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Türkische Lira stürzt ins Bodenlose

Zum Wochenstart hat die türkische Lira weitere Rekord-Tiefstände ausgelotet. Obwohl die Türkei unter einer extremen Inflation leidet, wird allgemein mit einer weiteren Leitzinssenkung in dieser Woche gerechnet. Um das Ausland zum Investment in die Lira zu animieren müssten die Zinsen eigentlich erhöht werden.

Die Türkei-Währung hat ihre Talfahrt fortgesetzt und ist auf neue Rekordtiefs zum Dollar und zum Euro gefallen. Staatspräsident Recep Tayyip Erdoğan, ein erklärter Gegner hoher Zinsen, hatte in der vergangenen Woche gleich drei hochrangige Notenbanker entlassen, die auf höhere Zinssätze hinwiesen. Damit ist der Druck auf die Notenbank gestiegen, in dieser Woche trotz einer sehr hohen Inflation die Zinsen zu senken.

„Die Notenbank nimmt keine Rücksicht mehr auf die Folgen ihrer Zinspolitik für Wechselkurse, Inflation und letztendlich für die Stabilität der türkischen Volkswirtschaft“, kommentierte Ulrich Leuchtmann, Devisenexperte der Commerzbank. Schließlich würden die wirklichen Entscheidungen im Präsidentenpalast getroffen.

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