Radar, ebenfalls ein Toxin

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Die Mechanismen von Toxinen

Die genauen Mechanismen, also wie Toxine in uns arbeiten, uns belasten und vergiften, ist noch lange nicht zu Ende erforscht. Zumal ja auch tagtäglich neue hinzukommen. Deswegen kann eine Auflistung auch noch nicht vollständig sein. Die möglichen Wirkungen von Toxinen auf die menschlichen Zellen (auch Immunzellen!), Zellmembranen, DNA, Enzyme und Rezeptoren (z.B. Hormonrezeptoren) sind aber dennoch zu großen Teilen schon nachweis- und somit beweisbar.
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Foto: @iLexx via envato.elements

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Hintergründe und Zusammenhänge der Auswirkungen von xenobiotischen Toxinen

  • Funktionsverlust von Enzymen

jede physiologische Funktion fußt auf der Einwirkung von Enzymen, die als Katalysatoren chemische Reaktionen im Körper ermöglichen oder beschleunigen. Dazu gehört unter anderem der Aufbau, Umbau und Abbau von körpereigenen Molekülen oder die Erzeugung von Energie. Durch die Einwirkung von vor allem toxischen Metallen kann es zum Funktionsverlust von Enzymen kommen, da essentielle Spurenelemente aus ihren Bindungsstellen in Enzymen verdrängt werden.

  • Schädigung der DNA

Sehr viele Toxine schädigen unser Erbgut. Heißt: sie beschleunigen den Alterungsprozess und wirken mutagen. Zum Beispiel kann Cadmium in den DNA- Reparaturenzymen das notwendige Zink verdrängen, was die Häufigkeit relevanter Zellmutationen steigert.

  • Veränderung der Genexpression

Toxine können negativen Einfluss auf die Genregulation nehmen. Die Gene können komplett an- und abgeschaltet oder auch einfach nur in ihrer Aktivität gestört werden.

  • Schädigung der Zellmembranen und des Zellstoffwechsels

Zellmembranen werden geschädigt und/oder durchlöchert. (Dadurch steigt das Cholesterin, weil der Körper Reparaturzyklen startet, von daher erst mal schauen, was der Grund für steigendes Cholesterin ist, anstatt gleich mit den giftigen Cholesterinsenkern „draufzuhauen“). Löchrige Membranen behindern oder verhindern die Signalübertragung zwischen den Zellen.

  • Störungen im Hormonhaushalt

Dazu gehören z.B. blockierte Insulinrezeptoren und generelle Hormondysfunktion.

  • Einschränkung der Entgiftungsfähigkeit (hoher Verbrauch an Mikronährstoffen)
  • Oxidative Schädigung (Schädigung und Zerstörung zellulärer Strukturen)
  • Auslösen von Allergien, Intoleranzen und Entzündungen
  • Förderung von Autoimmunerkrankungen

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Foto: @AnnaStills via envato.elements

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Kranke Gesellschaft

Wir sehen also, dass unsere Gesellschaft, auch wenn sie sich (noch) gesund fühlt, deutlich geschwächter und angeschlagener ist, als sie es von sich glaubt. Die Situation ist wirklich besorgniserregend, dennoch besteht kein Grund, den Mut zu verlieren. So unglaublich es nach der Aufzählung dieser ganzen toxischen Belastungen klingen mag, unsere Körper verfügen über eine unglaubliche Regenerationskraft. Und das in jedem Alter! Was zählt, ist der Wille, es zu verändern. Das Interesse an sich und den Ursachen der immer häufiger auftretenden Probleme im Körper, sowie Einsicht und Verstehen in die aktuelle Lage zu nehmen, sind der erste Schritt. Denn erst, wenn man die Zusammenhänge und die Art und Weise, wie unser Körper arbeitet, verstanden hat, wird man Erfolg haben bei der Veränderung und Regeneration.

Da meist auch der Geist von Toxinen (auch mentalen) belastet ist, wäre vielleicht zuallererst eine Änderung im eigenen Denken angesagt. So wie Einstein es formuliert: man kann ein Problem nicht mit dergleichen Art zu denken lösen, mit der man es erschaffen hat.

In diesem Sinne – alles ist möglich!

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Quelle

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