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Türkei lehnt Weitergabe von S-400-Luftabwehrsystemen an Ukraine ab

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Ankara wird seine S-400-Systeme nicht an die Ukraine liefern, auch wenn Washington das gerne sähe. Das verkündete der türkische Präsident nach dem NATO-Gipfel am Freitag. Die Türkei sei sehr an einer raschen und friedlichen Lösung der Situation interessiert und werde ihren Teil dazu beitragen.

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Die Türkei werde die Nutzung russischer Flugabwehrraketensysteme nicht rückgängig machen, erklärte Präsident Recep Tayyip Erdoğan am Freitag vor Journalisten auf dem Rückflug vom NATO-Gipfel in Brüssel.

Westliche Medien hatten behauptet, dass die USA über eine mögliche Weitergabe der in Russland hergestellten S-400 von der Türkei an die Ukraine verhandeln würden. Im Gegenzug böte Washington Ankara verschiedene Zugeständnisse im Verteidigungsbereich an, hieß es. Auf die Frage nach den S-400-Luftabwehrsystemen erwiderte der türkische Staatschef indes: „Für uns ist das eine abgeschlossene Angelegenheit. Sie sind unser Eigentum und dienen unserer Verteidigung, also ist das Thema damit erledigt.“

Die Trump-Regierung hatte Ankara als Vergeltung für den Kauf russischer Militärgüter aus dem F-35-Programm ausgeschlossen.

Erdoğan sagte, die Reaktion seines Landes auf die Idee des Transfers sei in einem Brief seines Sprechers, Fahrettin Altun, gut zusammengefasst worden. Das betreffende Schreiben war diese Woche im Wall Street Journal veröffentlicht worden. Der türkische Beamte hatte darin gefordert, dass Washington die Sanktionen gegen Ankara ohne Vorbedingungen aufheben sollte, um die türkisch-amerikanischen Beziehungen zu verbessern.

In Bezug auf die Wiederbelebung der NATO durch die Ukraine-Krise merkte Erdoğan an, dass der französische Präsident Emmanuel Macron sich getäuscht habe, als er den Militärblock im Jahr 2019 als „hirntot“ bezeichnete. Die Staats- und Regierungschefs der Mitgliedstaaten kamen am Donnerstag in Brüssel hinter verschlossenen Türen zusammen, um ihre Reaktion auf den russischen Angriff auf die Ukraine zu besprechen. Die Türkei habe ihre Rolle als wesentlicher Bestandteil des Bündnisses bekräftigt, so Erdoğan.

Im Gegensatz zu anderen Mitgliedern hat sich die Türkei geweigert, Wirtschaftssanktionen gegen Russland zu verhängen, und hat die diplomatischen Kanäle sowohl mit Moskau als auch mit Kiew offen gehalten. Erdoğan erklärte, sein Land habe nicht die Absicht, sich selbst zu schaden, indem es die wirtschaftlichen Beziehungen zu Russland, seinem wichtigsten Energielieferanten, abbreche.

„Ich kann mein Volk im Winter nicht im Schnee stehen lassen“, sagte der türkische Präsident und bezog sich dabei auf die Erdgaslieferungen aus Russland. „Ich kann unsere Industrie nicht komplett lahmlegen.“

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